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  #1  
Alt 06-22-2009, 12:11 AM
Alexander Burger
 
Beiträge: n/a
Standard Formel 1 mit Elektromotor

Hallo,

die Formel 1 könnte doch zusätzlich eine Option einbauen:
wer mit Elektromotor und ohne Verbrennungsmotor fährt, hat keine
Budgetobergrenze und auch keine technische Limitierung.

Gerade scheinen die 8 Top-Teams aus der Formel 1 auszusteigen und eine
eigene Serie zu gründen, weil diese die Budgetobergrenze von 45 Mio. pro
Jahr nicht akzeptieren wollen.

Die Formel 1 könnte diesen Teams einen Ausweg mit dem Elektromotor geben.
Elektro-Rennwagen wären endlich mal wieder eine technische Herausforderung
und scheinen auch zukunftsweisend zu sein. Das könnte die bekannten
Herseller wie Mercedes, BMW, Ferrari, Renault, Toyota usw. eventuell
interessieren.

Gruß
Alex
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  #2  
Alt 06-22-2009, 01:10 AM
Enrico Dörre
 
Beiträge: n/a
Standard Re: Formel 1 mit Elektromotor

Alexander Burger schrieb:
> Hallo,
>
> die Formel 1 könnte doch zusätzlich eine Option einbauen:
> wer mit Elektromotor und ohne Verbrennungsmotor fährt, hat keine
> Budgetobergrenze und auch keine technische Limitierung.
>
> Gerade scheinen die 8 Top-Teams aus der Formel 1 auszusteigen und eine
> eigene Serie zu gründen, weil diese die Budgetobergrenze von 45 Mio. pro
> Jahr nicht akzeptieren wollen.
>
> Die Formel 1 könnte diesen Teams einen Ausweg mit dem Elektromotor geben.
> Elektro-Rennwagen wären endlich mal wieder eine technische Herausforderung
> und scheinen auch zukunftsweisend zu sein. Das könnte die bekannten
> Herseller wie Mercedes, BMW, Ferrari, Renault, Toyota usw. eventuell
> interessieren.


Ja klar Elektroantrieb baut dann nur der der mal eben eine halbe
Milliarde Entwicklungskosten über hat. Und sicher haben die Teams
verschiedene Budgets und wer es hat will gern dank mehr Geld besser sein
als der Rest aber da geht es nicht um unendlich viel Geld.

Eben auf die Schnelle gefunden das ein F1 um die 70l/100km verbraucht,
die übliche Rennlänge ist etwas über 300km, also über 200l/Rennen.
Das sind dann ca. 2000kWh Energie, bei 120W/kg (Akku des Tesla
Roadsters) also gut 16.600kg Batteriegewicht. Um die zu bewegen bräuchte
man natürlich "ein paar" KWh mehr - also eine Spirale ohne Ende.
Selbst wenn man die Energiedichte um den Faktor 10 verbessern würde und
dann ein Auto baut das in der F1 siegfähig wäre dürfte man locker an das
Gewicht eines Renntrucks kommen. Die wiegen 5500kg und haben einen
Speedlimiter bei 160km/h weil die Dinger zwar weit über 200km/h könnten
dann aber nicht mehr in der Mauer einschlagen sondern sie durchschlagen.
Wenn du also solche Autos einsetzen willst dann sollte man das ohne
Zuschauer machen weil bei 350km/h solche Autos einfach ALLES
durchschlagen was nicht einem Luftschutzbunker entspricht.

Für solche Überlegungen solltest Du Dich nicht an dsv sondern
de.rec.sport.motorsport.formel1 wenden.

Grüße

Enrico
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  #3  
Alt 06-22-2009, 03:17 AM
Arne Luft
 
Beiträge: n/a
Standard Re: Formel 1 mit Elektromotor

Alexander Burger wrote:

>die Formel 1 könnte doch zusätzlich eine Option einbauen:


Einstellen und vergessen.

