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Newsgroup de.sci.chemie Chemie als Wissenschaft.

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  #1  
Alt 10-31-2009, 01:56 PM
Raimund Nisius
 
Beiträge: n/a
Standard Re: Endstation Carbonat

Christoph Müller <invalid*invalid.invalid> wrote:

> Kann man also eine Verbrennung so führen, dass statt CO2
> irgendwelche Karbonate entstehen, die man dann einfach in fester Form
> irgendwo gefahrlos deponieren kann? Z.B. als Kalkstein oder Dolomit?


Klar geht das. Man leites das Abgas durch gebrannten Kalk und schon
produziert man Kreide.

> Mit
> welchen Problemen hat man zu kämpfen?


Mit dem CO2 aus der Herstellung des gebrannten Kalk.

--
Gruß, Raimund
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  #2  
Alt 10-31-2009, 01:58 PM
Raimund Nisius
 
Beiträge: n/a
Standard Re: Endstation Carbonat

[superseded]
Christoph Müller <invalid*invalid.invalid> wrote:

> Kann man also eine Verbrennung so führen, dass statt CO2
> irgendwelche Karbonate entstehen, die man dann einfach in fester Form
> irgendwo gefahrlos deponieren kann? Z.B. als Kalkstein oder Dolomit?


Klar geht das. Man leitet das Abgas durch gebrannten Kalk und schon
produziert man Kreide. Schwefel wird ja auch so als Gips ausgewaschen.

> Mit
> welchen Problemen hat man zu kämpfen?


Mit dem CO2 aus der Herstellung des gebrannten Kalk.

--
Gruß, Raimund
Mein Pfotoalbum <http://www.raimund.in-berlin.de>
Mail ohne Anhang an <Reply-To:> wird gelesen. Im Impressum der Homepage
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  #3  
Alt 10-31-2009, 02:37 PM
Christoph Müller
 
Beiträge: n/a
Standard Endstation Carbonat

Wird Kohlenstoff verbrannt, hat man CO2 und das will man nicht haben.
Karbonate scheinen mir vom Energielevel her noch unter CO2 zu liegen, so
dass deren Bildung doch eigentlich einen exothermen Prozesse darstellen
sollte. Kann man also eine Verbrennung so führen, dass statt CO2
irgendwelche Karbonate entstehen, die man dann einfach in fester Form
irgendwo gefahrlos deponieren kann? Z.B. als Kalkstein oder Dolomit? Mit
welchen Problemen hat man zu kämpfen?

--
Servus
Christoph Müller
http://www.astrail.de
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  #4  
Alt 10-31-2009, 03:17 PM
gUnther nanonüm
 
Beiträge: n/a
Standard Re: Endstation Carbonat


"Raimund Nisius" <usenetmuell*raimund.in-berlin.de> schrieb im Newsbeitrag
news:1j8gka6.16mt4wmgrokjcN%usenetmuell*raimund.in-berlin.de...
...
>> Kann man also eine Verbrennung so führen, dass statt CO2
>> irgendwelche Karbonate entstehen, die man dann einfach in fester Form
>> irgendwo gefahrlos deponieren kann? Z.B. als Kalkstein oder Dolomit?

>
> Klar geht das. Man leitet das Abgas durch gebrannten Kalk und schon
> produziert man Kreide. Schwefel wird ja auch so als Gips ausgewaschen.
>
>> Mit
>> welchen Problemen hat man zu kämpfen?

>
> Mit dem CO2 aus der Herstellung des gebrannten Kalk.


Hi,
noch ein bißchen mehr, denn bislang kenne ich keine "selbstlaufende" Art
frischgebrannten Kalks...der muß also der Verbrennung irgendwie zugeführt
werden, erhitzt werden, gemischt und gerührt...alles mit kristallbildenden
Stoffen nicht gar so einfach, da gbits viel Materialverschleiß. Und
Staubbelastung...

