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Vollständige Version anzeigen : Samba/Unix-Rechte : Welche Strategie ist sinnvoller?


Patrick Gerhard Stößer
08-21-2007, 05:43 PM
Hallo,

ich setze gerade einen Samba-Server auf. OS ist Debian etch. Auf dem
Server läuft ausschließlich Samba (und sshd , aber nur zur Wartung,
nicht für die User). Nachdem das Einbinden in ein AD wunderbar
funktioniert, habe ich aber nun ein andere Frage. Es geht um die
Rechtegewährung in den Freigaben. Ich sehe drei Wege:

[1] Samba-Rechte offen und Zugriffe über Unix-Rechte regeln
[2] Unix-Rechte offen und nur über valid users und write list regeln
[3] beides

[1] hat das Problem, dass fremde User zwar Dateien nicht lesen können,
aber sehen, und Verzeichnisstrukturen und Dateinamen sind ja auch schon
aussagekräftig. Also scheidet das wohl aus. Die Methode kann ja auch nix
sein, dann könnte man ja gleich alle User in eine Freigabe stecken...

[2] ist eigentlich ok, wenn die User keinen Shellzugang haben, was sie
bei mir nicht haben. Die Leute kommen erst gar nicht in fremde Shares.
Aber reichen die Sicherheitsmechanismen von Samba wirklich aus, sind die
bulletproof?

[3] ist sicherlich am sichersten: Gelänge es einem User, die
Beschränkungen von Samba zu überwinden, so könnte er dennoch nicht auf
die fremden Dateien zugreifen. Nachteil: erhöhte Komplexität durch
"doppelte Buchführung" und damit auch eine zusätzliche Fehlerquelle.

Wie "macht man das" nun nach den anerkannten Regeln der Kunst? KISS,
also Variation 2, also alles auf chmod 777 und valid users sowie read
list bzw. write list regeln den Rest? Oder eher doch 3, mit dem Nachteil
des deutlich erhöhten Aufwandes?

Vielen Dank, mfg, pgs


--
Neue Wege der Streitbeilegung: Zivile Konfliktbearbeitung
<http://texte.pgs-info.de>

Timo Freyer
08-21-2007, 06:23 PM
Patrick Gerhard Stößer <newsgroups*pgs-info.de> schrieb:

> [1] Samba-Rechte offen und Zugriffe über Unix-Rechte regeln
> [2] Unix-Rechte offen und nur über valid users und write list regeln
> [3] beides

> [1] hat das Problem, dass fremde User zwar Dateien nicht lesen können,
> aber sehen, und Verzeichnisstrukturen und Dateinamen sind ja auch schon
> aussagekräftig. Also scheidet das wohl aus. Die Methode kann ja auch nix
> sein, dann könnte man ja gleich alle User in eine Freigabe stecken...

falls es dir reicht du die Freigaben über homes zu regeln, kannst du mit
'valid users = %S' verhindern das benutzer a das home verzeichnis von
benutzer b einsehen kann


--
AMD Athlon XP 2400+ | 1011 MB Ram | Kubuntu 7.04 | Opera 9.23 Build 660

[E-Mail Adresse ROT13 Verschlüsselt http://www.rot13.de]

Rainer Kulhanek
08-21-2007, 07:36 PM
Patrick Gerhard Stößer wrote:

> Hallo,
>
> ich setze gerade einen Samba-Server auf. OS ist Debian etch. Auf
> dem Server läuft ausschließlich Samba (und sshd , aber nur zur
> Wartung, nicht für die User). Nachdem das Einbinden in ein AD
> wunderbar funktioniert, habe ich aber nun ein andere Frage. Es
> geht um die Rechtegewährung in den Freigaben. Ich sehe drei Wege:
>
> [1] Samba-Rechte offen und Zugriffe über Unix-Rechte regeln
> [2] Unix-Rechte offen und nur über valid users und write list
> [regeln 3] beides
>

Mach es wie Du es bei einem Windowsfileserver machen würdest.
Samba sind die Rechte der Freigabe.
Unix sind die Rechte des Dateisystems.

Gruß

Rainer


--
Wenn Sie die Domain der Mailadresse von "nurfuerspam.de" in "gmx.de"
ändern wird Ihre Mail garantiert gelesen.
Andernfalls könnte Ihre Antwort in der Spamflut untergehen.

Patrick Gerhard Stößer
08-21-2007, 10:57 PM
Am 21.08.2007 schrieb Rainer Kulhanek:

> Patrick Gerhard Stößer wrote:
>
>> [...]
>>
>> [1] Samba-Rechte offen und Zugriffe über Unix-Rechte regeln
>> [2] Unix-Rechte offen und nur über valid users und write list regeln
>> [3] beides
>>
>
> Mach es wie Du es bei einem Windowsfileserver machen würdest.
> Samba sind die Rechte der Freigabe.
> Unix sind die Rechte des Dateisystems.

Das klingt einleuchtend.


mfg, pgs

--
Karl Marx - der größte Denker des Industriezeitalters?
<http://texte.pgs-info.de>

Michael Liebl
08-23-2007, 09:05 AM
Am Dienstag, den 21. August 2007 schrubte Patrick:

> [1] Samba-Rechte offen und Zugriffe über Unix-Rechte regeln

> [1] hat das Problem, dass fremde User zwar Dateien nicht lesen können,
> aber sehen, und Verzeichnisstrukturen und Dateinamen sind ja auch
> schon aussagekräftig. Also scheidet das wohl aus. Die Methode kann ja
> auch nix sein, dann könnte man ja gleich alle User in eine Freigabe
> stecken...

Hallo,

[1] ist die einzig sinnvolle Lösung.
Allerdings erweitert mit winbind und POSIX ACLs.
Damit hast Du dann eigentlich alle Möglichkeiten die auch
ein Windows-Fileserver hat.


--
<) .--.
)#=+ '
/## | .+. Liebe Grüsse,
,,/###,|,,,,,,|,,,, Michael

Tom Geissler
08-23-2007, 02:21 PM
Patrick Gerhard Stößer <newsgroups*pgs-info.de> schrieb:
> ...
> [1] Samba-Rechte offen und Zugriffe über Unix-Rechte regeln
> [2] Unix-Rechte offen und nur über valid users und write list regeln
> [3] beides
>
> [1] hat das Problem, dass fremde User zwar Dateien nicht lesen können,
> aber sehen, und Verzeichnisstrukturen und Dateinamen sind ja auch schon
> aussagekräftig. Also scheidet das wohl aus. Die Methode kann ja auch nix
> sein, dann könnte man ja gleich alle User in eine Freigabe stecken...
> ...

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--
Tom