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| Newsgroup de.soc.verkehr Autos sowie umweltfreundlichere Verkehrsmittel. |
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#1
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Hallo,
die Formel 1 könnte doch zusätzlich eine Option einbauen: wer mit Elektromotor und ohne Verbrennungsmotor fährt, hat keine Budgetobergrenze und auch keine technische Limitierung. Gerade scheinen die 8 Top-Teams aus der Formel 1 auszusteigen und eine eigene Serie zu gründen, weil diese die Budgetobergrenze von 45 Mio. pro Jahr nicht akzeptieren wollen. Die Formel 1 könnte diesen Teams einen Ausweg mit dem Elektromotor geben. Elektro-Rennwagen wären endlich mal wieder eine technische Herausforderung und scheinen auch zukunftsweisend zu sein. Das könnte die bekannten Herseller wie Mercedes, BMW, Ferrari, Renault, Toyota usw. eventuell interessieren. Gruß Alex |
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#2
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Alexander Burger schrieb:
> Hallo, > > die Formel 1 könnte doch zusätzlich eine Option einbauen: > wer mit Elektromotor und ohne Verbrennungsmotor fährt, hat keine > Budgetobergrenze und auch keine technische Limitierung. > > Gerade scheinen die 8 Top-Teams aus der Formel 1 auszusteigen und eine > eigene Serie zu gründen, weil diese die Budgetobergrenze von 45 Mio. pro > Jahr nicht akzeptieren wollen. > > Die Formel 1 könnte diesen Teams einen Ausweg mit dem Elektromotor geben. > Elektro-Rennwagen wären endlich mal wieder eine technische Herausforderung > und scheinen auch zukunftsweisend zu sein. Das könnte die bekannten > Herseller wie Mercedes, BMW, Ferrari, Renault, Toyota usw. eventuell > interessieren. Ja klar Elektroantrieb baut dann nur der der mal eben eine halbe Milliarde Entwicklungskosten über hat. Und sicher haben die Teams verschiedene Budgets und wer es hat will gern dank mehr Geld besser sein als der Rest aber da geht es nicht um unendlich viel Geld. Eben auf die Schnelle gefunden das ein F1 um die 70l/100km verbraucht, die übliche Rennlänge ist etwas über 300km, also über 200l/Rennen. Das sind dann ca. 2000kWh Energie, bei 120W/kg (Akku des Tesla Roadsters) also gut 16.600kg Batteriegewicht. Um die zu bewegen bräuchte man natürlich "ein paar" KWh mehr - also eine Spirale ohne Ende. Selbst wenn man die Energiedichte um den Faktor 10 verbessern würde und dann ein Auto baut das in der F1 siegfähig wäre dürfte man locker an das Gewicht eines Renntrucks kommen. Die wiegen 5500kg und haben einen Speedlimiter bei 160km/h weil die Dinger zwar weit über 200km/h könnten dann aber nicht mehr in der Mauer einschlagen sondern sie durchschlagen. Wenn du also solche Autos einsetzen willst dann sollte man das ohne Zuschauer machen weil bei 350km/h solche Autos einfach ALLES durchschlagen was nicht einem Luftschutzbunker entspricht. Für solche Überlegungen solltest Du Dich nicht an dsv sondern de.rec.sport.motorsport.formel1 wenden. Grüße Enrico |
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#3
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Alexander Burger wrote:
>die Formel 1 könnte doch zusätzlich eine Option einbauen: Einstellen und vergessen. |
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#4
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Enrico Dörre <Enrico.Doerre*web.de> wrote:
>Alexander Burger schrieb: >> Die Formel 1 könnte diesen Teams einen Ausweg mit dem Elektromotor geben. >> Elektro-Rennwagen wären endlich mal wieder eine technische Herausforderung >> und scheinen auch zukunftsweisend zu sein. Das könnte die bekannten >> Herseller wie Mercedes, BMW, Ferrari, Renault, Toyota usw. eventuell >> interessieren. > >Ja klar Elektroantrieb baut dann nur der der mal eben eine halbe >Milliarde Entwicklungskosten über hat. Und sicher haben die Teams >verschiedene Budgets und wer es hat will gern dank mehr Geld besser sein >als der Rest aber da geht es nicht um unendlich viel Geld. > >Eben auf die Schnelle gefunden das ein F1 um die 70l/100km verbraucht, >die übliche Rennlänge ist etwas über 300km, also über 200l/Rennen. >Das sind dann ca. 2000kWh Energie, bei 120W/kg (Akku des Tesla >Roadsters) also gut 16.600kg Batteriegewicht. Allerdings hast du unterschiedliche Wirkungsgrade vergessen, also stimmt deine Rechnung doch nicht so ganz, obwohl trotzdem nicht ganz FI-tauglich. Man könnte aber einen Elektro-FormelI bauen, Problem ist halt der Sound, den man aber mit Tongenerator und Ton-Abstrahlung über die Karosseriefläche hinbekommen sollte - sonst gibts kaum Zuschauer ![]() Liebe Grüße Hannes -- Für persönliche Nachricht Reply-Adresse verwenden und "usenet" im Betreff einfügen. Amerika ist die in Wunschträumen oder Albträumen wahrgewordene Fortsetzung des Abendlandes. (Robert Crumb) |
