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| Newsgroup de.soc.politik.misc Sonstige politische Diskussionen. |
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Die zehnteilige ZDF-Serie „Die Deutschen“ ist der dritte Versuch, der
Nation über das Fernsehen ein umfassendes Bild der eigenen Geschichte zu vermitteln. Den ersten unternahm Wolfgang Venohr mit den „Dokumenten deutschen Daseins“ in den siebziger Jahren, einer Phase der „Nationsvergessenheit“ (Bernard Willms), in der allerdings die historischen Kenntnisse noch fester saßen und bei den Zuschauern der legendären Diskussionen zwischen Sebastian Haffner und Hellmut Diwald vorausgesetzt werden konnte, daß sie ziemlich genau wußten, worum es ging. Dann folgte in den achtziger Jahren „Wir Deutschen“, deren Stil ganz von der Betulichkeit der Ära Kohl geprägt war und deren Macher nach dem „Historikerstreit“ peinlich darauf achteten, keinen Anstoß bei der tonangebenden Linken zu erregen. Konsequenten Personalisierung Von solcher Ängstlichkeit scheint man sich mittlerweile befreit zu haben, was unmittelbar an drei Kennzeichen der neuen Serie „Die Deutschen“ erkennbar wird: der Selbstverständlichkeit, mit der man von einer tausendjährigen nationalen Geschichte ausgeht, der konsequenten Personalisierung (von Otto dem Großen über Heinrich IV., Friedrich Barbarossa, Luther und Wallenstein, Friedrich den Großen und Maria Theresia bis zu Robert Blum, Bismarck und Wilhelm II.) und der Bereitschaft, durch Spielszenen die Vergangenheit für ein breiteres Publikum lebendig werden zu lassen. Dabei gibt es Fehler im Detail, aber es bleibt doch festzuhalten, daß hier wichtige Epochen der deutschen Geschichte in sehr eindrucksvolle Bilder umgesetzt wurden. Wenn man sich für einen Augenblick in einen Heranwachsenden versetzt, der von der mittelalterlichen deutschen Geschichte kaum Kenntnisse hat, und sich fragt, wie wohl die Eingangsszene der ersten Folge von „Die Deutschen“ auf ihn wirken wird, sobald der Fahnenträger vor der Schlacht auf dem Lechfeld das Michaelsbanner emporreißt, dann lautet die Antwort, daß er das Ganze wahrscheinlich mit ebensogroßer Verblüffung wie Begeisterung zur Kenntnis nehmen dürfte. Quelle und weiter: http://www.jungefreiheit.de/index.php?id=268&tx_ttnews[tt_news]=1304&tx_ttnews[backPID]=&no_cache=1 |
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