Mit Zitat antworten
  #4  
Alt 06-22-2009, 06:14 AM
Johann Mayerwieser
 
Beiträge: n/a
Standard Re: Formel 1 mit Elektromotor

Enrico Dörre <Enrico.Doerre*web.de> wrote:

>Alexander Burger schrieb:


>> Die Formel 1 könnte diesen Teams einen Ausweg mit dem Elektromotor geben.
>> Elektro-Rennwagen wären endlich mal wieder eine technische Herausforderung
>> und scheinen auch zukunftsweisend zu sein. Das könnte die bekannten
>> Herseller wie Mercedes, BMW, Ferrari, Renault, Toyota usw. eventuell
>> interessieren.

>
>Ja klar Elektroantrieb baut dann nur der der mal eben eine halbe
>Milliarde Entwicklungskosten über hat. Und sicher haben die Teams
>verschiedene Budgets und wer es hat will gern dank mehr Geld besser sein
>als der Rest aber da geht es nicht um unendlich viel Geld.
>
>Eben auf die Schnelle gefunden das ein F1 um die 70l/100km verbraucht,
>die übliche Rennlänge ist etwas über 300km, also über 200l/Rennen.
>Das sind dann ca. 2000kWh Energie, bei 120W/kg (Akku des Tesla
>Roadsters) also gut 16.600kg Batteriegewicht.


Allerdings hast du unterschiedliche Wirkungsgrade vergessen, also
stimmt deine Rechnung doch nicht so ganz, obwohl trotzdem nicht ganz
FI-tauglich.

Man könnte aber einen Elektro-FormelI bauen, Problem ist halt der
Sound, den man aber mit Tongenerator und Ton-Abstrahlung über die
Karosseriefläche hinbekommen sollte - sonst gibts kaum Zuschauer

Liebe Grüße
Hannes

--
Für persönliche Nachricht Reply-Adresse verwenden und "usenet" im Betreff einfügen.
Amerika ist die in Wunschträumen oder Albträumen wahrgewordene
Fortsetzung des Abendlandes. (Robert Crumb)
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  #5  
Alt 06-22-2009, 07:34 AM
Christoph Müller
 
Beiträge: n/a
Standard Re: Formel 1 mit Elektromotor

Keine schlechte Idee. Der ganze Rennzirkus wurde ja ohnehin vor
erfunden, um den technischen Fortschritt voran und schließlich auf die
Straße zu bringen.

--
Servus
Christoph Müller
http://www.astrail.de
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  #6  
Alt 06-22-2009, 09:25 AM
Horst Kollmuß
 
Beiträge: n/a
Standard Re: Formel 1 mit Elektromotor

Alexander Burger meinte am 22.06.09:

> die Formel 1 könnte doch zusätzlich eine Option einbauen:
> wer mit Elektromotor und ohne Verbrennungsmotor fährt, hat keine
> Budgetobergrenze und auch keine technische Limitierung.


Du hast dich mit der Materie F1 noch nicht richtig befasst?
Woher soll der Strom kommen, eventuell aus Accus?

> Gerade scheinen die 8 Top-Teams aus der Formel 1 auszusteigen und eine
> eigene Serie zu gründen, weil diese die Budgetobergrenze von 45 Mio. pro
> Jahr nicht akzeptieren wollen.


Diese Teams bauen Autos mit Verbrennungsmotoren.

> Die Formel 1 könnte diesen Teams einen Ausweg mit dem Elektromotor geben.
> Elektro-Rennwagen wären endlich mal wieder eine technische Herausforderung


Das dauert aber noch einige Zeit bis es Accus gibt die soviel Leistung bei
wenig Gewicht speichern. Bei einer Streckenlänge von ca. 300km, 520kw und
650kg Fahrzeuggewicht.

servus...
Horst
Mit Zitat antworten
  #7  
Alt 06-22-2009, 10:49 AM
Martin Trautmann
 
Beiträge: n/a
Standard Re: Formel 1 mit Elektromotor

On 22 Jun 2009 10:25:00 +0200, Horst Kollmuß wrote:
> Du hast dich mit der Materie F1 noch nicht richtig befasst?
> Woher soll der Strom kommen, eventuell aus Accus?


