Vollständige Version anzeigen : Word 2007 - fehlerträchtiger als Vorgänger?
wegzeiger
02-21-2009, 10:04 AM
Immer wenn ich diese Gruppe mitlese, fällt mir auf, dass viele Einträge
sich mit Problemen von Word 2007 befassen, aber nur wenige mit Word 2000
und 2003.
Liegt das daran, dass Word 2007 anfälliger für Fehlverhalten ist, oder
sind die Vorgänger so sehr ausgereift, dass sie kaum noch Fehlfunktionen
enthalten?
Persönlich arbeite ich seit Jahr und Tag mit Word 2000 (MS Office 2000)
und komme bestens klar.
Hermann
-wegzeiger-
--
"wegzeiger" ist nicht einfach nur ein nick - siehe:
www.die-wegbeschreibung.de
Robert M. Franz (RMF)
02-24-2009, 07:42 AM
Hallo Hermann
wegzeiger wrote:
> Immer wenn ich diese Gruppe mitlese, fällt mir auf, dass viele Einträge
> sich mit Problemen von Word 2007 befassen, aber nur wenige mit Word 2000
> und 2003.
neues Dateiformat und vor allem die neue Oberfläche dürften
hauptverantwortlich sein dafür.
> Liegt das daran, dass Word 2007 anfälliger für Fehlverhalten ist, oder
> sind die Vorgänger so sehr ausgereift, dass sie kaum noch Fehlfunktionen
> enthalten?
Kaum -- rein subjektiv ist Word 2007 weniger fehleranfällig als die
letzten paar Versionen vorher. Vor allem habe ich noch kein Dokument
total verloren auf 2007, weil entweder Word im Absturz-Fall (sehr
selten) selbst das Dokument recovern kann, oder dann (dank des neuen
Dateiformats) ich wenigstens die wichtigen Inhalte locker als Text
rauskopieren kann.
Gruss
Robert
--
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Rainer H. Rauschenberg
02-24-2009, 04:14 PM
On 2009-02-24, Robert M. Franz (RMF) <robert.franz*mvps.org> wrote:
> Vor allem habe ich noch kein Dokument total verloren auf 2007, weil
> entweder Word im Absturz-Fall (sehr selten) selbst das Dokument
> recovern kann, oder dann (dank des neuen Dateiformats) ich wenigstens
> die wichtigen Inhalte locker als Text rauskopieren kann.
.... was allerdings voraussetzt, dass vor dem Absturz noch schnell
gespeichert wurde ...
Rainer H. Rauschenberg
02-24-2009, 04:16 PM
On 2009-02-21, wegzeiger <wegzeiger*onlinehome.de> wrote:
> Immer wenn ich diese Gruppe mitlese, fällt mir auf, dass viele Einträge
> sich mit Problemen von Word 2007 befassen, aber nur wenige mit Word 2000
> und 2003.
>
> Liegt das daran, dass Word 2007 anfälliger für Fehlverhalten ist, oder
> sind die Vorgänger so sehr ausgereift, dass sie kaum noch Fehlfunktionen
> enthalten?
Nein, ich denke, man gewöhnt sich im Laufe der Zeit dergestalt an eine
viel genutzte Software, dass man Vorgehensweisen, die zu Problemen
führen, halb- oder unbewußt meidet. Wir kämpfen aktuell noch mit den
Nachwehen der Umstellung von Word 97 auf 2003, die vor etwas über einem
Jahr stattgefunden hat.
wegzeiger
02-24-2009, 04:59 PM
Robert M. Franz (RMF) schrieb:
> Hallo Hermann
>
> wegzeiger wrote:
>> Immer wenn ich diese Gruppe mitlese, fällt mir auf, dass viele
>> Einträge sich mit Problemen von Word 2007 befassen, aber nur wenige
>> mit Word 2000 und 2003.
>
> neues Dateiformat und vor allem die neue Oberfläche dürften
> hauptverantwortlich sein dafür.
>
Das spricht doch dann gegen die These, dass Word 2007 viel intuitiver zu
bedienen ist, als seine Vorgänger. "Intuitiv bedienbar" bedeutet für
mich: selbsterklärend einsetzbar - Programm starten und - nach einiger
Eingewöhnung - einfach drauflos schreiben. Aber das ist mit Word 2007
nicht möglich. Ich helfe vielen Mit-Pensionären, aber noch nie - trotz
des dicken Buches von Microsoft dazu - habe ich auf Anhieb eine Option
finden können.
