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| Newsgroup de.alt.soc.knigge Hoeflichkeit und gutes Benehmen im wirklichen Leben. |
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#1
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Wer nicht wagt, gewinnt nicht. Das gilt auch in der Gastronomie.
Die Geschmäcker sind verschieden. Und neues ausprobieren ist immer mit dem Risiko verbunden, dass es doch nicht schmeckt. Andermal wird dasselbe Risiko dafür am gaumen belohnt. Naja, jedenfalls: Maria, ihm schmeckt's nicht. Genauer: Mir nicht. Denn dass der Koch sich vertan hat, glaube ich nicht, gewiss mögen andere so ein Kräuterdressing aus (vermutlich) Apfelessig und Honig lecker finden. Ich nicht. So waren eigentlich nur die Putenstreifen runter, und fast der gesamte Salat (hier und da mal reingestochert) auf dem Teller geblieben. Wie findet man nun die rechten Worte auf des Obers Frage, ob es denn (nicht) geschmeckt habe? Danke, ich hatte nicht so viel Hunger? Ich bin zwar nicht satt - ist aber nicht Ihre Schuld, hab mich verwählt? Ich weiß nicht mal, ob ich mit meinem Empfinden, dass solcherart Dressing den ganzen Salat versaut, ein Außenseiter bin und daher der Hinweis, das Dressing gehöre auf der Karte beschrieben, schon anmaßend ist ... Gepostet nach de.alt.soc.knigge (Antwortvorschlag) + de.etc.sprache.deutsch Matthias -- Die Regierungen der Päpste waren nur kurz, obgleich immer der Vater auf den Sohn folgte. Prof. Galletti Wer zum Kuckuck ist dieser Galletti? => <http://www.galletti.de/> = Bitte bei Mailantwort Großbuchstaben aus Reply-Adresse löschen. = |
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#2
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Matthias Opatz schrieb:
> Wer nicht wagt, gewinnt nicht. Das gilt auch in der Gastronomie. > Die Geschmäcker sind verschieden. Und neues ausprobieren ist immer > mit dem Risiko verbunden, dass es doch nicht schmeckt. Andermal > wird dasselbe Risiko dafür am gaumen belohnt. > > Naja, jedenfalls: Maria, ihm schmeckt's nicht. Genauer: Mir nicht. Denn > dass der Koch sich vertan hat, glaube ich nicht, gewiss mögen andere > so ein Kräuterdressing aus (vermutlich) Apfelessig und Honig lecker > finden. Ich nicht. So waren eigentlich nur die Putenstreifen runter, > und fast der gesamte Salat (hier und da mal reingestochert) auf dem > Teller geblieben. Wie findet man nun die rechten Worte auf des Obers > Frage, ob es denn (nicht) geschmeckt habe? > > Danke, ich hatte nicht so viel Hunger? > > Ich bin zwar nicht satt - ist aber nicht Ihre Schuld, hab mich verwählt? Jeder Produzent will wissen, ob sein Angebot gut angekommen ist. Also ist die ehrliche Antwort für den Wirt immer die beste. Der Kunde kann sich dabei aber als Banause outen. Wegen der Angst davor ist das meiste Essen so verschissen! Das gilt auch für bekochte Ehemänner und Liebhaber! Gruss Walter |
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#3
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Matthias Opatz <me*privacy.net> wrote:
>Naja, jedenfalls: Maria, ihm schmeckt's nicht. Genauer: Mir nicht. Denn >dass der Koch sich vertan hat, glaube ich nicht, gewiss mögen andere >so ein Kräuterdressing aus (vermutlich) Apfelessig und Honig lecker >finden. Ich nicht. So waren eigentlich nur die Putenstreifen runter, >und fast der gesamte Salat (hier und da mal reingestochert) auf dem >Teller geblieben. Wie findet man nun die rechten Worte auf des Obers >Frage, ob es denn (nicht) geschmeckt habe? > >Danke, ich hatte nicht so viel Hunger? > >Ich bin zwar nicht satt - ist aber nicht Ihre Schuld, hab mich verwählt? Alle Köche, die ich kenne, sind froh über jedes Feedback. Kritik kann und soll geübt werden, wenn sie sachlich erfolgt. Bei jedem (halb-)vollen Teller, der zurückkommt, weiß die Küche, /daß/ etwas nicht in Ordnung war, aber sie weiß nicht, was. Und sie würde es gerne wissen. Mit Sätzen wie "Das Dressing war nicht nach meinem Geschmack weil...", "Die Sauce war mir entschieden zu scharf." oder "Ich fand die Suppe etwas versalzen." ist man weder unhöflich noch treibt man den Koch in den Selbstmord. >Ich weiß nicht mal, ob ich mit meinem Empfinden, dass solcherart Dressing >den ganzen Salat versaut, ein Außenseiter bin und daher der Hinweis, das >Dressing gehöre auf der Karte beschrieben, schon anmaßend ist Alternativ könnte man bei bestimmten Vorlieben oder Aversionen auch den Kellner fragen. Vincent Klink hat mal eine ganz interessante Geschichte erzählt. Er hatte irgend einen kleinen Vogel (Wachtel oder Taube IIRC) auf der Karte, den niemand haben wollte. Des Rätsels Lösung: Man hatte vergessen, zu erwähnen, daß das Vieh selbstverständlich entbeint war, der Gast also keine chirurgischen Prozeduren auf dem Teller vorzunehmen hatte. Gefragt hat allerdings auch keiner... HG -- Die de.alt.soc.knigge-FAQ http://knigge.md-d.org |
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#4
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X-No-Archive: Yes
begin quoting, Matthias Opatz schrieb: [Essen schmeckt nicht] > Wie findet man nun die rechten Worte auf des Obers > Frage, ob es denn (nicht) geschmeckt habe? > Danke, ich hatte nicht so viel Hunger? > Ich bin zwar nicht satt - ist aber nicht Ihre Schuld, hab mich verwählt? "War doch nicht so mein Fall - das nächste Mal nehme ich lieber etwas anderes!" Gruß aus Bremen Ralf -- R60: Substantive werden groß geschrieben. Grammatische Schreibweisen: adressiert Appell asynchron Atmosphäre Autor bißchen Ellipse Emission gesamt hältst Immission interessiert korreliert korrigiert Laie nämlich offiziell parallel reell Satellit Standard Stegreif voraus |
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#5
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Hans-Georg Bickel <hgbusenetmuell*gmx.de> wrote:
> Alle Köche, die ich kenne, sind froh über jedes Feedback. > Kritik > kann und soll geübt werden, wenn sie sachlich erfolgt. Man kennt häufig nicht die Köche in den Restaurants. > Bei jedem > (halb-)vollen Teller, der zurückkommt, weiß die Küche, /daß/ > etwas nicht in Ordnung war, aber sie weiß nicht, was. Er könnte Verdacht schöpfen. Es gibt aber Gäste, die können einfach nicht so viel essen wie andere und sollten dann sagen, daß es gut, aber zu viel für einen war. (Ich habe, wenn ich so etwas höre, die Befürchtung, daß es künftig in diesem Restaurant immer überschaubarere Portionen gibt.) > Und sie > würde es gerne wissen. Mit Sätzen wie "Das Dressing war nicht > nach meinem Geschmack weil...", "Die Sauce war mir entschieden zu > scharf." oder "Ich fand die Suppe etwas versalzen." ist man weder > unhöflich noch treibt man den Koch in den Selbstmord. Der Ansprechpartner ist im allgemeinen der Kellner oder die Kellnerin. > > >Ich weiß nicht mal, ob ich mit meinem Empfinden, dass solcherart Dressing > >den ganzen Salat versaut, ein Außenseiter bin und daher der Hinweis, das > >Dressing gehöre auf der Karte beschrieben, schon anmaßend ist Dann hättest Du vor Deinem Experiment schon wissen müssen, daß Dir die Kombination Apfelessig mit Honig nicht behagt. In Deinem Fäll wäre es ideal gewesen, wenn das Dressing separat aufgetischt worden wäre. > > Alternativ könnte man bei bestimmten Vorlieben oder Aversionen > auch den Kellner fragen. In diesem Fall wäre es sinnvoll gewesen, vorher zu sagen, daß man ausprobieren möchte. Dann fällt es hinterher leichter zu sagen, daß das Dressing nicht dem Geschmack entspreche. Ralf |
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