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#5
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Keine schlechte Idee. Der ganze Rennzirkus wurde ja ohnehin vor
erfunden, um den technischen Fortschritt voran und schließlich auf die Straße zu bringen. -- Servus Christoph Müller http://www.astrail.de |
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#6
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Alexander Burger meinte am 22.06.09:
> die Formel 1 könnte doch zusätzlich eine Option einbauen: > wer mit Elektromotor und ohne Verbrennungsmotor fährt, hat keine > Budgetobergrenze und auch keine technische Limitierung. Du hast dich mit der Materie F1 noch nicht richtig befasst? Woher soll der Strom kommen, eventuell aus Accus? > Gerade scheinen die 8 Top-Teams aus der Formel 1 auszusteigen und eine > eigene Serie zu gründen, weil diese die Budgetobergrenze von 45 Mio. pro > Jahr nicht akzeptieren wollen. Diese Teams bauen Autos mit Verbrennungsmotoren. > Die Formel 1 könnte diesen Teams einen Ausweg mit dem Elektromotor geben. > Elektro-Rennwagen wären endlich mal wieder eine technische Herausforderung Das dauert aber noch einige Zeit bis es Accus gibt die soviel Leistung bei wenig Gewicht speichern. Bei einer Streckenlänge von ca. 300km, 520kw und 650kg Fahrzeuggewicht. servus... Horst |
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#7
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On 22 Jun 2009 10:25:00 +0200, Horst Kollmuß wrote:
> Du hast dich mit der Materie F1 noch nicht richtig befasst? > Woher soll der Strom kommen, eventuell aus Accus? Warum nicht? Eine Akku-Ladeeinheit laesst sich schneller wechseln als ein Satz Reifen. Reifen werden vorgewaermt, also koennte man auch heisse Schwefelbatterien verwenden. Wie das Zeug sich aber beim Crash verhaelt, keine Ahnung. > > Die Formel 1 könnte diesen Teams einen Ausweg mit dem Elektromotor geben. > > Elektro-Rennwagen wären endlich mal wieder eine technische Herausforderung > > Das dauert aber noch einige Zeit bis es Accus gibt die soviel Leistung bei > wenig Gewicht speichern. Bei einer Streckenlänge von ca. 300km, 520kw und > 650kg Fahrzeuggewicht. Die Waegen tanken jetzt schon alle nach. Wenn die Bremsenergie rueckgespeist werden koennte, koennte man die Akkukapazitaet auch effizienter nutzen. Das ist aber keine Modellbau-Elektrik mehr, sondern richtig fette Energietechnik. Schoenen Gruss Martin |
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#8
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Christoph Müller <invalid*invalid.invalid> writes:
> Keine schlechte Idee. Der ganze Rennzirkus wurde ja ohnehin vor > erfunden, um den technischen Fortschritt voran und schließlich auf die > Straße zu bringen. nein, ueberhaupt nicht. das GP-racing wurde erfunden, weil einige reiche herren sich mit ihren automobilen messen wollten, und die moderne F1 war in der anfangsphase mitnichten technisch innovativ. wenn man von einer kurzen phase ende der siebziger bis anfang der neunziger absieht, war sie das eigentlich ueberwiegend nicht, und seit den neunzigern ist sie eine kollektion von spec-cars, deren einfluss auf die automobile weiterentwickung vernachlaessigbar ist. muss man sich mal vorstellen: das einzige, was sich ueberhaupt in den letzen dreissig jahren raus aus der F1 in den automobilbau verbreitet hat, ist die paddle-schaltung am lenkrad, und die ist fuer den normalen autofahrer in etwa so relevant wie die seitliche einparkhilfe der verlaengerten S-klasse. die F1 fuhr vergasermotoren, als einspritzer schon stand der technik waren. di eF1 fuhr trommelbremsen, als scheibenbremsen schon