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Newsgroup de.soc.weltanschauung.christentum Fragen zum Christentum allgemein.

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  #1  
Alt 10-18-2009, 10:07 PM
Jacques
 
Beiträge: n/a
Standard Über die Unversöhnlichkeit Wissenschaft und Religion

Um sich dem Zeitgeist anzupassen, versucht so mancher Theologe
heutzutage die Religion mit der Wissenschaft zu versöhnen. Das ist
meiner Ansicht nach ein hoffnungsloses Unterfangen, denn:

Das oberste Gebot jeder Religion lautet: "Glaube und zweifle nicht."

Dagegen steht das oberste Gebot der Wissenschaft: "Glaube niemandem
aufs Wort, sondern fordere Beweise und überprüfe diese so gut es
irgend geht."

Also muss man sich entweder für das eine oder das andere entscheiden,
ein Mittelweg scheint mir ausgeschlossen.

Gruß
Jacques
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  #2  
Alt 10-18-2009, 10:33 PM
borgir
 
Beiträge: n/a
Standard Re: Über die Unversöhnlichkeit Wissenschaft und Religion


"Jacques" <jakobmay*googlemail.com> schrieb im Newsbeitrag
news:1793e4b9-89ce-4392-a151-7d4ac72239e9*w19g2000yqk.googlegroups.com...
>Um sich dem Zeitgeist anzupassen, versucht so mancher Theologe
>heutzutage die Religion mit der Wissenschaft zu versöhnen. Das ist
>meiner Ansicht nach ein hoffnungsloses Unterfangen, denn:


>Das oberste Gebot jeder Religion lautet: "Glaube und zweifle nicht."


>Dagegen steht das oberste Gebot der Wissenschaft: "Glaube niemandem
>aufs Wort, sondern fordere Beweise und überprüfe diese so gut es
>irgend geht."


>Also muss man sich entweder für das eine oder das andere entscheiden,
>ein Mittelweg scheint mir ausgeschlossen.



Keine Wissenschaft ohne konditionierte Arbeitsroboter.


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  #3  
Alt 10-18-2009, 11:29 PM
norbert baude
 
Beiträge: n/a
Standard Re: Über die Unversöhnlichkeit Wissenschaft und Religion

Jacques schrieb:
> Um sich dem Zeitgeist anzupassen, versucht so mancher Theologe
> heutzutage die Religion mit der Wissenschaft zu versöhnen. Das ist
> meiner Ansicht nach ein hoffnungsloses Unterfangen, denn:
>
> Das oberste Gebot jeder Religion lautet: "Glaube und zweifle nicht."
>
> Dagegen steht das oberste Gebot der Wissenschaft: "Glaube niemandem
> aufs Wort, sondern fordere Beweise und überprüfe diese so gut es
> irgend geht."
>
> Also muss man sich entweder für das eine oder das andere entscheiden,
> ein Mittelweg scheint mir ausgeschlossen.
>

Aber, aber Herr Jacques,

Du wirst Dich doch nicht mit dem Papst Benedikt XVI. höchstpersönlich
anlegen wollen, der in seiner berühmt- berüchtigten Regensburger Rede
und in ständig neu erscheinenden Büchern (hat der eigentlich nichts
Anderes zu tun?) nicht nur seinen Schäflein, sondern auch den Muslims
und den Menschen überhaupt die Leviten gelesen und ja fast ex cathedra
verkündet hat, dass Glaube und Vernunft vereinbar seien? Und hat nicht
die bürgerliche Presse seine höchste Tiefe bejubelt?
Dass er dabei einen vorkantianischen Vernunftbegriff verwendet und
überhaupt Sinn und Zweck verwechselt, sei´s drum: Religion ist
vernünftig, weil sie Sozialisation und Moral erleichtert, den Staat
stabilisiert und den Verlierern, Opfern und allen, die unter die Räder
dieser Scheißwelt gekommen sind, Trost, Hoffnung und Halt bietet.
Dass Zweckrationalismus mit Vernunft nicht identisch ist, ebensowenig
wie Plausibilität mit Kausalität oder Vernunft mit Verstand, ist doch
egal, merkt ja (fast) keiner. Also kann man getrost behaupten,
Wissenschaft und Religion seien vereinbar. Der Zweck heiligt die Mittel
und Frau Wahrheit hat sich gefälligst ins letzte Glied zu begeben.

