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| Newsgroup de.soc.weltanschauung.christentum Fragen zum Christentum allgemein. |
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#1
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Um sich dem Zeitgeist anzupassen, versucht so mancher Theologe
heutzutage die Religion mit der Wissenschaft zu versöhnen. Das ist meiner Ansicht nach ein hoffnungsloses Unterfangen, denn: Das oberste Gebot jeder Religion lautet: "Glaube und zweifle nicht." Dagegen steht das oberste Gebot der Wissenschaft: "Glaube niemandem aufs Wort, sondern fordere Beweise und überprüfe diese so gut es irgend geht." Also muss man sich entweder für das eine oder das andere entscheiden, ein Mittelweg scheint mir ausgeschlossen. Gruß Jacques |
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#2
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"Jacques" <jakobmay*googlemail.com> schrieb im Newsbeitrag news:1793e4b9-89ce-4392-a151-7d4ac72239e9*w19g2000yqk.googlegroups.com... >Um sich dem Zeitgeist anzupassen, versucht so mancher Theologe >heutzutage die Religion mit der Wissenschaft zu versöhnen. Das ist >meiner Ansicht nach ein hoffnungsloses Unterfangen, denn: >Das oberste Gebot jeder Religion lautet: "Glaube und zweifle nicht." >Dagegen steht das oberste Gebot der Wissenschaft: "Glaube niemandem >aufs Wort, sondern fordere Beweise und überprüfe diese so gut es >irgend geht." >Also muss man sich entweder für das eine oder das andere entscheiden, >ein Mittelweg scheint mir ausgeschlossen. Keine Wissenschaft ohne konditionierte Arbeitsroboter. |
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#3
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Jacques schrieb:
> Um sich dem Zeitgeist anzupassen, versucht so mancher Theologe > heutzutage die Religion mit der Wissenschaft zu versöhnen. Das ist > meiner Ansicht nach ein hoffnungsloses Unterfangen, denn: > > Das oberste Gebot jeder Religion lautet: "Glaube und zweifle nicht." > > Dagegen steht das oberste Gebot der Wissenschaft: "Glaube niemandem > aufs Wort, sondern fordere Beweise und überprüfe diese so gut es > irgend geht." > > Also muss man sich entweder für das eine oder das andere entscheiden, > ein Mittelweg scheint mir ausgeschlossen. > Aber, aber Herr Jacques, Du wirst Dich doch nicht mit dem Papst Benedikt XVI. höchstpersönlich anlegen wollen, der in seiner berühmt- berüchtigten Regensburger Rede und in ständig neu erscheinenden Büchern (hat der eigentlich nichts Anderes zu tun?) nicht nur seinen Schäflein, sondern auch den Muslims und den Menschen überhaupt die Leviten gelesen und ja fast ex cathedra verkündet hat, dass Glaube und Vernunft vereinbar seien? Und hat nicht die bürgerliche Presse seine höchste Tiefe bejubelt? Dass er dabei einen vorkantianischen Vernunftbegriff verwendet und überhaupt Sinn und Zweck verwechselt, sei´s drum: Religion ist vernünftig, weil sie Sozialisation und Moral erleichtert, den Staat stabilisiert und den Verlierern, Opfern und allen, die unter die Räder dieser Scheißwelt gekommen sind, Trost, Hoffnung und Halt bietet. Dass Zweckrationalismus mit Vernunft nicht identisch ist, ebensowenig wie Plausibilität mit Kausalität oder Vernunft mit Verstand, ist doch egal, merkt ja (fast) keiner. Also kann man getrost behaupten, Wissenschaft und Religion seien vereinbar. Der Zweck heiligt die Mittel und Frau Wahrheit hat sich gefälligst ins letzte Glied zu begeben. Gruß Norbert -- "Wenn du einen Blinden ins Kino mitnimmst, achte darauf, dass es ein Stummfilm ist." (Buster Keaton) |
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#4
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"Jacques" <jakobmay*googlemail.com> schrieb im Newsbeitrag news:1793e4b9-89ce-4392-a151-7d4ac72239e9*w19g2000yqk.googlegroups.com... > [...] > Das oberste Gebot jeder Religion lautet: "Glaube und zweifle nicht." [...] Anscheinend hast Du die christliche Religion vergessen. Deren oberstes Gebot lautet nämlich: Liebe Gott und deinen Nächsten! Gruß pacifico |
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#5
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pacifico schrieb:
