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Vollständige Version anzeigen : [FBSD] port inn "built with OLD dependency: perl ..."


Michael Grimm
11-13-2007, 11:00 PM
Moin, moin -

Vorneweg: Ich betrachte mich hinsichtlich (F)BSD als Newbie.

Ich habe nun seit ein paar Wochen einen Server unter FreeBSD 6.2-RELEASE
und aus der ports collection habe ich u.a. news/inn im Einsatz.

portaudit hat mir nun vor ein paar Tagen signalisiert, daß ich auf
perl-5.8.8_1 updaten möge. Danach lieferte mir "portmanager -s" jede
Menge:
built with OLD dependency: perl-5.8.8

"perl-after-upgrade -f" war erfolglos:
inn-2.4.3_3: 0 moved, 0 modified, 0 adjusted

Hmm, sollte dieses Tool nicht genau zur Beseitigung dieser Dependencies
taugen?

Ok, also habe ich damit begonnen, mittels portmanger port für port einem
Update zu unterziehen. Einzeln, da ich einem "portmanager -u" mangels
Erfahrung erst einmal nicht traute. Wowereit, da ich feststellen mußte,
daß Config-Dateien gnadenlos überbügelt wurden. (Als ex-Debian-Nutzer hat
mich das schwer getroffen ;-))

Und hier beginnen meine Fragen, bevor ich mich an einen Update des INN
mache, da dieser einer umfangreichen Konfiguration bedarf:

1. Kann ich diesen Hinweis (... OLD dependency ...) einfach ignorieren?

2. Gibt es eine Möglichkeit, beim Kompilieren eines Ports dergestalt
einzugreifen, daß keine Config-Dateien installiert werden?
(Gut, man könnte alle Configs erst einmal sichern und danach
zurückspielen ...)

3. Wie geht ihr in solchen Fällen vor?

Gruß,
Michael
--
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Oliver B. Warzecha
11-14-2007, 06:33 PM
Michael Grimm <trashcan*odo.in-berlin.de> wrote:
> portaudit hat mir nun vor ein paar Tagen signalisiert, daß ich auf
> perl-5.8.8_1 updaten möge. Danach lieferte mir "portmanager -s" jede
> Menge:
> built with OLD dependency: perl-5.8.8

portmanager ist hier päpstlicher als der Papst. Ein Update von 5.8.8
auf 5.8.8_1 ist API-technisch maximal unkritisch und zieht mitnichten
ein nötiges Reinstallieren aller Sachen, die von perl abhängig sind,
nach sich.

> "perl-after-upgrade -f" war erfolglos:
> inn-2.4.3_3: 0 moved, 0 modified, 0 adjusted

Kein Wunder, das braucht man auch nur bei einem Upgrade von z.B.
perl 5.8.7 nach 5.8.8. :)

> Hmm, sollte dieses Tool nicht genau zur Beseitigung dieser Dependencies
> taugen?
>
> Ok, also habe ich damit begonnen, mittels portmanger port für port einem
> Update zu unterziehen. Einzeln, da ich einem "portmanager -u" mangels
> Erfahrung erst einmal nicht traute. Wowereit, da ich feststellen mußte,
> daß Config-Dateien gnadenlos überbügelt wurden. (Als ex-Debian-Nutzer hat
> mich das schwer getroffen ;-))

Wobei ich sagen muß, daß mir portmanager völlig unbekannt ist. Ich verwende
portupgrade, und wenn das nicht gerade mal das Defaultdatenbankformat
wechselt *hust*, ist das maximal unkritisch. Ein Blick in die manpage
von portmanager zeigt, daß er Probleme zu lösen versucht, die man
zumindest bei portupgrade nicht kennt. ;) Zumindest integriert er
auch die pkg_cutleaves(ein weiteres Paket)-Funktionalität.