Gruß Norbert
--
"Wenn du einen Blinden ins Kino mitnimmst, achte darauf, dass es ein
Stummfilm ist." (Buster Keaton)
Mit Zitat antworten
  #4  
Alt 10-19-2009, 06:32 AM
pacifico
 
Beiträge: n/a
Standard Re: Über die Unversöhnlichkeit Wissenschaft und Religion


"Jacques" <jakobmay*googlemail.com> schrieb im Newsbeitrag
news:1793e4b9-89ce-4392-a151-7d4ac72239e9*w19g2000yqk.googlegroups.com...
> [...]
> Das oberste Gebot jeder Religion lautet: "Glaube und zweifle nicht."

[...]

Anscheinend hast Du die christliche Religion vergessen.
Deren oberstes Gebot lautet nämlich: Liebe Gott und deinen Nächsten!

Gruß pacifico

Mit Zitat antworten
  #5  
Alt 10-19-2009, 06:53 AM
Horst-D.Winzler
 
Beiträge: n/a
Standard Re: Über die Unversöhnlichkeit Wissenschaft und Religion

pacifico schrieb:
> "Jacques" <jakobmay*googlemail.com> schrieb im Newsbeitrag
> news:1793e4b9-89ce-4392-a151-7d4ac72239e9*w19g2000yqk.googlegroups.com...
>> [...]
>> Das oberste Gebot jeder Religion lautet: "Glaube und zweifle nicht."

> [...]
>
> Anscheinend hast Du die christliche Religion vergessen.
> Deren oberstes Gebot lautet nämlich: Liebe Gott und deinen Nächsten!
>
> Gruß pacifico
>


Und warum nicht DEINE Nächste?

--
mfg hdw
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  #6  
Alt 10-19-2009, 07:51 AM
Peter Zander
 
Beiträge: n/a
Standard Re: Über die Unversöhnlichkeit Wissenschaft und Religion

Jacques <jakobmay*googlemail.com> schrieb am Sun, 18 Oct 2009 14:07:26
-0700 (PDT):

>Um sich dem Zeitgeist anzupassen, versucht so mancher Theologe
>heutzutage die Religion mit der Wissenschaft zu versöhnen. Das ist
>meiner Ansicht nach ein hoffnungsloses Unterfangen, denn:
>
>Das oberste Gebot jeder Religion lautet: "Glaube und zweifle nicht."
>
>Dagegen steht das oberste Gebot der Wissenschaft: "Glaube niemandem
>aufs Wort, sondern fordere Beweise und überprüfe diese so gut es
>irgend geht."
>
>Also muss man sich entweder für das eine oder das andere entscheiden,
>ein Mittelweg scheint mir ausgeschlossen.


Ein Mittelweg erscheint mir nach meiner Meinung vor allem dann
ausgeschlossen, wenn Menschen das glauben, was der größte
Scheinheiligenverein der Erde im JETZT (1992) in den Katechismus der
Katholischen Kirche hineingelogen hat:

"Gott ist in sich unendlich vollkommen" (KKK 1)

und

"Alles, was ihm gefällt, das vollbringt er" (KKK 268)

Demnach würde alles, was an Leid auf dieser Erde geschieht, diesem
unendlich vollkommenen Gott gefallen. Die größte Hirnrissigkeit aber,
die verbrecherische Religionsmacher ihren Schäfchen als Glaube
abverlangen, ist, dass ein in sich unendlich vollkommener Gott
überhaupt etwas erschaffen hat - denn unendliche Vollkommenheit wäre
nach der ganz einfachen Logik weder zu steigern noch zu reduzieren -
sonst wäre es keine unendliche Vollkommenheit.

Aber logisch und vor allem kritisch sollen die Schäfchen auch nicht
denken, sonst würden sie selbst erkennen, dass ein selbstbekennender
Säuglings- und Kindermassenmörder (2. Mos. 12, 29) kein lieber Gott
sein kann und der denkbar sadistischste Richter nach eigenen Drohungen
(Matth. 25, 41-46) kein Liebesfürst.

