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Newsgroup de.rec.sport.laufen.misc Joggen, Laufen, Rennen, Gehen und mehr.

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  #1  
Alt 11-14-2009, 05:27 PM
Thomas R@ck
 
Beiträge: n/a
Standard Frage zur Galloway-Methode

Hallo NG,

nachdem ich durch den Brocken-Challenge Thread nun so richtig Lust auf einen
etwas längeren Lauf bekommen habe, plane ich nächstes Jahr am Rennsteiglauf
teilzunehmen.

Allerdings möchte ich am 18.04.2010 in jedem Fall einen schnellen
Spreewaldmarathon laufen und mit einer hoffentlich gut verlaufenden
Vorbereitung, mich dann in das Abenteuer Rennsteig wagen.

Nun findet ja der Rennsteiglauf nächstes Jahr schon am 8. 05., also schon
drei Wochen nach meinen Marathon statt. Also grade mal drei Wochen Zeit für
die Erholung und Superkompensation, aber keine Zeit mehr für ein intensives
Ultratraining bzw. für wirklich lange Läufe.

Meine Idee ist nun 3-4 lange Läufe in der Marathonvorbereitung auf bis zu
50km zu verlängern und um die Belastung im Hinblick auf den schnellen MA
möglichst gering zu halten, die Läufe nach der Galloway-Methode zu laufen.
(hier eine kurze Beschreibung:
http://www.joggen-online.de/Laufen-f...y-Methode.html ).

Liest sich für mich erstmal sehr entspannt, wobei natürlich durch die
Gehpausen der Zeitaufwand wächst. Ich kann mir aber vorstellen das man nach
einem Lauf in dieser Methode nicht wie ein geschlagener Preisboxer
stundenlang in den Seilen hängt.

Nun meine Fragen: Hat hier jemand schonmal etwas Ähnliches gewagt, also erst
schneller MA und kurze Zeit später ein Ultralauf und wenn ja, wie verlief
die Vorbereitung, besonders in der Zeit zwischen den beiden Läufen?

Und wie sieht es mit der Galloway-Methode aus, hat da schon jemand
Erfahrungen sammeln können, besonders im Hinblick auf einen geplanten Ultra?

Gruß Thomas


--
www.drsl.de?lid=4150

wer später bremst, ist länger schnell!


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  #2  
Alt 11-16-2009, 04:21 PM
Ralph Wesselmann
 
Beiträge: n/a
Standard Re: Frage zur Galloway-Methode

Thomas R*ck wrote:

Hallo Thomas,

> Liest sich für mich erstmal sehr entspannt, wobei natürlich durch die
> Gehpausen der Zeitaufwand wächst.


So ganz verstanden habe ich das noch nicht. 2km laufen, 1min gehen bei
den langen Läufen. Und dann bin ich im WK 10sek/km schneller?

Also mal auf 3:30h beim Marathon gerechnet.
WK-Tempo 5:00min/km. 30km Vorbereitung 5:45min/km bis 6:00min/km.
Macht für 30k-Läufe rund 2:55h.
Wenn ich jetzt die Methode nehme, laufe ich 2k in rund 11:45min und
mache dann 1min Gehpause. Das wiederhole ich 15mal und hab dann 31,5km
zurückgelegt. In 3:11h. (die 1,5km sind aus den Gehpausen) Oder ich
spare mir die letzten 1,5km und komme bei km 30 mit 3:02h hin. So
richtig groß ist der Zeitverlust nun nicht...

Und dann laufe ich 3:23h beim Marathon?

Oder laufe ich bei den langen Läufen dann 10sek/min schneller? Oder
mache ich die 1min Pause bei allen Läufen?


> Ich kann mir aber vorstellen das man nach
> einem Lauf in dieser Methode nicht wie ein geschlagener Preisboxer
> stundenlang in den Seilen hängt.


Ähm... Wenn Du nach einem _Trainingslauf_ wie ein "geschlagener
Preisboxer stundenlang in den Seilen" hängst, solltest Du vielleicht am
Tempo etwas drehen...

Aber zu Ultras kann ich persönlich nichts sagen und die Galloway-Methode
kenn ich auch nicht. Aber ich bin ja immer gerne bereit, neue Dinge
auszuprobieren.


Gruß

Ralph

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  #3  
Alt 11-16-2009, 05:05 PM
Hartmut Streppel
 
Beiträge: n/a
Standard Re: Frage zur Galloway-Methode

Hallo Thomas,

Thomas R*ck schrieb:
> Hallo NG,
>
> nachdem ich durch den Brocken-Challenge Thread nun so richtig Lust auf
> einen etwas längeren Lauf bekommen habe, plane ich nächstes Jahr am
> Rennsteiglauf teilzunehmen.
>
> Allerdings möchte ich am 18.04.2010 in jedem Fall einen schnellen
> Spreewaldmarathon laufen und mit einer hoffentlich gut verlaufenden
> Vorbereitung, mich dann in das Abenteuer Rennsteig wagen.