> Gruss
> Robert
Gruß aus Ostfriesland!
Hermann
-wegzeiger-
--
"wegzeiger" ist nicht einfach nur ein nick - siehe:
www.die-wegbeschreibung.de
Robert M. Franz (RMF)
02-25-2009, 12:12 PM
Hallo hermann
wegzeiger wrote:
[..]
>> neues Dateiformat und vor allem die neue Oberfläche dürften
>> hauptverantwortlich sein dafür.
>
> Das spricht doch dann gegen die These, dass Word 2007 viel intuitiver zu
> bedienen ist, als seine Vorgänger. "Intuitiv bedienbar" bedeutet für
> mich: selbsterklärend einsetzbar - Programm starten und - nach einiger
> Eingewöhnung - einfach drauflos schreiben. Aber das ist mit Word 2007
> nicht möglich. Ich helfe vielen Mit-Pensionären, aber noch nie - trotz
> des dicken Buches von Microsoft dazu - habe ich auf Anhieb eine Option
> finden können.
meines Erachtens gibt es keine Software vom Komplexitätsgrad wie Word,
die "intuitiv bedienbar" ist.
Aber Du wirst auch in Word 2003 oder früher kaum viel Freude haben, wenn
Du irgendjemand einfach drauflos schreiben lässt. Ausser, Du bist damit
zufrieden, dass die Schreiber Word nutzen wie eine "RTF-Schreibmaschine"
(was natürlich vorkommt).
Dass viele Fragen in Foren und Newsgroups zur neuen Oberfläche kommen,
ist ganz normal: die Leute haben sich, auf welchem Level auch immer, an
das alte Interface gewöhnt, und das neue ist erst einmal ganz anders. Ob
der Ribbon per so mehr oder weniger intuitiv ist als die vielleicht 40
Toolbars von früher, kannst Du nie damit prüfen, indem Du Benutzer
hernimmst, die das alte System schon kannten, und vor das neue setzen --
da wirst Du immer viel Klagen hören. :-)
Viele der Überlegungen, die zum Ribbon hin geführt haben, kann ich
durchaus nachvollziehen: die alte UI war überladen mit Toolbars und
Taspanes, da liess sich einfach nicht mehr viel machen. Ein hoher
Prozentsatz an Wünschen nach neuer Funktionalität war in Tat und
Wahrheit bereits in der Software drin -- die Benutzer haben sie schlicht
nicht gefunden. In dieser Beziehen leistet der Ribbon m.E. schon einiges.
Gruss
Robert
---> er ist durch "normalsterbliche" Benutzer nicht mehr mit Bordmitteln
anpassbar, das ist mein grösster "Pain Point" ... :-)
--
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wegzeiger
02-25-2009, 01:08 PM
Robert M. Franz (RMF) schrieb:
> Hallo hermann
>
> wegzeiger wrote:
> [..]
> meines Erachtens gibt es keine Software vom Komplexitätsgrad wie Word,
> die "intuitiv bedienbar" ist.
>
Dann sollte es die Werbung auch nicht behaupten.
> Aber Du wirst auch in Word 2003 oder früher kaum viel Freude haben, wenn
> Du irgendjemand einfach drauflos schreiben lässt. Ausser, Du bist damit
> zufrieden, dass die Schreiber Word nutzen wie eine "RTF-Schreibmaschine"
> (was natürlich vorkommt).
>
In unserer Umgebung hier helfe ich vielen älteren Mitbürgern beim
Erlernen der Programme / resp. dem Umgang mit dem PC. Könnte bei mir
persönlich noch von einer gewissen Gewöhnungsblindheit die Rede sein,
dann sicherlich nicht bei meinen "Klienten". Seinerzeit bin ich vom
Commodore 128 auf einen IBM-PC umgestiegen - und konnte WORD auf Anhieb
- bis auf wenige Ausnahmen - intuitiv bedienen.
