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Newsgroup de.comm.software.mozilla.browser Browser mit der Netscape-Gecko-Engine.

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  #1  
Alt 11-06-2009, 03:57 AM
Burkhard Müller
 
Beiträge: n/a
Standard Der Streit um die Browserauswahl unter Win

Also ehrlich - so langsam finde ich die ganze Angelegenheit wie ein Gekloppe
um ein Sandförmchen auf dem Kinderspielplatz.
Habe gerade diesen Artikel gelesen: http://www.golem.de/0911/70981.html
Vor Jahren schon habe ich dem IE den Rücken zugekehrt, da mir die Mozilla-
Browser einfach mehr zusagten und ich außerdem meist auf der Seite der
OpenSource-Community stehe.
Aber was in dem Streit um Microsofts "Verdrahtung" des IE mit dem OS inzwischen
abgeht, ist nur noch eine Farce!
Da erklärt sich der marktführende OS-Hersteller (auf Druck irgendwelcher
fremden Firmen, die sich an die EU wenden) dazu bereit, bei der Installation
_seines_ OS auch ein Auswahlfenster für die Installation für die Browser
_fremder_ Anbieter zu implementieren - und es wird trotzdem bemängelt.
Microsoft ist inzwischen eingeknickt, und was passiert?
Mozilla meckert darüber, daß Apples Safari wegen der *alphabetischen* Sortierung
/vor/ ihrem eigenen Browser gelistet wird und will eine Zufalls-Sortierung
der Liste.
Opera findet es Scheisse, daß das Auswahl-Fenster ein M$-Logo hat und vor
dem Herunterladen fremder Software warnt.
Was erwarten die eigentlich von M$? Daß die Windows mit 25 integrierten
Browsern anderer Hersteller verschenken? Meine Fresse!
Die Marktführerschaft auf dem "Browser-Markt" muß man sich halt erkämpfen.
Fremde Firmen dazu zu zwingen, das eigene (kostenlos angebotene) Produkt
ebenfalls anzubieten ist eine echtes Armutszeugis!

Tschüß, BM
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  #2  
Alt 11-06-2009, 07:29 AM
Volker Tabeus
 
Beiträge: n/a
Standard Re: Der Streit um die Browserauswahl unter Win

Burkhard Müller schrieb:
> so langsam finde ich die ganze Angelegenheit wie ein Gekloppe
> um ein Sandförmchen auf dem Kinderspielplatz.
> Habe gerade diesen Artikel gelesen: http://www.golem.de/0911/70981.html


....da stimme ich dir zu, unsere Meinung wird aber nichts daran ändern.
Ich nutzte auch seit Jahren den FF und habe den IE (besonders seit es
IE-Tab gibt) eigentlich nur noch zu Testzwecken benutzt. Bei dieser
Browserauswahl gehen die Macher der Browser wohl davon aus, dass der
Computer-Anfänger den beim ersten Mal gewählten Browser sein weiteres
Computer-Leben benutzen wird. Da aber kein Anfänger die Vor- und
Nachteile der verschiedenen Browser einschätzen kann, wird er
wahrscheinlich sowieso den IE als erste Erfahrung installieren und sich
nicht die Mühe machen alle anderen Browser (sofort) auszuprobieren.

Vergessen sollten die Browser-Hersteller aber nicht, dass sie alle von
den existierenden Betriebssystemen abhängig sind (Apple mal außen vor
gelassen) und ich finde, dass M$ sich da wirklich ziemlich hat unter
Druck setzen lassen - die haben ja schließlich nie verhindert, dass
andere Browser benutzt werden können und ich habe auch noch nicht davon
gehört, das M$ eine ähnliche Forderung an Linux-Distributoren gestellt hat.

Ich denke auch, dass wir als mündige User unsere eigenen Entscheidungen
treffen können und wenn M$ einen eigenen kostenlosen Browser anbietet,
dann sollte sich jeder Computerbenutzer freuen, denn er kann damit immer
und sofort das Internet nutzen.

Volker
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  #3  
Alt 11-06-2009, 09:41 AM
Susanne Jäger
 
Beiträge: n/a
Standard Re: Der Streit um die Browserauswahl unter Win

On 06.11.2009 08:29, Volker Tabeus wrote:

> und ich habe auch noch nicht davon
> gehört, das M$ eine ähnliche Forderung an Linux-Distributoren gestellt hat.


:-) Was sollten sie denn verlangen? Dass der nicht quelloffene IE von
anderen per reverse engineering auf ein anderes OS portiert wird?
Niemand hindert MS daran, eine IE-Version für Linux zu produzieren, so
wie sie es Jahre lang für MacOS getan haben. Webentwickler würden das
sicher mit Handkuss in Anspruch nehmen, ob sich andere Nutzer finden, na
ja.

SCNR
Susanne
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  #4  
Alt 11-06-2009, 09:48 AM
Peter Schleif
 
Beiträge: n/a
Standard Re: Der Streit um die Browserauswahl unter Win

Burkhard Müller schrieb am 06.11.2009 04:57 Uhr:
>
> Die Marktführerschaft auf dem "Browser-Markt" muß man sich halt erkämpfen.