Was das Beibehalten von Konfigdateien nach einem Update angeht, so
habe ich da bisher nur einmal ein Problem erlebt, nämlich bei einem
CNews-Update. Ansonsten werden die in Ruhe gelassen. Angesichts der
Tatsache, daß es sich bei beiden Fällen um Newsserver handelt, frage
ich mich, ob da ein System dahintersteckt. ;)
(Mann, habe ich geflucht, als das sys- und das batchparams-File weg waren.
Lang leben - auch ältere - Backups. )

> Und hier beginnen meine Fragen, bevor ich mich an einen Update des INN
> mache, da dieser einer umfangreichen Konfiguration bedarf:
>
> 1. Kann ich diesen Hinweis (... OLD dependency ...) einfach ignorieren?

Ja.

> 2. Gibt es eine Möglichkeit, beim Kompilieren eines Ports dergestalt
> einzugreifen, daß keine Config-Dateien installiert werden?
> (Gut, man könnte alle Configs erst einmal sichern und danach
> zurückspielen ...)

Das hängt vom Port ab. apache z.B. fasst nur httpd.conf-dist an. Auch
andere Sachen bügeln nur bla.default, foo.sample und ähnliches über.

> 3. Wie geht ihr in solchen Fällen vor?

Genau so. Sichern und zurückspielen. Je nachdem auch ein diff zwischen
der aktiven und der Beispielkonfiguration erstellen, damit man das in
die neue Beispielkonfig reinpatchen kann. Sollte man z.B. bei squid tun,
wenn man nicht jedesmal die ganze Konfig lesen will, aber die Doku
für die neuen Optionen in der laufenden Konfig haben will.

OBW

Michael Grimm
11-15-2007, 08:49 PM
Oliver B. Warzecha <obw*amarok.ping.de> wrote:
> Michael Grimm <trashcan*odo.in-berlin.de> wrote:

>> Danach lieferte mir "portmanager -s" jede Menge:
>> built with OLD dependency: perl-5.8.8
>
> portmanager ist hier päpstlicher als der Papst.

Ok, also umsonst ...

> Ein Update von 5.8.8 auf 5.8.8_1 ist API-technisch maximal unkritisch
> und zieht mitnichten ein nötiges Reinstallieren aller Sachen, die von
> perl abhängig sind, nach sich.

.... die ganze Arbeit ;-)

>> "perl-after-upgrade -f" war erfolglos:
>> inn-2.4.3_3: 0 moved, 0 modified, 0 adjusted
>
> Kein Wunder, das braucht man auch nur bei einem Upgrade von z.B.
> perl 5.8.7 nach 5.8.8. :)

Mipft. Da habe ich wohl zu oberflächlich gelesen und Update mit Upgrade
verwechselt.

>> [...] daß Config-Dateien gnadenlos überbügelt wurden.
>
> Ich verwende portupgrade, und wenn das nicht gerade mal das
> Defaultdatenbankformat wechselt *hust*, ist das maximal unkritisch.

Danke. Ich werde mich mal mit portupgrade auseinandersetzen. Keine
Ahnung, warum ich beim Lesen des FreeBSD Handbooks gerade bei
portmanager hängenblieb.

> Was das Beibehalten von Konfigdateien nach einem Update angeht, so
> habe ich da bisher nur einmal ein Problem erlebt, nämlich bei einem
> CNews-Update. Ansonsten werden die in Ruhe gelassen. Angesichts der
> Tatsache, daß es sich bei beiden Fällen um Newsserver handelt, frage
> ich mich, ob da ein System dahintersteckt. ;)

Scheint so ;-) Mir ist da auch schon so manches Ungemach passiert;
gerade deshalb bin ich ja so vorsichtig beim INN.

>> 3. Wie geht ihr in solchen Fällen vor?
>
> Genau so. Sichern und zurückspielen.

Seufz. Dann werde ich das mal angehen. Allerdings mache ich erst einmal
Urlaub ;-)

Danke, wieder viel gelernt, und Gruß,
Michael
--
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