Zweimal kam es jetzt vor, dass einige aus der Riege mich baten, die
mitgelieferte Software zu installieren, insbesondere WORD 7. Bereits
nach kurzer Zeit, nachdem sie mehrmals bei mir nachgefragt hatten,
hatten sie keinen anderen Wunsch, als das Entfernen dieser Probe. Bei
diesen Leuten konnte keinesfalls von Gewöhnungsblinheit gesprochen
werden, dazu hatten sie die Vorversion zu selten benutzt.
> Dass viele Fragen in Foren und Newsgroups zur neuen Oberfläche kommen,
> ist ganz normal: die Leute haben sich, auf welchem Level auch immer, an
> das alte Interface gewöhnt, und das neue ist erst einmal ganz anders. Ob
> der Ribbon per so mehr oder weniger intuitiv ist als die vielleicht 40
> Toolbars von früher, kannst Du nie damit prüfen, indem Du Benutzer
> hernimmst, die das alte System schon kannten, und vor das neue setzen --
> da wirst Du immer viel Klagen hören. :-)
>
Nach meinem Gefühl (ich habe das nicht beigehalten) gab es zu Word 2000
sehr viel weniger Nachfragen zur Bedienung. Aber natürlich kann ich mich
täuschen - als älterer Mitmensch vergisst man schon mal das eine oder
andere.
> Viele der Überlegungen, die zum Ribbon hin geführt haben, kann ich
> durchaus nachvollziehen: die alte UI war überladen mit Toolbars und
> Taspanes, da liess sich einfach nicht mehr viel machen. Ein hoher
> Prozentsatz an Wünschen nach neuer Funktionalität war in Tat und
> Wahrheit bereits in der Software drin -- die Benutzer haben sie schlicht
> nicht gefunden. In dieser Beziehen leistet der Ribbon m.E. schon einiges.
>
> Gruss
> Robert
> ---> er ist durch "normalsterbliche" Benutzer nicht mehr mit Bordmitteln
> anpassbar, das ist mein grösster "Pain Point" ... :-)
Es wäre von Beginn an klüger gewesen, nicht auf alle Wünsche zu hören
und aus Word eine eierlegende Wollmilchsau zu machen. Hätte man dieser
Versuchung widerstanden, bräuchte das Programmm viel weniger
Einarbeitung und auch Pflege. Damals war doch kein Wettbewerberprodukt
erkennbar, dass Word den Rang hätte ablaufen können. somit war es auch
nicht unbedingt notwendig, soviel "hineinzuzaubern". Man hätte seitens
MS abwarten können, was der Mitwettbewerber anbietet, um dann darauf
entsprechend zu reagieren. Aber das war dem Bill wohl zu wenig - er
wollte die absolute Herrschaft.
Hermann
-wegzeiger-
--
"wegzeiger" ist nicht einfach nur ein nick - siehe:
www.die-wegbeschreibung.de
Lisa Wilke-Thissen
02-25-2009, 02:22 PM
Hallo Hermann,
"wegzeiger" schrieb
> Es wäre von Beginn an klüger gewesen, nicht auf alle Wünsche zu hören und
> aus Word eine eierlegende Wollmilchsau zu machen. Hätte man dieser
> Versuchung widerstanden, bräuchte das Programmm viel weniger Einarbeitung
> und auch Pflege. Damals war doch kein Wettbewerberprodukt erkennbar, dass
> Word den Rang hätte ablaufen können.
WordPerfect war "damals" in mancher Hinsicht das bessere Programm, auf jeden
Fall für den professionellen Einsatz.
Im privaten Bereich wäre für viele Anwender WordPad ausreichend, was im
Lieferumfang von Windows enthalten ist, oder Works (ebenfalls kostenlos).
Aber die meisten Anwender wollen sich damit nicht zufrieden geben - auch
wenn sie Word eigentlich nur als erweiterte Schreibmaschine nutzen. Das
Programm soll immer mehr können, aber gleichzeitig immer leichter zu
bedienen sein - sozusagen Gedanken lesen können.
--
Viele Grüße
Lisa
MS MVP Word
Rainer H. Rauschenberg
02-25-2009, 02:23 PM
On 2009-02-25, Robert M. Franz (RMF) <robert.franz*mvps.org> wrote:
> Viele der Überlegungen, die zum Ribbon hin geführt haben, kann ich
> durchaus nachvollziehen: die alte UI war überladen mit Toolbars und
> Taspanes, da liess sich einfach nicht mehr viel machen.
