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| Newsgroup de.sci.raumfahrt Missionen, Technik, Forschung. |
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#1
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Wie wurde es bei den Apollo-Mission ermöglicht, daß die zum
Rückflug gestartete Mondlandefähre ihr Mutterschiff wiederfindet? Ist es nicht sehr schwer, die Mondlandefähre so zu navigieren, daß sie schließlich die richtige Position und Geschwindigkeit hat, um wieder an das Mutterschiff anzudocken? Dabei gibt es vermutlich drei Phasen: Einmal erst einmal ohne Sicht grob die Richtung zum Mutterschiff finden und auf dessen Bahngeschwindigkeit beschleunigen. Dann fein navigieren, wobei man das Mutterschiff eventuell schon sehen kann. Schließlich noch eine Feinstnavigation, um genau anzukoppeln (eventuell mit einer kleinen Restgeschwindigkeit zum »Einrasten« in eine Haltemechanik? Oder ohne Restgeschwindigkeit mit manuellem Auslösen einer Haltemechanik?) Welcher Teil der Navigation wurde dabei vom Bordcomputer erledigt und welcher von Menschen? Wie wurde dabei die Position der Mondlandefähre und des Mutterschiffs bestimmt (insbesondere in der ersten Phase)? (Ich nehme einmal an, es gab damals kein GPS auf dem Mond. Es würde ja vielleicht reichen, wenn man die relative Position eines der beiden Gefährte und möglichst auch die relative Geschwindigkeit bestimmen könnte.) |
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#2
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Stefan Ram schrieb:
> Ist es nicht sehr schwer, die Mondlandefähre so zu navigieren, > daß sie schließlich die richtige Position und Geschwindigkeit > hat, um wieder an das Mutterschiff anzudocken? Das Landen ohne nennenswerten Computer, ohne Fallschirm, ohne Echolot und ohne zu rotieren stelle ich mit schwerer vor. Das Mutterschiff könnte man anpingen. Grüße, Joachim |
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#3
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Stefan Ram schrieb:
> Ist es nicht sehr schwer, die Mondlandefähre so zu navigieren, > daß sie schließlich die richtige Position und Geschwindigkeit > hat, um wieder an das Mutterschiff anzudocken? Das Landen ohne nennenswerten Computer, ohne Fallschirm, ohne Echolot und ohne zu rotieren stelle ich mir schwerer vor. Das Mutterschiff könnte man anpingen, und jenes könnte bremsen, wenn es zu schnell ist. Grüße, Joachim |
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#4
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Joachim Pimiskern schrieb:
> Das Mutterschiff könnte man anpingen, und jenes könnte > bremsen, wenn es zu schnell ist. Ich habe den leisen Verdacht, dass Du von Bahnmechanik nicht allzu viel verstehst. ![]() Chris |
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#5
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Am 2009-11-07 10:41, schrieb Stefan Ram:
> Dabei gibt es vermutlich drei Phasen: Einmal erst einmal > ohne Sicht grob die Richtung zum Mutterschiff finden und auf > dessen Bahngeschwindigkeit beschleunigen. Dann fein > navigieren, wobei man das Mutterschiff eventuell schon sehen > kann. Schließlich noch eine Feinstnavigation, um genau > anzukoppeln so ungefähr... http://history.nasa.gov/afj/loressay.htm -- Matthias |
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#6
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Matthias Kahlert writes:
>so ungefähr... >http://history.nasa.gov/afj/loressay.htm Beeindruckend wie viel Gedanken man sich über Redundanz bei der Ermittlung und Berechnung der Daten gemacht hat und wie man diese dann auch verwirklicht hat. Den Ingenieuren lag das Leben der Astronauten wirklich am Herzen! Aus einer anderen Quelle weiß ich, daß eine Sorge wohl auch war, daß die Raketen auf dem Mond einfach nicht zünden könnten und das war's dann. Aus der obigen Quelle sind mir jetzt zwei Stücke noch besonders in Erinnerung: »By using a collection of specialized charts and tables, the LM crew could plot their position and calculate the required burns by hand« und - direkt vor dem Wiederandocken: »Several minutes of "station keeping", or orbital formation flying, are performed to allow the crews to photograph each others spacecraft.« |