Peter Zander


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  #7  
Alt 10-19-2009, 07:51 AM
Peter Zander
 
Beiträge: n/a
Standard Re: Über die Unversöhnlichkeit Wissenschaft und Religion

"pacifico" <santepIab*freenet.de> schrieb am Mon, 19 Oct 2009 07:32:10
+0200:

>Anscheinend hast Du die christliche Religion vergessen.
>Deren oberstes Gebot lautet nämlich: Liebe Gott und deinen Nächsten!


Laut Bibel liebt Dein Gott nicht die Menschen, die andere Götter
anbeten? Solche Menschen befahl er ultimativ massenhaft abschlachten -
alle Säuglinge, Kinder, Frauen und Männer von 6 Völkern anderer Kultur
und Religion (5. Mos. 20. 16-18)

Die Minderwertigkeit dieses nach meiner Meinung von berechnenden
Machtmenschen zur schieren Angsterzeugung erfundenen Götzen geht so
weit, sich laut seinem wichtigsten Gesetzeswerk, den Zehn Geboten, an
völlig unschuldigen Kindern bis in die 4. Generation rächen zu wollen,
nur weil ein Vorfahre anderen Göttern geopfert hat.

Kannst Du uns aus Deiner pazifistischen Sicht sagen, was der Glaube an
diesen giftigsten Feind der Religionsfreiheit, Rassisten und
Rachegötzen Positives für das menschliche Miteinander beitragen
könnte, wenn dieses weiterführende Miteinander durch den
Weltmissionsbefehl (Matth. 28, 19+20) einzig auf die Gläubigen an den
Dreifaltigen Gott aus dem NT ausgerichtet war? Landen die, die nicht
an Jesus glauben können, nicht in der Hölle, wie das in 2. Kor. 4, 3+4
in Verbindung damit angekündigt wird:

"Wenn jemand das Tier und sein Bild anbetet und ein Malzeichen annimmt
an seine Stirn oder an seine Hand, so wird auch er trinken vom Wein
des Grimmes Gottes, der unvermischt im Kelch seines Zornes bereitet
ist; und er wird mit Feuer und Schwefel gequält werden vor den
heiligen Engeln und vor dem Lamm. Und der Rauch ihrer Qual steigt auf
in alle Ewigkeit; und sie haben keine Ruhe Tag und Nacht, die das Tier
und sein Bild anbeten, und wenn jemand das Malzeichen seines Namens
annimmt." (Apk. 14, 9-11)

Und wie ist es für Dich in Einklang zu bringen, einen Erlöser
anzubeten, der auf alle Ewigkeit dabei zuschaut, wenn die Menschen
Höllenqualen erleiden, denen das Gottesgeschöpf Satan das Erkennen des
Lichtglanzes des Evangeliums von der Herrlichkeit des Christus, der
Gottes Bild ist, unmöglich gemacht hat?

Peter Zander


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  #8  
Alt 10-19-2009, 08:09 AM
Volker Birk
 
Beiträge: n/a
Standard Re: Über die Unversöhnlichkeit Wissenschaft und Religion

In de.sci.philosophie Jacques <jakobmay*googlemail.com> wrote:
> Um sich dem Zeitgeist anzupassen, versucht so mancher Theologe
> heutzutage die Religion mit der Wissenschaft zu versöhnen. Das ist
> meiner Ansicht nach ein hoffnungsloses Unterfangen, denn:
> Das oberste Gebot jeder Religion lautet: "Glaube und zweifle nicht."
> Dagegen steht das oberste Gebot der Wissenschaft: "Glaube niemandem
> aufs Wort, sondern fordere Beweise und überprüfe diese so gut es
> irgend geht."
> Also muss man sich entweder für das eine oder das andere entscheiden,
> ein Mittelweg scheint mir ausgeschlossen.


Zur Klärung dieser Frage muss man sich IMHO erst der Grenzen der
Wissenschaft bewusst werden. Der Neopositivismus, dem ich nahestehe,
unterlässt metaphysische Aussagen. Wir können also noch mit einem
rationalistischen Wissenschaftsbegriff argumentieren. Wenn dann könnte
also Naturwissenschaft kollidieren, die Strukturwissenschaften machen
keine metaphysischen Aussagen, die Geisteswissenschaften
betreiben Anthropologie, wären also thematisch nicht zuständig, da die
Ursprungsfragen nicht Teil der Anthropologie, sondern wiederum der
Naturwissenschaft sind.