> "Jacques" <jakobmay*googlemail.com> schrieb im Newsbeitrag > news:1793e4b9-89ce-4392-a151-7d4ac72239e9*w19g2000yqk.googlegroups.com... >> [...] >> Das oberste Gebot jeder Religion lautet: "Glaube und zweifle nicht." > [...] > > Anscheinend hast Du die christliche Religion vergessen. > Deren oberstes Gebot lautet nämlich: Liebe Gott und deinen Nächsten! > > Gruß pacifico > Und warum nicht DEINE Nächste? -- mfg hdw |
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#6
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Jacques <jakobmay*googlemail.com> schrieb am Sun, 18 Oct 2009 14:07:26
-0700 (PDT): >Um sich dem Zeitgeist anzupassen, versucht so mancher Theologe >heutzutage die Religion mit der Wissenschaft zu versöhnen. Das ist >meiner Ansicht nach ein hoffnungsloses Unterfangen, denn: > >Das oberste Gebot jeder Religion lautet: "Glaube und zweifle nicht." > >Dagegen steht das oberste Gebot der Wissenschaft: "Glaube niemandem >aufs Wort, sondern fordere Beweise und überprüfe diese so gut es >irgend geht." > >Also muss man sich entweder für das eine oder das andere entscheiden, >ein Mittelweg scheint mir ausgeschlossen. Ein Mittelweg erscheint mir nach meiner Meinung vor allem dann ausgeschlossen, wenn Menschen das glauben, was der größte Scheinheiligenverein der Erde im JETZT (1992) in den Katechismus der Katholischen Kirche hineingelogen hat: "Gott ist in sich unendlich vollkommen" (KKK 1) und "Alles, was ihm gefällt, das vollbringt er" (KKK 268) Demnach würde alles, was an Leid auf dieser Erde geschieht, diesem unendlich vollkommenen Gott gefallen. Die größte Hirnrissigkeit aber, die verbrecherische Religionsmacher ihren Schäfchen als Glaube abverlangen, ist, dass ein in sich unendlich vollkommener Gott überhaupt etwas erschaffen hat - denn unendliche Vollkommenheit wäre nach der ganz einfachen Logik weder zu steigern noch zu reduzieren - sonst wäre es keine unendliche Vollkommenheit. Aber logisch und vor allem kritisch sollen die Schäfchen auch nicht denken, sonst würden sie selbst erkennen, dass ein selbstbekennender Säuglings- und Kindermassenmörder (2. Mos. 12, 29) kein lieber Gott sein kann und der denkbar sadistischste Richter nach eigenen Drohungen (Matth. 25, 41-46) kein Liebesfürst. Peter Zander |
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#7
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"pacifico" <santepIab*freenet.de> schrieb am Mon, 19 Oct 2009 07:32:10
+0200: >Anscheinend hast Du die christliche Religion vergessen. >Deren oberstes Gebot lautet nämlich: Liebe Gott und deinen Nächsten! Laut Bibel liebt Dein Gott nicht die Menschen, die andere Götter anbeten? Solche Menschen befahl er ultimativ massenhaft abschlachten - alle Säuglinge, Kinder, Frauen und Männer von 6 Völkern anderer Kultur und Religion (5. Mos. 20. 16-18) Die Minderwertigkeit dieses nach meiner Meinung von berechnenden Machtmenschen zur schieren Angsterzeugung erfundenen Götzen geht so weit, sich laut seinem wichtigsten Gesetzeswerk, den Zehn Geboten, an völlig unschuldigen Kindern bis in die 4. Generation rächen zu wollen, nur weil ein Vorfahre anderen Göttern geopfert hat. Kannst Du uns aus Deiner pazifistischen Sicht sagen, was der Glaube an diesen giftigsten Feind der Religionsfreiheit, Rassisten und Rachegötzen Positives für das menschliche Miteinander beitragen könnte, wenn dieses weiterführende Miteinander durch den Weltmissionsbefehl (Matth. 28, 19+20) einzig auf die Gläubigen an den Dreifaltigen Gott aus dem NT ausgerichtet war? Landen die, die nicht an Jesus glauben können, nicht in der Hölle, wie das in 2. Kor. 4, 3+4 in Verbindung damit angekündigt wird: "Wenn jemand das Tier und sein Bild anbetet und ein Malzeichen annimmt an seine Stirn oder an seine Hand, so wird auch er trinken vom Wein des Grimmes Gottes, der unvermischt im Kelch seines Zornes bereitet ist; und er wird mit Feuer und Schwefel gequält werden vor den heiligen Engeln und vor dem Lamm. Und der Rauch ihrer Qual steigt auf in alle Ewigkeit; und sie haben keine Ruhe Tag und Nacht, die das Tier und sein Bild anbeten, und wenn jemand das Malzeichen seines Namens annimmt." (Apk. 14, 9-11) Und wie ist es für Dich in Einklang zu bringen, einen Erlöser anzubeten, der auf alle Ewigkeit dabei zuschaut, wenn die Menschen Höllenqualen erleiden, denen das Gottesgeschöpf Satan das Erkennen des Lichtglanzes des Evangeliums von der Herrlichkeit des Christus, der Gottes Bild ist, unmöglich gemacht hat? Peter Zander |
