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| Newsgroup de.alt.fan.aldi Grossdiscounter und Discountkultur. |
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#1
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X-No-Archive: Yes
begin Thread Moin, ich hatte noch schnell den Quelle-Katalog bestellt (gibt es ja bald wohl nicht mehr), und tatsächlich (ich war skeptisch): Da kam doch gestern was! Was mich dann wunderte: Es war so ein Mini-Teil im Format 16 x 19 cm, ca. 1" dick. Ok, mein letzter Quelle-Katalog liegt ja schon so 20-30 Jahre zurück (es gibt halt Unternehmen, die man nicht wirklich braucht - wann war ich doch gleich zuletzt bei Karstadt? Ich weiß es nicht mehr, wirklich nicht...), aber den hatte ich doch eher als so ca. 5 cm dicken Block im A-4-Format in Erinnerung. Habe ich jetzt die Spar-Ausgabe zur Liquidation bekommen, oder ist das schon länger so? Ich habe die ganze Geschichte um Arcandor und Konsorten nicht so richtig verfolgt, aber kommt da evtl. noch ein Kai aus der Kiste? Ich glaubte mich nämlich zu erinnern, daß vor ewig und noch ein paar Jahren Quelle mal seinen Mitbewerber Neckermann übernommen hätte (Wikipedia belehrt mich aber, daß Neckermann 1977 an Karstadt ging?) und dann selbst von Arcandor geschluckt wurde, aber Neckermann scheint fröhlich weiterzuexistieren und nicht in den Konkursstrudel geraten zu sein. Wenn ich mal raten sollte, so würde ich annehmen, daß es Interessenten gibt, die die ganze Quelle-Liquidation in Ruhe abwarten und sich in letzter Sekunde für einen müden Euro die Markenrechte und die Kundenkartei grabschen - PR-mäßig wäre es eigentlich ein ganz guter Clou, sich dann als "die neue Quelle" zu präsentieren und möglicherweise den Alt-Quellekunden auch noch Gewährleistungsversprechen zu machen. Oder beschwöre ich jetzt Tote? /Eigentlich/ verstehe ich die Quelle-Pleite nicht so ganz: Gerade wegen des Internets sollte Versandhandel doch eigentlich eine glänzende Zukunft haben - bei den hohen Energiekosten möchte man doch gar nicht mehr nervig "in die Stadt" fahren und sich die Hacken in großen Kaufhäusern plattlatschen, sondern sucht sich daheim bequem das billigste Angebot und läßt es sich schicken. Wenn da auch einzelne nicht die Kurve gekriegt haben sollten: Die Branche an sich sollte doch brummen. Ging es etwa darum, personelle Altlasten, vor allem eine Belegschaft in "traditionellen" Beschäftigungsverhältnissen loszuwerden? Welchen Wert hat eigentlich ein Versandhaus? Das meiste dürfte Umlaufvermögen (Warenbestände) sein, das Anlagekapital ist wohl vergleichsweise überschaubar (halt ein paar Immobilien), also gehen bei Insolvenzen eigentlich nur Papierwerte verloren bzw. dürften sich mit wenig Geld leicht wieder aus dem Boden stampfen lassen. Irgendwie riecht das sehr nach "gesunder Pleite", aber gesund für wen? Sieht jemand einen Nutznießer? Gruß aus Bremen Ralf -- R60: Substantive werden groß geschrieben. Grammatische Schreibweisen: adressiert Appell asynchron Atmosphäre Autor bißchen Ellipse Emission gesamt hältst Immission interessiert korreliert korrigiert Laie nämlich offiziell parallel reell Satellit Standard Stegreif voraus |
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#2
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On Sun, 25 Oct 2009 11:14:36 +0100, "Ralf . K u s m i e r z"