stand der technik waren. die F1 baute ABS ein (und verbot es wieder), als das schon in strassen-KFZ verwendet wurde, und bei der eisenbahn ein alter hut. die F1 baute traktionskontrolle ueber beeinflussung der zuendung, was im echten strassenverkehr ueberhaupt nicht vorkommt, sondern dort zum sparen von treibstoff eingesetzt wird. als der erste turbomotor in der Formel 1 eingesetzt wurde, war der durchbruch auf der strasse schon lange passiert: seit 1954 sind turbomotoren in LKW stand der technik, Renault baute den ersten turbo 1977. was wirklich uebernommen wurde sind schlauchlose reifen, alu-felgen, teile der logik vollelektronischer zuendanlagen und der heckspoiler, wobei sich ueber die sinnhaftigkeit von alu-felgen trefflich streiten laesst... -- frobnicate foo |
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#9
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Enrico Dörre <Enrico.Doerre*web.de> writes:
> Eben auf die Schnelle gefunden das ein F1 um die 70l/100km verbraucht, > die übliche Rennlänge ist etwas über 300km, also über 200l/Rennen. > Das sind dann ca. 2000kWh Energie, bei 120W/kg (Akku des Tesla > Roadsters) also gut 16.600kg Batteriegewicht. Um die zu bewegen > bräuchte man natürlich "ein paar" KWh mehr - also eine Spirale ohne > Ende. aeh, das ist eine sehr dusselige abschaetzung: der wirkungsgrad von F1-motoren ist erschreckend gering, da sie aus reglementgruenden daran leiden, nicht soviel luft wie notwendig ziehen zu koennen, und den treibstoff teilweise zur *kuehlung* verwenden. waehrend ein normales auto mit ottomotor so bei 25% bis 30% wirkungsgrad liegt, duerftest du in der F1 nicht mal auf 10% kommen... > Selbst wenn man die Energiedichte um den Faktor 10 verbessern würde > und dann ein Auto baut das in der F1 siegfähig wäre dürfte man locker > an das Gewicht eines Renntrucks kommen. Die wiegen 5500kg und haben > einen Speedlimiter bei 160km/h weil die Dinger zwar weit über 200km/h > könnten dann aber nicht mehr in der Mauer einschlagen sondern sie > durchschlagen. Wenn du also solche Autos einsetzen willst dann sollte > man das ohne Zuschauer machen weil bei 350km/h solche Autos einfach > ALLES durchschlagen was nicht einem Luftschutzbunker entspricht. na schau. gehen wir mal davon aus, dass du schon bei existierender akku-technologie grob um einen faktor zehn daneben lagst, und ueberlegen uns noch, dass etwa 30% des rennens auf der bremse stattfinden, die elektrisch wiedergewonnen werden koennen, dann landest du bei einem akkugewicht irgendwo im umkreis einer tonne. das ist natuerlich immer noch weit mehr, als aktuell motor und tank beisteuern, aber doch schon wesentlich naeher an praktischer einsetzbarkeit. man muss muss den leuten dann natuerlich auch gestaltungsfreiheit im reglement anbieten: ohne allradantrieb ist das alles voellig undenkbar, und der ist aktuell verboten. *mit* allradantrieb landen wir aber wieder bei beschleunigungen, die menschliche fahrer kaum aushalten koennen. also wird man das ganze wahrscheinlich ueber ein g-limit reglementieren muessen, und das kann ich in den auswirkungen nicht mal ansatzweise abschaetzen. -- frobnicate foo |
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#10
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Enrico Dörre wrote:
> Ja klar Elektroantrieb baut dann nur der der mal eben eine halbe > Milliarde Entwicklungskosten über hat. Und sicher haben die Teams > verschiedene Budgets und wer es hat will gern dank mehr Geld besser sein > als der Rest aber da geht es nicht um unendlich viel Geld. > > Eben auf die Schnelle gefunden das ein F1 um die 70l/100km verbraucht, > die übliche Rennlänge ist etwas über 300km, also über 200l/Rennen. > Das sind dann ca. 2000kWh Energie, bei 120W/kg (Akku des Tesla > Roadsters) also gut 16.600kg Batteriegewicht. ich habe jetzt gar nichts darüber geschrieben, dass es ein einziger Akku sein muss. Es könnte auch ein Austausch-Akku zum Einsatz kommen, der mehrmals getauscht wird oder notfalls ein Range-Extender, also vielleicht ein Benzintank. Das Benzin treibt einen Generator an, der Strom erzeugt. Die Regeln kann man dann von Saison zu Saison verschärfen. Gruß Alex |
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