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#8
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In de.sci.philosophie Jacques <jakobmay*googlemail.com> wrote:
> Um sich dem Zeitgeist anzupassen, versucht so mancher Theologe > heutzutage die Religion mit der Wissenschaft zu versöhnen. Das ist > meiner Ansicht nach ein hoffnungsloses Unterfangen, denn: > Das oberste Gebot jeder Religion lautet: "Glaube und zweifle nicht." > Dagegen steht das oberste Gebot der Wissenschaft: "Glaube niemandem > aufs Wort, sondern fordere Beweise und überprüfe diese so gut es > irgend geht." > Also muss man sich entweder für das eine oder das andere entscheiden, > ein Mittelweg scheint mir ausgeschlossen. Zur Klärung dieser Frage muss man sich IMHO erst der Grenzen der Wissenschaft bewusst werden. Der Neopositivismus, dem ich nahestehe, unterlässt metaphysische Aussagen. Wir können also noch mit einem rationalistischen Wissenschaftsbegriff argumentieren. Wenn dann könnte also Naturwissenschaft kollidieren, die Strukturwissenschaften machen keine metaphysischen Aussagen, die Geisteswissenschaften betreiben Anthropologie, wären also thematisch nicht zuständig, da die Ursprungsfragen nicht Teil der Anthropologie, sondern wiederum der Naturwissenschaft sind. Naturwissenschaft hat keinen holistischen Erkenntnisanspruch. Naturwissenschaft beschäftigt sich ausschliesslich mit wiederholbaren Phänomenen, es gibt also keine Beschäftigung mit Einzelereignissen (falls man solche annimmt). Sollte es also einen Gott und Wunder geben, platt gesagt, beschäftigt sich Wissenschaft nicht damit. Wissenschaft würde sich erst dann mit Gott und Wundern beschäftigen, wenn man diese reproduzierbar erkennen könnte - wenn sie Physik wären. Religion kollidiert allerdings an einer ganz entscheidenden Stelle mit jeder vernünftigen Wissenschaftstheorie: jede solche muss ihre Modelle klar halten. Dafür wählt sie aus den möglichen Modellen jeweils ein möglichst einfaches. Und das bedeutet, dass jede vernünftige Naturwissenschaft Ockhams Rasiermesser anwendet: wenn mehrere Modelle denkbar sind, so wird das einfachste genommen, das mit den schwächsten Zusatzannahmen. Oder, wieder platt gesagt: solange es keinen Nachweis für einen Gott gibt, warum einen annehmen? Dann lässt man den halt weg aus dem Modell. Es gibt ganz einfach keinen vernünftigen Grund, einen Gott anzunehmen, aber einen vernünftigen Grund, ihn erst dann anzunehmen, wenn er Physik ist. Das ist der Punkt, in dem Wissenschaft eben völlig agnostisch ist. Nicht jedoch atheistisch, übrigens: Wissenschaft erfordert keinesfalls zu glauben, dass es etwa sicher keinen Gott gäbe. Sie sieht nur keinerlei Grund, einen anzunehmen, und bis sich das ändert, lässt sie ihn weg. Insofern ist Wissenschaft das echte Gegenteil von Glaube (wenn auch nicht von Religion): sie glaubt eben nicht. Man kann jetzt, wenn man einen Rationionalismus pflegt, problemlos einer Religion frönen AFAICS: Man nimmt aus unwissenschaftlichen Gründen einen Gott an. Das kollidiert nicht mit der Wissenschaft, solange man sich dabei nicht bei den wissenschaftlichen Erkenntnissen beeinflussen lässt. Aus denselben Gründen kann man als Rationalist Atheist sein. Übrigens halte ich Theologie deshalb für eine Pseudowissenschaft. Als Neopositivist, fürchte ich, kann man weder einer Religion, einem Gauben angehören, noch Atheist sein: Die Grundlage der Haltung ist Agnosis, entsprechend ist man Agnostiker oder kein Neopositivist. Viele Grüsse, VB. -- Bitte beachten Sie auch die Rückseite dieses Schreibens! |
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#9
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In article