Mal anders dumm gefragt, wie wärs denn, wenn man anstelle Öl aus dem Meer zu
pumpen Luft/Sauerstoff runterpumpte auf Meeresbodenniveau und dort unten
dann per versenktem Kraftwerk Strom erzeugte, die "Abgase" würden sich
sogleich selbstverflüssigen und "versenken". Umwelt gerettet, Öl verbraucht,
Strom erzeugt...alle glücklich.

--
mfg,
gUnther



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  #5  
Alt 10-31-2009, 04:23 PM
Holger Petersen
 
Beiträge: n/a
Standard Re: Endstation Carbonat

=?ISO-8859-1?Q?Christoph_M=FCller?= <invalid*invalid.invalid> writes:

>Wird Kohlenstoff verbrannt, hat man CO2 und das will man nicht haben.
>Karbonate scheinen mir vom Energielevel her noch unter CO2 zu liegen, so
>dass deren Bildung doch eigentlich einen exothermen Prozesse darstellen
>sollte.


Ja (jedenfalls für CaO + CO_2 -> CaCO_3 :-)

> Kann man also eine Verbrennung so führen, dass statt CO2
>irgendwelche Karbonate entstehen, die man dann einfach in fester Form
>irgendwo gefahrlos deponieren kann?


Radio Eriwan: Im Prinzip ja, aber...

Meine Vordiplomsfrage in Anorganik war:

Wie kommt Calcium in der Natur vor und wie wird dieser Stoff
weiterverarbeitet (Kalkbrennen, CaC_2-Produktion, ...)


>welchen Problemen hat man zu kämpfen?


a) Mit der Durchführung der Feststoff-Reaktion und
der Abfuhr des Produktes
b) mit der energetisch un'praktischen' Erzeugung von CaO...

Vor allem (b) wird problematisch sein...

Gruss, Holger
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  #6  
Alt 11-01-2009, 09:21 AM
Christoph Müller
 
Beiträge: n/a
Standard Re: Endstation Carbonat

gUnther nanonüm schrieb:

> Mal anders dumm gefragt, wie wärs denn, wenn man anstelle Öl aus dem Meer zu
> pumpen Luft/Sauerstoff runterpumpte auf Meeresbodenniveau und dort unten
> dann per versenktem Kraftwerk Strom erzeugte, die "Abgase" würden sich
> sogleich selbstverflüssigen und "versenken". Umwelt gerettet, Öl verbraucht,
> Strom erzeugt...alle glücklich.


Könnte man ja mal andenken. Allerdings - flüssiges CO2 am Meeresboden
halte ich nicht grade für den großen Hit. Was macht das Zeug im Falle
eines Erdbebens? Es wird vermutlich auch in das umgebende Wasser
diffundieren/lösen - mit allem, was dazu gehört. Lebensfreundlicher wird
die Welt davon auch nicht grade.

--
Servus
Christoph Müller
http://www.astrail.de
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  #7  
Alt 11-01-2009, 09:24 AM
Christoph Müller
 
Beiträge: n/a
Standard Re: Endstation Carbonat

Holger Petersen schrieb:
> =?ISO-8859-1?Q?Christoph_M=FCller?= <invalid*invalid.invalid> writes:


>> welchen Problemen hat man zu kämpfen?

>
> a) Mit der Durchführung der Feststoff-Reaktion und
> der Abfuhr des Produktes


Dafür könnte es schon brauchbare Lösungen geben.

> b) mit der energetisch un'praktischen' Erzeugung von CaO...
>
> Vor allem (b) wird problematisch sein...


Klingt nicht sehr ermutigend. Dann bleibt wohl doch nur der Weg über
regenerative Energien?

--
Servus
Christoph Müller
http://www.astrail.de
Mit Zitat antworten
  #8  
Alt 11-01-2009, 12:01 PM
Bodo Mysliwietz
 
Beiträge: n/a
Standard Re: Endstation Carbonat

Christoph Müller schrieb:

>>> welchen Problemen hat man zu kämpfen?

>>
>> a) Mit der Durchführung der Feststoff-Reaktion und
>> der Abfuhr des Produktes

>
> Dafür könnte es schon brauchbare Lösungen geben.