Das kann gewagt sein.
>
> Nun findet ja der Rennsteiglauf nächstes Jahr schon am 8. 05., also
> schon drei Wochen nach meinen Marathon statt. Also grade mal drei Wochen
> Zeit für die Erholung und Superkompensation, aber keine Zeit mehr für
> ein intensives Ultratraining bzw. für wirklich lange Läufe.

Die Frage ist, wie schnell willst Du denn die beiden Läufe laufen?
Einen MA als Vorbereitung für den Rennsteig SM halte ich für eine sehr
gute Idee. Habe ich auch letztes Jahr gemacht, vor allem zur Stärkung
der Psyche. Ist auch leichter zu laufen als ein selbstverpflegter 50km-Lauf.
>
> Meine Idee ist nun 3-4 lange Läufe in der Marathonvorbereitung auf bis
> zu 50km zu verlängern und um die Belastung im Hinblick auf den schnellen
> MA möglichst gering zu halten, die Läufe nach der Galloway-Methode zu
> laufen. (hier eine kurze Beschreibung:
> http://www.joggen-online.de/Laufen-f...y-Methode.html ).

Hängt wieder davon ab, was Du erreichen willst. Spaß haben? Dann würde
ich ein paar Back-to-Back-Läufe machen. Die sind nicht ganz so
anstrengend wie ein 50-er, bringen aber trotzdem einiges. Wenn Du
natürich auf schnelles Durchlaufen ohne Pausen und Gehen (am Berg) aus
bist, dann musst Du wohl solche langen machen.
Mein Ziel war damals, lockeres entspanntes Laufen und ankommen. Da habe
ich nach dem lockeren MA sofort weitertrainiert und die Umfänge in den
drei WOchen ziemlich erhöht - was kein Problem war. Und in den 2 Wochen
vor dem SM bin ich nur 2x kurz gelaufen. Das war gut.

Aber ich hatte 5 WOchen dazwischen. Wenn Du nur 3 hast, kannst Du
sowieso nicht mehr viel reissen.

Viele Grüße
Hartmut

>
> Gruß Thomas
>
>

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  #4  
Alt 11-16-2009, 05:06 PM
Juergen
 
Beiträge: n/a
Standard Re: Frage zur Galloway-Methode

Am Mon, 16 Nov 2009 17:21:53 +0100 schrieb Ralph Wesselmann

>Ähm... Wenn Du nach einem _Trainingslauf_ wie ein "geschlagener
>Preisboxer stundenlang in den Seilen" hängst, solltest Du vielleicht am
>Tempo etwas drehen...


Irgendwie kenne ich beides. Lange Trainingsläufe nach denen ich mich am
liebsten hinlegen würde und solche wo ich mich fit fühle obwohl sie
sogar etwas flotter waren.

Kürzlich habe ich mich mit einem erfahrenen Ultraläufer unterhalten, der
in der Vorbereitung bis zu 50 km in einem Training läuft: Als 10er Runde
mit deponierten Essen und Trinken unterwegs. Nach einem solchen Lauf
duscht er zuhause und legt sich dann zwei Stunden hin. Danach geht er in
die Saune, isst noch etwas und begibt sich zur Nachtruhe.

Wie fertig er dann ist, haben wir allerdings nicht erörtert.


cu.
Juergen

--
\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\
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  #5  
Alt 11-16-2009, 07:06 PM
Thomas R@ck
 
Beiträge: n/a
Standard Re: Frage zur Galloway-Methode


"Hartmut Streppel" <Hartmut.Streppel*guug.de> schrieb


>> Nun findet ja der Rennsteiglauf nächstes Jahr schon am 8. 05., also schon
>> drei Wochen nach meinen Marathon statt. Also grade mal drei Wochen Zeit
>> für die Erholung und Superkompensation, aber keine Zeit mehr für ein
>> intensives Ultratraining bzw. für wirklich lange Läufe.


> Die Frage ist, wie schnell willst Du denn die beiden Läufe laufen?


den Marathon schnell. Den Rennsteig dann moderat auf Ankommen, mit möglichst
viel Spaß.

> Einen MA als Vorbereitung für den Rennsteig SM halte ich für eine sehr
> gute Idee. Habe ich auch letztes Jahr gemacht, vor allem zur Stärkung der
> Psyche. Ist auch leichter zu laufen als ein selbstverpflegter 50km-Lauf.


naja, ein 50km Lauf so ganz alleine hat sicher auch seinen Reiz.