Microsoft hat den IE-Marktanteil aber auch nicht nur durch Kampf
erreicht, sondern eben auch durch die jahrelange Bündelung des IE mit
dem Betriebssystem und der Behauptung, der IE ließe sich nicht vom
System trennen. IE-Vorinstallation und fehlende Hinweise auf andere
Browser haben etliche User dazu verleitet beim IE zu bleiben weil sie
gar nicht wussten, dass es auch Alternativen gibt und dass man sie
nutzen kann ohne Windows zu zerstören.

Wer weiß, wie das Internet in 10 Jahren aussieht und welche Bedeutung
die Browser dann haben. Schon heute ist der Browser für viele Menschen
das wichtigste und meist benutzte Programm auf dem ganzen Rechner.
Vielleicht sind marginale Marktanteile, die heute auf Basis eines
"Sandförmchen-Streits" entschieden werden, in 10 Jahren Millionen oder
Milliarden wert.

Peter
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  #5  
Alt 11-06-2009, 12:09 PM
KaiRo - Robert Kaiser
 
Beiträge: n/a
Standard Re: Der Streit um die Browserauswahl unter Win

Burkhard Müller wrote:
> Also ehrlich - so langsam finde ich die ganze Angelegenheit wie ein Gekloppe
> um ein Sandförmchen auf dem Kinderspielplatz.


Ich auch. Aber aus anderen Gründen.

> Da erklärt sich der marktführende OS-Hersteller (auf Druck irgendwelcher
> fremden Firmen, die sich an die EU wenden) dazu bereit, bei der Installation
> _seines_ OS auch ein Auswahlfenster für die Installation für die Browser
> _fremder_ Anbieter zu implementieren - und es wird trotzdem bemängelt.


Das ist nach einer Entscheidung des EU-Gerichtishofes passiert, der nach
denen in den USA auch entschieden hat, dass Microsoft die
Marktherrschaft auf einem Marktsegment verwendet, um auf anderen Märkten
Vorteile zu erzielen. Und das ist laut Kartellrecht verboten. Im
Gegensatz zu den zahnlosen außergerichtlichen Einigungen in den USA wird
hier aber nicht nachgegeben und Microsoft muss diesen Missstand beseitigen.

> Was erwarten die eigentlich von M$? Daß die Windows mit 25 integrierten
> Browsern anderer Hersteller verschenken?


Die erwarten nur, dass Microsoft ein einziges Mal in seiner
Firmengeschichte fair ist. Und dass es sich an die Gesetze hält - auch
das Kartellrecht gehört dazu.
Wenn Kartellgerichte Öl- und Telefonmonopolisten zerschlagen können,
dann ist das, was hier passiert, ja eh noch ein mildes Urteil.

Robert Kaiser

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  #6  
Alt 11-06-2009, 06:39 PM
Arno Welzel
 
Beiträge: n/a
Standard Re: Der Streit um die Browserauswahl unter Win

Susanne Jäger schrieb:

> On 06.11.2009 08:29, Volker Tabeus wrote:
>
>> und ich habe auch noch nicht davon
>> gehört, das M$ eine ähnliche Forderung an Linux-Distributoren gestellt hat.

>
> :-) Was sollten sie denn verlangen? Dass der nicht quelloffene IE von
> anderen per reverse engineering auf ein anderes OS portiert wird?
> Niemand hindert MS daran, eine IE-Version für Linux zu produzieren, so
> wie sie es Jahre lang für MacOS getan haben. Webentwickler würden das
> sicher mit Handkuss in Anspruch nehmen, ob sich andere Nutzer finden, na
> ja.


Microsoft hat aber auch nie gefordert, dass Apple den IE als
Auswahloption mit MacOS mitliefern muss.

Das Theater, wie Microsoft seine Produkte ausstattet, halte ich auch für
reichlich überzogen. Einzig die Geschäftspraktiken, wie Windows
insgesamt auf den Markt gedrückt wurde, mag man kritisch sehen.

Firefox hat sich auch nicht deswegen so verbreitet, weil MS gezwungen
war, ihn innerhalb von Windows anzubieten.


--
http://arnowelzel.de
http://de-rec-fahrrad.de
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  #7  
Alt 11-06-2009, 06:45 PM
Arno Welzel
 
Beiträge: n/a
Standard Re: Der Streit um die Browserauswahl unter Win

KaiRo - Robert Kaiser schrieb:

> Burkhard Müller wrote:
>
>> Da erklärt sich der marktführende OS-Hersteller (auf Druck irgendwelcher
>> fremden Firmen, die sich an die EU wenden) dazu bereit, bei der
>> Installation
>> _seines_ OS auch ein Auswahlfenster für die Installation für die Browser
>> _fremder_ Anbieter zu implementieren - und es wird trotzdem bemängelt.