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#7
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Stefan Ram schrieb: > Wie wurde dabei die Position der Mondlandefähre und des > Mutterschiffs bestimmt (insbesondere in der ersten Phase)? > (Ich nehme einmal an, es gab damals kein GPS auf dem Mond. > Es würde ja vielleicht reichen, wenn man die relative > Position eines der beiden Gefährte und möglichst auch die > relative Geschwindigkeit bestimmen könnte.) Hallo, die Mondlandefähre hatte doch gleich zwei Radargeräte, eines für den Abstand zum Mond bei der Landung, das andere für den Abstand zum Mutterschiff bei der Rückkehr. Mit den Radargeräten konnte man ja nicht nur den Abstand messen, sondern durch Benutzung des Dopplereffekts auch die Relativgeschwindigkeit zwischen beiden. Übrigens gab es damals auch auf der Erde kein GPS, sondern nur Omega, Decca und Loran zur Positionsbestimmung mittels spezieller Karten mit aufgedruckten Hyperbelscharen. Das erste Satellitennavigationssystem Transit http://de.wikipedia.org/wiki/Transit_(Satellitensystem) gab es allerdings schon. Bye |
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#8
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Stefan Ram schrieb: > Dabei gibt es vermutlich drei Phasen: Einmal erst einmal > ohne Sicht grob die Richtung zum Mutterschiff finden und auf > dessen Bahngeschwindigkeit beschleunigen. Dann fein > navigieren, wobei man das Mutterschiff eventuell schon sehen > kann. Schließlich noch eine Feinstnavigation, um genau > anzukoppeln (eventuell mit einer kleinen Restgeschwindigkeit > zum »Einrasten« in eine Haltemechanik? Oder ohne > Restgeschwindigkeit mit manuellem Auslösen einer > Haltemechanik?) Hallo, vermutlich gibt es vorher noch zwei wichtige Phasen, die Landefähre muß genau zum richtigen Zeitpunkt starten damit das Mutterschiff in der optimalen Position für das Rendezvous ist und sie muß in die richtige Bahnebene starten sowie die gleiche Bahnform erreichen. Bye |
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#9
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Uwe Hercksen wrote:
> vermutlich gibt es vorher noch zwei wichtige Phasen, die Landefähre muß > genau zum richtigen Zeitpunkt starten damit das Mutterschiff in der > optimalen Position für das Rendezvous ist und sie muß in die richtige > Bahnebene starten sowie die gleiche Bahnform erreichen. Es ist wichtig, dass dieselbe Bahnebene (Knoten und Inklination) erreicht werden. Die Phase (d.h., die Position auf der jeweiligen Bahn), braucht nicht ganz identisch zu sein, das lässt sich dirch Wahlt einer geringfügig kleineren oder groeßeren Bahnperiode der Landefähre ausgleichen. Ganz unterschiedlich sollte die Phase aber auch nicht sein. |
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#10
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Michael Khan schrieb: > Es ist wichtig, dass dieselbe Bahnebene (Knoten und Inklination) > erreicht werden. Die Phase (d.h., die Position auf der jeweiligen > Bahn), braucht nicht ganz identisch zu sein, das lässt sich dirch > Wahlt einer geringfügig kleineren oder groeßeren Bahnperiode der > Landefähre ausgleichen. Ganz unterschiedlich sollte die Phase aber > auch nicht sein. > Hallo, zur Anpassung einer stark unterschiedlichen Phase würde man ja zwar nicht wesentlich mehr Energie (Treibstoff für Bahnkorrekturmanöver) brauchen als die Anpassung geringer Phasenverschiebungen aber eben wesentlich mehr Zeit, die man aber nicht hat. Welche Instrumente konnte man denn benutzen um die richtige Bahnebene sicherzustellen? Die vorhandenen Trägheitsnavigationssysteme von Mutterschiff und Landefähre sicherlich, das Radargerät wird dafür wohl weniger hilfreich gewesen sein. War das Teleskop zur Messung von Sternenpositionen auch dafür hilfreich? Man brauchte ja die Resultate ziemlich schnell um Bahnkorrekturen so früh wie möglich zu machen. Bye |
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