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| Newsgroup de.rec.kunst.misc Darstellende, bildende und sonstige Kunst allgemein. |
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#1
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Kuckuck!
Die NG scheint ausgestorben zu sein, aber vielleicht liest es noch jemand. Heute abend gab es auf dem ZDF-Theaterkanal den Film "Basquiat" über den New Yorker Künstler, der aus der Gosse in die Glamour-Welt der Kunstszene kam und an ihr (wirklich?) zerbrach. Nichts von allem, was ich von ihm kenne, spricht mich auch nur halbwegs an, aber das ist jetzt nicht mein Thema. Anfang der 80er Jahre war die Pop Art fast erledigt und befriedigte den Kunstmarkt nicht mehr. Man lechzte nach Neuem, was z.B. den Schmierern der "Neuen Wilden" ihre Chance gab. Vielleicht ist es so richtiger ausgedrückt: Wir wollen mal schmieren, das gab es noch nicht und ist deshalb vielleicht das rechte Mittel, Knete abzugreifen. So kam der Farbige Basquiat gerade recht, denn die hochbezahlte Kunst war bis dato ausschließlich weiß gewesen. Die Society schmückte sich mit einem Underdog, ein Novum und somit völlig im Trend. Er zerbrach also möglicherweise nicht an seinem Erfolg, sondern an seiner Unfähigkeit, ihn zu handhaben (Tod durch einen Goldenen Schuss). Gestern brachte Arte den Beitrag "Super Art Market", der versuchte, die Einflüsse der neuen wirtschaftlichen Situation in der vielbesungenen "Krise" auf die Kunst zu beleuchten. Nun ja, die meisten Reichen sind noch immer reich, aber vorsichtiger. Könnte es sein, dass der Kunstmarkt (in "Basquiat" total meschugge, in "Super Art Market" etwas realistischer) allmählich zur Besinnung kommt? Oder anders gefragt: Hätte Beuys demnächst noch eine Chance? -- Tschüs! Arnulf |
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#2
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Arnulf Sopp <barney*maaaddin.de> wrote in
news:1cn84jo6teqsm.dlg*news.hacktory.de: Hallo! > Hätte Beuys demnächst noch eine Chance? > Nein, es schockt nicht mehr. Gruß, EAK |
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#3
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Am Thu, 19 Nov 2009 15:00:59 +0100 schrieb Erich A. Kremer:
>> Hätte Beuys demnächst noch eine Chance? > > Nein, es schockt nicht mehr. Heute (gestern) abend gab es auf Arte die Sendung "Die Millionenblase". Da konnte man verfolgen, wie sich die Kunst in den Zeiten, als es finanziell noch möglich war, prostituierte. Jeder Scheiß wurde gekauft, jeder Preis bezahlt, 2stellige Millionenbeträge waren keine Seltenheit. Jemand meinte, die Milliarde für ein Kunstwerk sei in Sicht. Zwar meinen die Käufer von Dreck vermutlich noch immer, sie hätten eine Säule der abendländischen Kultur in ihrem Besitz (falls sie nicht gezwungen waren, ihn mit Verlust zu verticken), aber evtl. besinnt sich die Welt der Kulturverbraucher auch mal wieder auf Qualität (und lässt sich vielleicht nicht von Bankern, sondern von Fachleuten beraten). Ich bin ja unverbesserlicher Optimist: Evtl. muss Jonathan Meese demnächst arbeiten und gottbehüte gar sein Gehirn aktivieren. Als unverbesserlicher Optimist gehe ich mal davon aus, dass er eins hat, wenngleich er das bislang geschickt zu verbergen wusste. -- Tschüs! Arnulf |
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#4
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Arnulf Sopp <barney*maaaddin.de> wrote in
news:mx5bjahuytcs.dlg*news.hacktory.de: Hallo! > Ich bin ja unverbesserlicher Optimist: Evtl. muss Jonathan > Meese demnächst arbeiten und gottbehüte gar sein Gehirn > aktivieren. Einige seiner Arbeiten haben durchaus eine gewisse Qualiät oder sind zumindest interessant. Das Problem sind die geldgierigen Agenten und Galeristen, die der Menge wegen jeden Dreck, den er produziert ausstellen. Ein guter Galerist sagt einem Künstler klipp und klar; hör' mal, du säufst zu viel, man sieht das deinen Arbeiten an, das meiste davon ist Abfall. Und jetzt stellt sich die Frag: Gibt es noch gute Galeristen? Gruß, EAK |
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#5
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Am Fri, 20 Nov 2009 03:37:58 +0100 schrieb Erich A. Kremer:
> Gibt es noch gute Galeristen? Es gibt noch Geld. Mit seiner Verknappung kommt jedoch die Kunstwelt evtl. wieder ins Lot, Spinner werden vielleicht vernünftig, Anleger wählen vielleicht lieber Grundstücke als Kunst (oder was sie bisher inkompetenterweise dafür hielten). Und Jonathan Meese wird evtl. Tierpfleger, was er im Grunde seines Herzens schon ist. Dann käme er nach seinen Fähigkeiten auf das Niveau, das ich für ihn als realistisch ansehe. (Nichts gegen Tierpfleger!) Er plädiert für eine Diktatur der Kunst. Ich bevorzuge eine Diktatur des Hirns. Oder richtiger: einen nicht diktatorischen Konsens etlicher kompetenter Hirne, die wir alle auswählten. Seins gehört nicht dazu (schon wieder oute ich mich als unverbesserlicher Optimist, denn ich unterstelle ihm naiverweise einfach eins). -- Tschüs! Arnulf |
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#6
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Arnulf Sopp <barney*maaaddin.de> wrote in
news:x4afncjcmiyh.dlg*news.hacktory.de: > Er plädiert für eine Diktatur der Kunst. Eine Erbswurst als Kanzlerin stelle ich mir aber irgendwie recht intelligent vor. Weiß auch nicht, warum. |
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