>
> Das ist nach einer Entscheidung des EU-Gerichtishofes passiert, der nach
> denen in den USA auch entschieden hat, dass Microsoft die
> Marktherrschaft auf einem Marktsegment verwendet, um auf anderen Märkten
> Vorteile zu erzielen. Und das ist laut Kartellrecht verboten. Im


Welche Marktherrschaft könnte Microsoft denn mit einem integrierten
Browser erlangen? Selbst die Internet-Dienste von Microsoft sind eher
durchschnittlich stark vertreten, obwohl der IE als Startseite natürlich
eine Seite von Microsoft anzeigt. Sie haben weder den Erfolg von Google,
noch GMX noch andere große Anbieter verhindern können - trotz
vorinstalliertem IE und einer Startseite auf ihren eigenen Servern.

> Wenn Kartellgerichte Öl- und Telefonmonopolisten zerschlagen können,
> dann ist das, was hier passiert, ja eh noch ein mildes Urteil.


Öl und Telekom funktionieren aber nicht nach den selben Prinzipien, wie
die Softwareindustrie und die Zeiten, daß Microsoft exklusiv für
Intel-kompatible Hardware Lösungen und IBM/Intel exklusiv PCs anbietet,
sind schon lange vorbei.


--
http://arnowelzel.de
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  #8  
Alt 11-07-2009, 02:20 AM
Josef Werner
 
Beiträge: n/a
Standard Re: Der Streit um die Browserauswahl unter Win

* Arno Welzel wrote:

> Welche Marktherrschaft könnte Microsoft denn mit einem integrierten
> Browser erlangen?


Die ganze Unterhaltungsindustrie, das ganze Multimediageraffel, die
Officepakete, alles zielt auf den Browser; Google zeigt die derzeitige
Entwicklung ja jetzt schon recht anschaulich und auch für 08/15-User
wie mich erkennbar. Da wird um sehr viel Geld gerittert.

[...]
> Öl und Telekom funktionieren aber nicht nach den selben Prinzipien,
> wie die Softwareindustrie...


Monopol bleibt Monopol, egal welche Branche.

--
Jo
Mit Zitat antworten
  #9  
Alt 11-07-2009, 08:20 AM
Arno Welzel
 
Beiträge: n/a
Standard Re: Der Streit um die Browserauswahl unter Win

Josef Werner schrieb:

> * Arno Welzel wrote:
>
>> Welche Marktherrschaft könnte Microsoft denn mit einem integrierten
>> Browser erlangen?

>
> Die ganze Unterhaltungsindustrie, das ganze Multimediageraffel, die
> Officepakete, alles zielt auf den Browser; Google zeigt die derzeitige
> Entwicklung ja jetzt schon recht anschaulich und auch für 08/15-User
> wie mich erkennbar. Da wird um sehr viel Geld gerittert.


Sicher - aber hat Microsoft durch den, schon seit Windows 95
integrierten Browser in diesen Bereichen irgendwelche Vorteile gehabt?
Wo ist denn die Konkurrenz zu Google & Co. durch Microsoft? MSN? Bing?
Die Bedeutung der Dienst, die Microsoft im Netz anbietet, muss ich
irgendwie falsch eingeschätzt haben.

OpenOffice existiert, Firefox auch, selbst Linux ist zwar vom
Marktanteil her auf dem Desktop immer noch ziemlich dünn gesäht - aber
es hält sich wacker, von MacOS ganz zu schweigen, das mehr als nur ein
Nischenprodukt ist.

> [...]
>> Öl und Telekom funktionieren aber nicht nach den selben Prinzipien,
>> wie die Softwareindustrie...

>
> Monopol bleibt Monopol, egal welche Branche.


Im Gegensatz zu Öl und Telekom ist der Aufwand, eine alternative
Software zu entwickeln, ungleich geringer. Wer als Konkurrent zur
Telekom oder Vodafone auftreten will, muss erstmal die Infrastruktur
aufbauen.


--
http://arnowelzel.de
http://de-rec-fahrrad.de
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  #10  
Alt 11-07-2009, 10:19 AM
Simon Paquet
 
Beiträge: n/a
Standard Re: Der Streit um die Browserauswahl unter Win

Arno Welzel wrote:

>>> und ich habe auch noch nicht davon
>>> gehört, das M$ eine ähnliche Forderung an Linux-Distributoren gestellt hat.

>>
>> :-) Was sollten sie denn verlangen? Dass der nicht quelloffene IE von
>> anderen per reverse engineering auf ein anderes OS portiert wird?
>> Niemand hindert MS daran, eine IE-Version für Linux zu produzieren, so
>> wie sie es Jahre lang für MacOS getan haben. Webentwickler würden das
>> sicher mit Handkuss in Anspruch nehmen, ob sich andere Nutzer finden, na
>> ja.

>
>Microsoft hat aber auch nie gefordert, dass Apple den IE als
>Auswahloption mit MacOS mitliefern muss.


Apple hat meines Wissens auch keine marktbeherschende Stellung im
OS-Markt.

Simon
--
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Hilfe zu Sunbird/Lightning: http://www.sunbird-kalender.de/
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