Bei mir nicht. Wobei schon von Word 97 nach 2003 ein Rückschritt war --
statt eines Dialoges, bei dem ich weiss, wie ich weiterkomme (und wo ich
schnell mit der Tastatur durchkomme) kriege ich bei Format Formatvorlage
jetzt so eine Arbeitsflächeneinengung, in der ich nichts vernünftig
erkenne und die es mir maximal schwer macht zu der Stelle vorzudringen,
an der ich die Formatvorlage ändern kann. Auf diesem Weg ist man zu den
Ribbons konsequent weitergegangen.
Rainer H. Rauschenberg
02-25-2009, 02:25 PM
On 2009-02-25, wegzeiger <wegzeiger*onlinehome.de> wrote:
> Robert M. Franz (RMF) schrieb:
>> Hallo hermann
>>
>> wegzeiger wrote:
>> [..]
>
>> meines Erachtens gibt es keine Software vom Komplexitätsgrad wie Word,
>> die "intuitiv bedienbar" ist.
>
> Dann sollte es die Werbung auch nicht behaupten.
Ja, sicher. Aber wie man sehen kann, wenn man bei Microsoft verfasste
Word-Dokumente in die Finger kriegt, ist der typische dortige
Mitarbeiter auch nicht fähig die hauseigene Textverarbeitung korrekt zu
bedienen.
Robert M. Franz (RMF)
02-26-2009, 10:26 AM
wegzeiger wrote:
[..]
>> meines Erachtens gibt es keine Software vom Komplexitätsgrad wie Word,
>> die "intuitiv bedienbar" ist.
>
> Dann sollte es die Werbung auch nicht behaupten.
da hörst Du von mir keinen Widerspruch ... :-)
[..]
> Zweimal kam es jetzt vor, dass einige aus der Riege mich baten, die
> mitgelieferte Software zu installieren, insbesondere WORD 7. Bereits
> nach kurzer Zeit, nachdem sie mehrmals bei mir nachgefragt hatten,
> hatten sie keinen anderen Wunsch, als das Entfernen dieser Probe. Bei
> diesen Leuten konnte keinesfalls von Gewöhnungsblinheit gesprochen
> werden, dazu hatten sie die Vorversion zu selten benutzt.
Gut möglich, dass ältere Einsteiger mit einer auto-adaptiven Oberfläche
nicht besonders gut zurecht kommen. Ich bin auch heute noch mit dem
alten Interface (2000 oder 2003) "schneller" in Word, weil ich gewisse
Einstellungen/Dialoge schneller zur Hand hab. Andererseits merke ich in
Excel oder PowerPoint, dass ich gewisse Features finde, die auch in den
Vorversionen schon drin waren, von denen ich keine Ahnung hatte, dass es
sie gibt. Der Ribbon macht diese Dinge besser "entdeckbar" für den
gelegentlichen Benutzer.
[..]
> Nach meinem Gefühl (ich habe das nicht beigehalten) gab es zu Word 2000
> sehr viel weniger Nachfragen zur Bedienung.
Klar, aber das hatte auch keine geänderte Oberfläche.
[..]
> Es wäre von Beginn an klüger gewesen, nicht auf alle Wünsche zu hören
> und aus Word eine eierlegende Wollmilchsau zu machen. Hätte man dieser
> Versuchung widerstanden, bräuchte das Programmm viel weniger
> Einarbeitung und auch Pflege. Damals war doch kein Wettbewerberprodukt
> erkennbar, dass Word den Rang hätte ablaufen können. somit war es auch
> nicht unbedingt notwendig, soviel "hineinzuzaubern". Man hätte seitens
> MS abwarten können, was der Mitwettbewerber anbietet, um dann darauf
> entsprechend zu reagieren. Aber das war dem Bill wohl zu wenig - er
> wollte die absolute Herrschaft.
Word musste selber anderen Programmen "den Rang ablaufen" (WordPerfect,
z.B.). Da waren neue Features sicher auch wichtig. Über die allermeisten
Entscheide, die getroffen worden sind, bzw. die dahinter liegenden
Gründe, können wir ohnehin nur spekulieren.
Gruss
Robert
--
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