<me*privacy.invalid> wrote: >Was mich dann wunderte: Es war so ein Mini-Teil im Format 16 x 19 cm, >ca. 1" dick. Ok, mein letzter Quelle-Katalog liegt ja schon so 20-30 >Jahre zurück (es gibt halt Unternehmen, die man nicht wirklich braucht >- wann war ich doch gleich zuletzt bei Karstadt? Ich weiß es nicht >mehr, wirklich nicht...), aber den hatte ich doch eher als so ca. 5 cm >dicken Block im A-4-Format in Erinnerung. Die "Kleinen" gibts schon seit bestimmt 10-15 Jahren. Und zumindest am Anfang gabs noch eine Lupe dazu... ;o) Meine Mutter hatte die öfters, aber mit zunehmendem Alter wurds ihr irgendwann zu fuddelich... Maria -- ....ceterum censeo d.r.f. non esse discerpendam. Reality.sys not found - Reboot universe? |
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#3
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X-No-Archive: Yes
begin quoting, Maria VVinter schrieb: >> aber den hatte ich doch eher als so ca. 5 cm >> dicken Block im A-4-Format in Erinnerung. > Die "Kleinen" gibts schon seit bestimmt 10-15 Jahren. Ich hatte schon beinahe sowas vermutet. Gruß aus Bremen Ralf -- R60: Substantive werden groß geschrieben. Grammatische Schreibweisen: adressiert Appell asynchron Atmosphäre Autor bißchen Ellipse Emission gesamt hältst Immission interessiert korreliert korrigiert Laie nämlich offiziell parallel reell Satellit Standard Stegreif voraus |
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#4
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"Ralf . K u s m i e r z" hatte viele Fragen und Zweifel: > > Habe ich jetzt die Spar-Ausgabe zur Liquidation bekommen, oder ist das > schon länger so? Yep. Wie Maria ja auch schon schrieb- die 'Miniatuarausgaben' gibt's schon seit vielen Jahren. Mein Frauchen hat 'ne ganze Weile Sammelbesteller gemacht- und dann eine 'Normalausgabe' und noch Minis dazu erhalten. > > Ich habe die ganze Geschichte um Arcandor und Konsorten nicht so > richtig verfolgt, aber kommt da evtl. noch ein Kai aus der Kiste? Da kommen noch mehr Kais aus bisher unbeachteten Kisten als Du Dir vorstellen kannst... > Ich glaubte mich nämlich zu erinnern... An was? Arcandor?, Quelle?, Neckermann, Karstadt?, Hertie?, KaDeWe?, Alsterhaus?, Hapag...TUI...manche Heuschrecke hat mehr abgebissen als sie kauen, geschweige denn schlucken konnte. Mit dem großkotzigen Spruch 'man müsse sein Geschäftsfeld erweitern'. Alles ausgesaugt- gut laufende Unternehmen plattgemacht- aaaaber die Börsenkurse waren doch... Meinerseits kein Mitleid mit Mme Schickedanz. Wer sein florierendes Unternehmen unbedingt 'an die Börse' bringen muss- anstatt eine Erfolgsgeschichte fortzuführen... Was sind denn überhaupt 'Aktienbörse' und sogenannter 'Kapitalmarkt' überhaupt? Die Erfindung des Perpetuum-Mobile beim Geld (Werte)Umlauf? Um diesen nicht funktionierenden Müll zu durchschauen brauch ich keine 20Semester Wirtschaftsstudium. Jeder 'Gewinn' muß von irgendjemandem bezahlt/ erwirtschaftet werden. Faule? Kredite? Angefangen hat der Scheiß doch damit, daß die Rohstoffpreise hochspekuliert wurden- der Autoverkauf 'im Land der unbegrenzten Möglichkeiten' ging zurück- Sparmaßnahmen- Massenentlassungen- ehemals gut verdienende Leute können zu tausenden ihre Kredite für Häuser und Karten nicht mehr bedienen... und schon geht die Abwärtsspirale los...Die 'Verpflichtungen' vorher auch noch von einer Bank zur anderen hin- und her vertickt und damit noch Werte 'geschaffen'- die wir nun alle wieder 'gutmachen', ein zweites Mal erwirtschaften sollen- während die Börse schon wieder 'brummt'- und eine Minderheit sich auf diese Weise den Luxus genehmigt, der dann wenigstens in den coolen Lifestylemagazinen den 'edlen Spendern' per TV zugänglich gemacht wird. > - bei den hohen Energiekosten möchte man doch > gar nicht mehr nervig "in die Stadt" fahren und sich die Hacken in > großen Kaufhäusern plattlatschen 'in die Stadt' klingt wie: Dorf. Und sämtliche Gummistiefelomas bekommen nun 'ne Alternative