Naturwissenschaft hat keinen holistischen Erkenntnisanspruch.
Naturwissenschaft beschäftigt sich ausschliesslich mit wiederholbaren
Phänomenen, es gibt also keine Beschäftigung mit Einzelereignissen
(falls man solche annimmt).

Sollte es also einen Gott und Wunder geben, platt gesagt, beschäftigt
sich Wissenschaft nicht damit. Wissenschaft würde sich erst dann mit
Gott und Wundern beschäftigen, wenn man diese reproduzierbar erkennen
könnte - wenn sie Physik wären.

Religion kollidiert allerdings an einer ganz entscheidenden Stelle mit
jeder vernünftigen Wissenschaftstheorie: jede solche muss ihre Modelle
klar halten. Dafür wählt sie aus den möglichen Modellen jeweils ein
möglichst einfaches.

Und das bedeutet, dass jede vernünftige Naturwissenschaft Ockhams
Rasiermesser anwendet: wenn mehrere Modelle denkbar sind, so wird das
einfachste genommen, das mit den schwächsten Zusatzannahmen.

Oder, wieder platt gesagt: solange es keinen Nachweis für einen Gott
gibt, warum einen annehmen? Dann lässt man den halt weg aus dem Modell.

Es gibt ganz einfach keinen vernünftigen Grund, einen Gott anzunehmen,
aber einen vernünftigen Grund, ihn erst dann anzunehmen, wenn er Physik
ist.

Das ist der Punkt, in dem Wissenschaft eben völlig agnostisch ist. Nicht
jedoch atheistisch, übrigens: Wissenschaft erfordert keinesfalls zu
glauben, dass es etwa sicher keinen Gott gäbe. Sie sieht nur keinerlei
Grund, einen anzunehmen, und bis sich das ändert, lässt sie ihn weg.

Insofern ist Wissenschaft das echte Gegenteil von Glaube (wenn auch
nicht von Religion): sie glaubt eben nicht.

Man kann jetzt, wenn man einen Rationionalismus pflegt, problemlos einer
Religion frönen AFAICS:

Man nimmt aus unwissenschaftlichen Gründen einen Gott an. Das kollidiert
nicht mit der Wissenschaft, solange man sich dabei nicht bei den
wissenschaftlichen Erkenntnissen beeinflussen lässt. Aus denselben
Gründen kann man als Rationalist Atheist sein. Übrigens halte ich
Theologie deshalb für eine Pseudowissenschaft.

Als Neopositivist, fürchte ich, kann man weder einer Religion, einem
Gauben angehören, noch Atheist sein: Die Grundlage der Haltung ist
Agnosis, entsprechend ist man Agnostiker oder kein Neopositivist.

Viele Grüsse,
VB.
--
Bitte beachten Sie auch die Rückseite dieses Schreibens!
Mit Zitat antworten
  #9  
Alt 10-19-2009, 10:10 AM
As Below
 
Beiträge: n/a
Standard Re: Über die Unversöhnlichkeit Wissenschaft und Religion

In article
<1793e4b9-89ce-4392-a151-7d4ac72239e9*w19g2000yqk.googlegroups.com>,
Jacques <jakobmay*googlemail.com> wrote:

> Um sich dem Zeitgeist anzupassen, versucht so mancher Theologe
> heutzutage die Religion mit der Wissenschaft zu versöhnen.


Naja, andererseits versuchen auch viele (religioese) Wissenschaftler
ihr Tun in Religion zu verorten.

> Das ist
> meiner Ansicht nach ein hoffnungsloses Unterfangen, denn:


Das eine hat mit dem anderen gar nichts zu tun.
Das eine richtet sich an die Beherrschung der Natur und ihrer Kraefte
und Resourcen, das andere richtet sch an den menschlichen Geist, und die
Kontrolle der verstandeskraefte und emotionen.