<1793e4b9-89ce-4392-a151-7d4ac72239e9*w19g2000yqk.googlegroups.com>, Jacques <jakobmay*googlemail.com> wrote: > Um sich dem Zeitgeist anzupassen, versucht so mancher Theologe > heutzutage die Religion mit der Wissenschaft zu versöhnen. Naja, andererseits versuchen auch viele (religioese) Wissenschaftler ihr Tun in Religion zu verorten. > Das ist > meiner Ansicht nach ein hoffnungsloses Unterfangen, denn: Das eine hat mit dem anderen gar nichts zu tun. Das eine richtet sich an die Beherrschung der Natur und ihrer Kraefte und Resourcen, das andere richtet sch an den menschlichen Geist, und die Kontrolle der verstandeskraefte und emotionen. Nur zu verstaendlich ist es, dass der eine oder die andere darin fuer sich widersprueche entdecken - besonders hinsichtlich der Mythen und Legenden auf welche viel Religion baut - und andererseits kann man aus Religion sehr viel "Rechtfertigung" fuer das eigene Verhalten und die eigenen Ansprueche an die Welt und das Leben erwirtschaften. > Das oberste Gebot jeder Religion lautet: "Glaube und zweifle nicht." mhmm, noe, eigentlich nicht. Ver-zweifle nicht waere eigentlich das Motto, wenn es sich um ein Angebot handelt. Wenn es sich nicht um ein unverbindliches angebot handelt, dann ist es nicht Religion, sondern Macht-Missbrauch. Dieser wiederum ist ja nun wirklich nicht auf Religion beschraenkt, sondern wird auch auf "Wissenschaft" gegruendet. Traditionell ist es allerdings einfacher dies auf Religion zu gruenden, da die Menschen in "religioesem Denken" darin besser unterrichtet sind als in "wissenschaftlichem Denken". Die Praegungen mit religioesen und prae-religioesen Inhalten und Reflexen gehen auch tiefer, besitzen mehr postulierende Kraft. Dies hat sich zwar ein wenig veraendert in den letzten par Jahren, wird aber natuerlich von all den Menschen unterdrueckt, die sich auf die Gueltigkeit ihrer Praegungen und Normen verlassen, diese als gesellschaftgestaltend zuverlaessig erfahren haben. Freiheit ist ja nicht des Menschen Zweckbindung, sondern Sicherheit. > Dagegen steht das oberste Gebot der Wissenschaft: "Glaube niemandem > aufs Wort, sondern fordere Beweise und überprüfe diese so gut es > irgend geht." Tja, Falsifikation ist noch immer der Beste Weg eine Theorie oder Prognose zu pruefen. Die Verifikation von Theorien ist ja auch in der Materiellen Welt nicht immer einfach, und fuehrt ueber die, innerhalb der Verifikations-Prozesses wachsend in Erscheinung tretenden "sonderfalle" und Ausnahmen, meist zu einem infinitiven Regress - der dann nur durch Beschluss eines Dogmas beendet werden kann. > Also muss man sich entweder für das eine oder das andere entscheiden, > ein Mittelweg scheint mir ausgeschlossen. Nein, man kann sich fuer beides entscheiden, wenn man die angestrebten Ziele und Zwecke unterscheiden kann. > > Gruß > Jacques dito f -- it's just about music : noch ein Download und so... (4.08) http://www.freimanns-music.biz/ |
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#10
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"Jacques" <jakobmay*googlemail.com> schrieb im Newsbeitrag news:1793e4b9-89ce-4392-a151-7d4ac72239e9*w19g2000yqk.googlegroups.com... Um sich dem Zeitgeist anzupassen, versucht so mancher Theologe heutzutage die Religion mit der Wissenschaft zu versöhnen. Das ist meiner Ansicht nach ein hoffnungsloses Unterfangen, denn: Das oberste Gebot jeder Religion lautet: "Glaube und zweifle nicht." Dagegen steht das oberste Gebot der Wissenschaft: "Glaube niemandem aufs Wort, sondern fordere Beweise und überprüfe diese so gut es irgend geht." Also muss man sich entweder für das eine oder das andere entscheiden, ein Mittelweg scheint mir ausgeschlossen. Nun, über die Entwicklung einer Religion über die Jahrhunderte gesehen, werden immer wieder Zweifel eingebracht und damit die Religion modifiziert. Das gilt nicht nur für die christlichen Religionen, sondern genauso gut für heidnische Vorstellungen; hier kann man besonders gut beobachten, wie sich Religionen mischten, sich veränderten, Riten vollzogen wurden, deren Bedeutung man nicht mehr verstand usw. (die Römer haben zB fast die gesamte griechische Mythologie geklaut und sie ihren Bedürfnissen angepasst.) PvH |
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