Warum nicht? Eine Akku-Ladeeinheit laesst sich schneller wechseln als
ein Satz Reifen. Reifen werden vorgewaermt, also koennte man auch heisse
Schwefelbatterien verwenden. Wie das Zeug sich aber beim Crash verhaelt,
keine Ahnung.

> > Die Formel 1 könnte diesen Teams einen Ausweg mit dem Elektromotor geben.
> > Elektro-Rennwagen wären endlich mal wieder eine technische Herausforderung

>
> Das dauert aber noch einige Zeit bis es Accus gibt die soviel Leistung bei
> wenig Gewicht speichern. Bei einer Streckenlänge von ca. 300km, 520kw und
> 650kg Fahrzeuggewicht.


Die Waegen tanken jetzt schon alle nach. Wenn die Bremsenergie
rueckgespeist werden koennte, koennte man die Akkukapazitaet auch
effizienter nutzen.

Das ist aber keine Modellbau-Elektrik mehr, sondern richtig fette
Energietechnik.

Schoenen Gruss
Martin
Mit Zitat antworten
  #8  
Alt 06-22-2009, 11:17 AM
frank paulsen
 
Beiträge: n/a
Standard Re: Formel 1 mit Elektromotor

Christoph Müller <invalid*invalid.invalid> writes:

> Keine schlechte Idee. Der ganze Rennzirkus wurde ja ohnehin vor
> erfunden, um den technischen Fortschritt voran und schließlich auf die
> Straße zu bringen.


nein, ueberhaupt nicht. das GP-racing wurde erfunden, weil einige reiche
herren sich mit ihren automobilen messen wollten, und die moderne F1 war
in der anfangsphase mitnichten technisch innovativ.

wenn man von einer kurzen phase ende der siebziger bis anfang der
neunziger absieht, war sie das eigentlich ueberwiegend nicht, und seit
den neunzigern ist sie eine kollektion von spec-cars, deren einfluss auf
die automobile weiterentwickung vernachlaessigbar ist.

muss man sich mal vorstellen: das einzige, was sich ueberhaupt in den
letzen dreissig jahren raus aus der F1 in den automobilbau verbreitet
hat, ist die paddle-schaltung am lenkrad, und die ist fuer den normalen
autofahrer in etwa so relevant wie die seitliche einparkhilfe der
verlaengerten S-klasse.

die F1 fuhr vergasermotoren, als einspritzer schon stand der technik
waren.

di eF1 fuhr trommelbremsen, als scheibenbremsen schon stand der technik
waren.

die F1 baute ABS ein (und verbot es wieder), als das schon in
strassen-KFZ verwendet wurde, und bei der eisenbahn ein alter hut.

die F1 baute traktionskontrolle ueber beeinflussung der zuendung, was im
echten strassenverkehr ueberhaupt nicht vorkommt, sondern dort zum
sparen von treibstoff eingesetzt wird.

als der erste turbomotor in der Formel 1 eingesetzt wurde, war der
durchbruch auf der strasse schon lange passiert: seit 1954 sind
turbomotoren in LKW stand der technik, Renault baute den ersten turbo
1977.

was wirklich uebernommen wurde sind schlauchlose reifen, alu-felgen,
teile der logik vollelektronischer zuendanlagen und der heckspoiler,
wobei sich ueber die sinnhaftigkeit von alu-felgen trefflich streiten
laesst...