Nur zu verstaendlich ist es, dass der eine oder die andere darin fuer
sich widersprueche entdecken - besonders hinsichtlich der Mythen und
Legenden auf welche viel Religion baut - und andererseits kann man aus
Religion sehr viel "Rechtfertigung" fuer das eigene Verhalten und die
eigenen Ansprueche an die Welt und das Leben erwirtschaften.

> Das oberste Gebot jeder Religion lautet: "Glaube und zweifle nicht."


mhmm, noe, eigentlich nicht.
Ver-zweifle nicht waere eigentlich das Motto, wenn es sich um ein
Angebot handelt. Wenn es sich nicht um ein unverbindliches angebot
handelt, dann ist es nicht Religion, sondern Macht-Missbrauch. Dieser
wiederum ist ja nun wirklich nicht auf Religion beschraenkt, sondern
wird auch auf "Wissenschaft" gegruendet.

Traditionell ist es allerdings einfacher dies auf Religion zu gruenden,
da die Menschen in "religioesem Denken" darin besser unterrichtet sind
als in "wissenschaftlichem Denken". Die Praegungen mit religioesen und
prae-religioesen Inhalten und Reflexen gehen auch tiefer, besitzen mehr
postulierende Kraft.
Dies hat sich zwar ein wenig veraendert in den letzten par Jahren, wird
aber natuerlich von all den Menschen unterdrueckt, die sich auf die
Gueltigkeit ihrer Praegungen und Normen verlassen, diese als
gesellschaftgestaltend zuverlaessig erfahren haben. Freiheit ist ja
nicht des Menschen Zweckbindung, sondern Sicherheit.

> Dagegen steht das oberste Gebot der Wissenschaft: "Glaube niemandem
> aufs Wort, sondern fordere Beweise und überprüfe diese so gut es
> irgend geht."


Tja, Falsifikation ist noch immer der Beste Weg eine Theorie oder
Prognose zu pruefen. Die Verifikation von Theorien ist ja auch in der
Materiellen Welt nicht immer einfach, und fuehrt ueber die, innerhalb der
Verifikations-Prozesses wachsend in Erscheinung tretenden "sonderfalle"
und Ausnahmen, meist zu einem infinitiven Regress - der dann nur durch
Beschluss eines Dogmas beendet werden kann.

> Also muss man sich entweder für das eine oder das andere entscheiden,
> ein Mittelweg scheint mir ausgeschlossen.


Nein, man kann sich fuer beides entscheiden, wenn man die angestrebten
Ziele und Zwecke unterscheiden kann.

>
> Gruß
> Jacques


dito

f

--
it's just about music :
noch ein Download und so... (4.08)
http://www.freimanns-music.biz/
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  #10  
Alt 10-19-2009, 10:23 AM
peter van haag
 
Beiträge: n/a
Standard Re: Über die Unversöhnlichkeit Wissenschaft und Religion


"Jacques" <jakobmay*googlemail.com> schrieb im Newsbeitrag
news:1793e4b9-89ce-4392-a151-7d4ac72239e9*w19g2000yqk.googlegroups.com...
Um sich dem Zeitgeist anzupassen, versucht so mancher Theologe
heutzutage die Religion mit der Wissenschaft zu versöhnen. Das ist
meiner Ansicht nach ein hoffnungsloses Unterfangen, denn:

Das oberste Gebot jeder Religion lautet: "Glaube und zweifle nicht."

Dagegen steht das oberste Gebot der Wissenschaft: "Glaube niemandem
aufs Wort, sondern fordere Beweise und überprüfe diese so gut es
irgend geht."

Also muss man sich entweder für das eine oder das andere entscheiden,
ein Mittelweg scheint mir ausgeschlossen.


Nun, über die Entwicklung einer Religion über die Jahrhunderte gesehen,
werden immer wieder Zweifel eingebracht und damit die Religion modifiziert.
Das gilt nicht nur für die christlichen Religionen, sondern genauso gut für
heidnische Vorstellungen; hier kann man besonders gut beobachten, wie sich
Religionen mischten, sich veränderten, Riten vollzogen wurden, deren
Bedeutung man nicht mehr verstand usw. (die Römer haben zB fast die gesamte
griechische Mythologie geklaut und sie ihren Bedürfnissen angepasst.)

PvH

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