Erst fesrt Du einige tausend Tonnnen Kohle jeden Tag hin (Ersatzweise
auch Gas/Öl) und anschl. das x-fache dessen jeden Tag weg.

>> b) mit der energetisch un'praktischen' Erzeugung von CaO...
>>
>> Vor allem (b) wird problematisch sein...

>
> Klingt nicht sehr ermutigend. Dann bleibt wohl doch nur der Weg über
> regenerative Energien?


So oder so bzw. zus. evtl. mal ein funktionierende Fusion.

--
Glück Auf - Bodo Mysliwietz
----------------------------------------
http://www.labortechniker.de/
Mit Zitat antworten
  #9  
Alt 11-01-2009, 12:20 PM
Christoph Müller
 
Beiträge: n/a
Standard Re: Endstation Carbonat

Bodo Mysliwietz schrieb:
> Christoph Müller schrieb:


>>>> welchen Problemen hat man zu kämpfen?
>>>
>>> a) Mit der Durchführung der Feststoff-Reaktion und
>>> der Abfuhr des Produktes

>>
>> Dafür könnte es schon brauchbare Lösungen geben.

>
> Erst fesrt Du einige tausend Tonnnen Kohle jeden Tag hin (Ersatzweise
> auch Gas/Öl) und anschl. das x-fache dessen jeden Tag weg.


Oder man baut eben neue Berge und modelliert damit die Landschaft. Sowas
könnte man ja beim Kraftwerksbau schon mit berücksichtigen.

>>> b) mit der energetisch un'praktischen' Erzeugung von CaO...
>>>
>>> Vor allem (b) wird problematisch sein...

>>
>> Klingt nicht sehr ermutigend. Dann bleibt wohl doch nur der Weg über
>> regenerative Energien?

>
> So oder so bzw. zus. evtl. mal ein funktionierende Fusion.


Ich halte mich gerne an bereits funktionierende Technologien. Da ist's
zu Fusion wohl noch ein Weilchen hin. Regenerativ funktioniert
technologisch ja bereits seit Jahrtausenden.

--
Servus
Christoph Müller
http://www.astrail.de
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  #10  
Alt 11-01-2009, 12:42 PM
Bodo Mysliwietz
 
Beiträge: n/a
Standard Re: Endstation Carbonat

Christoph Müller schrieb:

>>> Dafür könnte es schon brauchbare Lösungen geben.

>>
>> Erst fesrt Du einige tausend Tonnnen Kohle jeden Tag hin (Ersatzweise
>> auch Gas/Öl) und anschl. das x-fache dessen jeden Tag weg.

>
> Oder man baut eben neue Berge und modelliert damit die Landschaft. Sowas
> könnte man ja beim Kraftwerksbau schon mit berücksichtigen.


Ok, warum nicht hier im Ruhrgebiet neben schwarzen (üder grün begünten)
Bergehalden auch noch nette weisse stellen. Zumindest die Obere Kappe
der alten bergehalden machen wir in weiß.

Hat was. "Alpines" Skifahren gibts ja hier nun schon seit an paar
Jahren. Da simulieren wir jetzt nach das letzte kleine bischen
Alpenpanorama.

Aus alten Bergwerksstrecken werden dann später noch schöne
Tropfsteinstrecken.

>> So oder so bzw. zus. evtl. mal ein funktionierende Fusion.

>
> Ich halte mich gerne an bereits funktionierende Technologien. Da ist's
> zu Fusion wohl noch ein Weilchen hin. Regenerativ funktioniert
> technologisch ja bereits seit Jahrtausenden.


Nur hätten schon vor 5000 Jahren 7Milliarden Menschen versucht so Ihren
Energiebdarf zu decken, wäre wir heute wohl nicht mehr da oder nur noch
sehr dezimiert oder durch Energieherrscher unterdrückt.

Bitte nicht vergessen das wir in einem Zeit-/Kulturalter und
breitengraden leben wo wir es gewohnt sind zu jeder die Zeit die
Energier und -form zu haben die wir wünschen. Es ist für uns eher
selbstverständlich zu vergeuden als zu verzichten.

--
Glück Auf - Bodo Mysliwietz
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