--
frobnicate foo
Mit Zitat antworten
  #9  
Alt 06-22-2009, 11:37 AM
frank paulsen
 
Beiträge: n/a
Standard Re: Formel 1 mit Elektromotor

Enrico Dörre <Enrico.Doerre*web.de> writes:

> Eben auf die Schnelle gefunden das ein F1 um die 70l/100km verbraucht,
> die übliche Rennlänge ist etwas über 300km, also über 200l/Rennen.
> Das sind dann ca. 2000kWh Energie, bei 120W/kg (Akku des Tesla
> Roadsters) also gut 16.600kg Batteriegewicht. Um die zu bewegen
> bräuchte man natürlich "ein paar" KWh mehr - also eine Spirale ohne
> Ende.


aeh, das ist eine sehr dusselige abschaetzung: der wirkungsgrad von
F1-motoren ist erschreckend gering, da sie aus reglementgruenden daran
leiden, nicht soviel luft wie notwendig ziehen zu koennen, und den
treibstoff teilweise zur *kuehlung* verwenden. waehrend ein normales
auto mit ottomotor so bei 25% bis 30% wirkungsgrad liegt, duerftest du
in der F1 nicht mal auf 10% kommen...

> Selbst wenn man die Energiedichte um den Faktor 10 verbessern würde
> und dann ein Auto baut das in der F1 siegfähig wäre dürfte man locker
> an das Gewicht eines Renntrucks kommen. Die wiegen 5500kg und haben
> einen Speedlimiter bei 160km/h weil die Dinger zwar weit über 200km/h
> könnten dann aber nicht mehr in der Mauer einschlagen sondern sie
> durchschlagen. Wenn du also solche Autos einsetzen willst dann sollte
> man das ohne Zuschauer machen weil bei 350km/h solche Autos einfach
> ALLES durchschlagen was nicht einem Luftschutzbunker entspricht.


na schau. gehen wir mal davon aus, dass du schon bei existierender
akku-technologie grob um einen faktor zehn daneben lagst, und ueberlegen
uns noch, dass etwa 30% des rennens auf der bremse stattfinden, die
elektrisch wiedergewonnen werden koennen, dann landest du bei einem
akkugewicht irgendwo im umkreis einer tonne. das ist natuerlich immer
noch weit mehr, als aktuell motor und tank beisteuern, aber doch schon
wesentlich naeher an praktischer einsetzbarkeit.

man muss muss den leuten dann natuerlich auch gestaltungsfreiheit im
reglement anbieten: ohne allradantrieb ist das alles voellig undenkbar,
und der ist aktuell verboten. *mit* allradantrieb landen wir aber wieder
bei beschleunigungen, die menschliche fahrer kaum aushalten koennen.

also wird man das ganze wahrscheinlich ueber ein g-limit reglementieren
muessen, und das kann ich in den auswirkungen nicht mal ansatzweise
abschaetzen.

--
frobnicate foo
Mit Zitat antworten
  #10  
Alt 06-22-2009, 11:59 AM
Alexander Burger
 
Beiträge: n/a
Standard Re: Formel 1 mit Elektromotor

Enrico Dörre wrote:

> Ja klar Elektroantrieb baut dann nur der der mal eben eine halbe
> Milliarde Entwicklungskosten über hat. Und sicher haben die Teams
> verschiedene Budgets und wer es hat will gern dank mehr Geld besser sein
> als der Rest aber da geht es nicht um unendlich viel Geld.
>
> Eben auf die Schnelle gefunden das ein F1 um die 70l/100km verbraucht,
> die übliche Rennlänge ist etwas über 300km, also über 200l/Rennen.
> Das sind dann ca. 2000kWh Energie, bei 120W/kg (Akku des Tesla
> Roadsters) also gut 16.600kg Batteriegewicht.


ich habe jetzt gar nichts darüber geschrieben, dass es ein einziger Akku
sein muss. Es könnte auch ein Austausch-Akku zum Einsatz kommen, der
mehrmals getauscht wird oder notfalls ein Range-Extender, also vielleicht
ein Benzintank. Das Benzin treibt einen Generator an, der Strom erzeugt.
Die Regeln kann man dann von Saison zu Saison verschärfen.

Gruß
Alex
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