> Hängt wieder davon ab, was Du erreichen willst. Spaß haben? Dann würde ich
> ein paar Back-to-Back-Läufe machen. Die sind nicht ganz so anstrengend wie
> ein 50-er, bringen aber trotzdem einiges. Wenn Du natürich auf schnelles
> Durchlaufen ohne Pausen und Gehen (am Berg) aus bist, dann musst Du wohl
> solche langen machen.


da ich den Rennsteig ja nur durchlaufen möchte, könnten also 2 lange Läufe
innerhalb von 2 Tagen reichen? Ist sicherlich auch im Hinblick auf den
Marathon ein gutes Training.

> Aber ich hatte 5 WOchen dazwischen. Wenn Du nur 3 hast, kannst Du sowieso
> nicht mehr viel reissen.


das ist mir ja klar, wenn sinnvolles Training dann nur bis zum Marathon,
danach nur noch etwas Regeneration und hoffen auf die Superkompensation ;-).

Gruß Thomas


--
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wer später bremst, ist länger schnell!

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  #6  
Alt 11-17-2009, 08:14 PM
Thomas R@ck
 
Beiträge: n/a
Standard Re: Frage zur Galloway-Methode


"Ralph Wesselmann" <Ralph1742*yahoo.de> schrieb

> So ganz verstanden habe ich das noch nicht. 2km laufen, 1min gehen bei den
> langen Läufen. Und dann bin ich im WK 10sek/km schneller?


das man mit der Methode schneller wird bezweifel ich stark.

Das man aber mit dieser Technik bei langen Läufen den orthopädischen
Apparat bei gleichem Trainingseffekt schont halte ich schon für möglich.

Vielleicht werde ich dieses Jahr, ohne Trainingsdruck, einfach mal so einen
Lauf probieren und dann hier berichten.

Gruß Thomas


--
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  #7  
Alt 11-21-2009, 03:31 PM
Winfried Strallhofer
 
Beiträge: n/a
Standard Re: Frage zur Galloway-Methode

Thomas R*ck hat geschrieben:

>nachdem ich durch den Brocken-Challenge Thread nun so richtig Lust auf einen
>etwas längeren Lauf bekommen habe, plane ich nächstes Jahr am Rennsteiglauf
>teilzunehmen.


Nette Sache ... :-)

>Allerdings möchte ich am 18.04.2010 in jedem Fall einen schnellen
>Spreewaldmarathon laufen und mit einer hoffentlich gut verlaufenden
>Vorbereitung, mich dann in das Abenteuer Rennsteig wagen.


Drei Wochen später? Ich könnte das nicht, aber manche laufen auch nach
nur eine Woche schon wieder neue Marathonbestzeit.

>Nun findet ja der Rennsteiglauf nächstes Jahr schon am 8. 05., also schon
>drei Wochen nach meinen Marathon statt. Also grade mal drei Wochen Zeit für
>die Erholung und Superkompensation, aber keine Zeit mehr für ein intensives
>Ultratraining bzw. für wirklich lange Läufe.


Vergiss das mit "Superkompensation"! Mehr als ein bisschen, aber
regelmäßiges Joggen wird in den drei Wochen nicht viel bringen.

>Meine Idee ist nun 3-4 lange Läufe in der Marathonvorbereitung auf bis zu
>50km zu verlängern und um die Belastung im Hinblick auf den schnellen MA
>möglichst gering zu halten, die Läufe nach der Galloway-Methode zu laufen.


Wie lang läufst du sonst im Marathontraining, 35 km? 50 km ist schon
verdammt weit! Gehpausen sind dabei sicher einen Versuch wert,
eventuell schon jetzt einmal bei einem Lauf über 20 oder 25 km
ausprobieren, ob sich die Beine danach und am nächsten Tag besser
anfühlen.

>Und wie sieht es mit der Galloway-Methode aus, hat da schon jemand
>Erfahrungen sammeln können, besonders im Hinblick auf einen geplanten Ultra?


Im Training habe ich es leider nie probiert, vielleicht weil mir die
Gehpausen peinlich gewesen wären. ;-) Aber beim Rennsteiglauf selbst
habe ich es probiert, allerdings erst in der zweiten Hälfte, und eher
dann wenn keine anderen Läufer in der Nähe waren vielleicht alle zehn
Minuten für 30 Sekunden. Ob's im Ergebnis was gebracht hat, kann ich
leider nicht sagen, weil ich insgesamt viel schneller als geplant
gelaufen bin, und dank zu wenig Training davor die Beine danach
ziemlich bedient waren.

Grüße
Winfried
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