zum Katalog? Und die boomenden Einkaufszentren, wo sich man(n) lieber 'ne gemütliche Ecke sucht, während die Beste mehrere tausend Quadratmeter akribisch 'durchsucht', funzen auch. Und selbst wenn ich hier mit rumtexte- Gewährleistungsansprüche lassen sich eben immernoch am besten beim Händler vor Ort durchsetzen- da steh' ich auif der Matte und mach das klar- den E-Mail- Abohl- oder auch nicht- oder sie waren nicht da 'Service'- Hickhack muss ich mir nicht antun. > Ging es etwa darum, personelle Altlasten, vor allem eine Belegschaft > in "traditionellen" Beschäftigungsverhältnissen loszuwerden? Schön für Dich, wenn Du keine 'Altlast' bist...Solche Formulierungen halt' ich für menschenverachtend. Micha |
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#5
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Am Sun, 25 Oct 2009 11:14:36 +0100 schrieb Ralf . K u s m i e r z:
> /Eigentlich/ verstehe ich die Quelle-Pleite nicht so ganz: Gerade > wegen des Internets sollte Versandhandel doch eigentlich eine > glänzende Zukunft haben Der Versandhandel läuft ja auch gut - nur in anderer Form. Da wird (dank Internet) eben nicht mehr eine große Bestellung gebündelt, sondern man kauft eben bei vielen Anbietern direkt ein. Die Bücher bei Amazon, die Batterien beim kleinen Spezialwebshop, kleinen Frickelkram bei E-Bay u.s.w.. Quelle gibt es zwar auch im Internet, wird aber vom Verbraucher mit "dem dicken Katalog" assoziiert und ist damit irgendwie von gestern, Außerdem hat ein gedruckter Katalog immer den Nachteil, nicht flexibel auf Preise der Konkurrenz reagieren zu können. Deshalb sind die Sachen auch meistens (gefühlt?) teurer als anderswo. >- bei den hohen Energiekosten möchte man doch > gar nicht mehr nervig "in die Stadt" fahren und sich die Hacken in > großen Kaufhäusern plattlatschen, sondern sucht sich daheim bequem das > billigste Angebot und läßt es sich schicken. Wenn da auch einzelne > nicht die Kurve gekriegt haben sollten: Die Branche an sich sollte > doch brummen. Das tut sie auch. Aber das sind dann typische Internet-Versender wie die schon oben erwähnten Amazon. Die haben einen hohen Bekanntheitsgrad. "Quelle" hat dagegen ein etwas angestaubtes Image - die gab es vor 30 Jahren schon, da hat man früher[tm] bestellt als es noch kein Internet gab. Und das auch nur wenn man irgendwo auf dem Dorf wohnte und kein Auto hatte. Dieses Image ist Quelle nicht mehr los geworden. > Welchen Wert hat eigentlich ein Versandhaus? Das meiste dürfte > Umlaufvermögen (Warenbestände) sein, das Anlagekapital ist wohl > vergleichsweise überschaubar (halt ein paar Immobilien), also gehen > bei Insolvenzen eigentlich nur Papierwerte verloren bzw. dürften sich > mit wenig Geld leicht wieder aus dem Boden stampfen lassen. Irgendwie > riecht das sehr nach "gesunder Pleite", aber gesund für wen? > > Sieht jemand einen Nutznießer? Eigentlich nicht. Mich überrascht eher, wie viel da noch dranhängt, z.B. einige hundert Mitarbeiter bei der Post. Grüße, Frank |
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#6
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X-No-Archive: Yes
begin quoting, Michael Schlücker schrieb: > An was? Arcandor?, Quelle?, Neckermann, Karstadt?, Hertie?, KaDeWe?, > Alsterhaus?, Hapag...TUI...manche Heuschrecke hat mehr abgebissen als sie > kauen, geschweige denn schlucken konnte. Mit dem großkotzigen Spruch 'man > müsse sein Geschäftsfeld erweitern'. Alles ausgesaugt- gut laufende > Unternehmen plattgemacht- aaaaber die Börsenkurse waren doch... Meinerseits > kein Mitleid mit Mme Schickedanz. Wer sein florierendes Unternehmen > unbedingt 'an die Börse' bringen muss- anstatt eine Erfolgsgeschichte > fortzuführen... > Was sind denn überhaupt 'Aktienbörse' und sogenannter 'Kapitalmarkt' > überhaupt? Die Erfindung des Perpetuum-Mobile beim Geld (Werte)Umlauf? Um > diesen nicht funktionierenden Müll zu durchschauen brauch ich keine > 20Semester Wirtschaftsstudium. Jeder 'Gewinn' muß von irgendjemandem > bezahlt/ erwirtschaftet werden. Faule? Kredite? Angefangen hat der Scheiß > doch damit, daß die Rohstoffpreise hochspekuliert wurden- der Autoverkauf > 'im Land der unbegrenzten Möglichkeiten' ging zurück- Sparmaßnahmen- > Massenentlassungen- ehemals gut verdienende Leute können zu tausenden ihre > Kredite für Häuser und Karten nicht mehr bedienen... und schon geht die > Abwärtsspirale los...Die 'Verpflichtungen' vorher auch noch von einer Bank > zur anderen hin- und her vertickt und damit noch Werte 'geschaffen'- die wir > nun alle wieder 'gutmachen', ein zweites Mal erwirtschaften sollen- während > die Börse schon wieder 'brummt'- und eine Minderheit sich auf diese Weise > den Luxus genehmigt, der dann wenigstens in den coolen Lifestylemagazinen > den 'edlen Spendern' per TV zugänglich gemacht wird. Uiuiuiuiui... Ist hier Parteitag? Gruß aus Bremen Ralf -- R60: Substantive werden groß geschrieben. Grammatische Schreibweisen: adressiert Appell asynchron Atmosphäre Autor bißchen Ellipse Emission gesamt hältst Immission interessiert korreliert korrigiert Laie nämlich offiziell parallel reell Satellit Standard Stegreif voraus |
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#7
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Frank Hucklenbroich wrote:
> "Quelle" hat dagegen ein etwas angestaubtes Image - die gab es vor 30 > Jahren schon, da hat man früher[tm] bestellt als es noch kein Internet gab. > Und das auch nur wenn man irgendwo auf dem Dorf wohnte und kein Auto hatte. > Dieses Image ist Quelle nicht mehr los geworden. Ich finde, dass Quelle sich aber auch nicht sonderlich bemüht hat, aufs Internetgeschäft zu setzen. Vor ca. einem Jahr habe ich dort mal was bestellt (rein übers Internet, ich hatte keinen Katalog) und das finden war schon sakrisch schwer. Ich hatte einen veralteten Link über Google gefunden und mußte dann meinen Artikel so bei denen finden. Viele Grüße von Dani |
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#8
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On 27 Okt., 02:20, Daniela Duerbeck <daniela.duerb...*gmx.de> wrote:
> Frank Hucklenbroich wrote: > > "Quelle" hat dagegen ein etwas angestaubtes Image - die gab es vor 30 > > Jahren schon, da hat man früher[tm] bestellt als es noch kein Internet gab. > > Und das auch nur wenn man irgendwo auf dem Dorf wohnte und kein Auto hatte. > > Dieses Image ist Quelle nicht mehr los geworden. > > Ich finde, dass Quelle sich aber auch nicht sonderlich bemüht hat, aufs > Internetgeschäft zu setzen. > Vor ca. einem Jahr habe ich dort mal was bestellt (rein übers Internet, > ich hatte keinen Katalog) und das finden war schon sakrisch schwer. > Ich hatte einen veralteten Link über Google gefunden und mußte dann > meinen Artikel so bei denen finden. > > Viele Grüße von Dani mir ist letztens ein alter artikel unter gekommen (von 2007), in dem man bei quelle intern offenbar entschieden hat, dass das internetgeschäft nicht rentabel sei. heute spielt es keine rolle mehr und jeder verwantwortliche wird es offensichtlich dementieren, dass man bestellen via internet wieder abschaffen wollte. meinermeinung nach ist quelle selbst schuld. ich bestelle öfter onnline bei neckermann. DA macht das onlinesuchen spass... |
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