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| Newsgroup de.etc.bahn.misc Bahnthemen ohne Spezialgruppe. |
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#1
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Hallo zusammen,
heute im Radio WDR4 um 20.00 Uhr kam die Meldung, dass die SNCF der Bahn in Deutschland im Fernverkehr Konkurrenz machen will. Hat das noch jemand aus anderer Quelle? -- Alles für die Quote! Bye und Gruß, Andreas. mailto:andreas.walter.awa*gmx.net http://misctalker.de |
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#2
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Andreas Walter wrote:
> Hallo zusammen, > > heute im Radio WDR4 um 20.00 Uhr kam die Meldung, dass > die SNCF der Bahn in Deutschland im Fernverkehr > Konkurrenz machen will. > > Hat das noch jemand aus anderer Quelle? > Finantial Times Deutschland <http://www.ftd.de/unternehmen/handel...che-bahn-sncf- wettbewerb-auf-der-schiene-aber-fuer-alle/50030392.html> -- Alles für die Quote! Bye und Gruß, Andreas. mailto:andreas.walter.awa*gmx.net http://misctalker.de |
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#3
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Andreas Walter wrote:
> Finantial Times Deutschland > ><http://www.ftd.de/unternehmen/handel...che-bahn-sncf- > wettbewerb-auf-der-schiene-aber-fuer-alle/50030392.html> Das ist nur ein Kommentar. Die Meldung ist hier: http://www.ftd.de/unternehmen/handel.../50030459.html -- "And guess what software Osama Bin Laden uses on his laptop? [...] Osama uses Linux because he knows [it is] designed to counterfeit DVDs, circumventing the Digital Millenium Copyright Act, and defraud companies like Disney." -- http://www.shelleytherepublican.com |
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#4
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Am Thu, 29 Oct 2009 21:28:56 UTC, schrieb Andreas Walter
<andreas.walter.awa*gmx.net> auf de.etc.bahn.misc : > > die Meldung, dass die SNCF der Bahn in Deutschland gemeint ist die Firma DB AG. SNCF ist auch "die Bahn". > > im Fernverkehr Konkurrenz machen will. > Finantial Times Deutschland > > <http://www.ftd.de/unternehmen/handel...che-bahn-sncf- > wettbewerb-auf-der-schiene-aber-fuer-alle/50030392.html> Genauer: > <http://www.ftd.de/unternehmen/handel-dienstleister/:geplante-billigzuege-franzosen-attackieren-deutsche-bahn/50030459.html> Paar Klarstellungen dazu: 1. Laut FTD ist es Keolis, nicht SNCF selbst, die die Verbindungen anbieten will. Solche gibt es schon von Veolia und Arriva. Veolia hatte auch mehr geplant und einiges wieder eingestellt. 2. Geplant seien 2 Linien: -- Strasbourg - Frankfurt - NRW - Hamburg -- Frankfurt - Berlin - Hamburg Straßburg - Frankfurt wäre eine willkommene Neuerung, weil es derzeit keine Direktverbindungen zwischen diesen beiden Strecken gibt (wie sollte ein heutiger Goethe in seinen Semesterferien von Straßburg nachhause fahren?). Aber dann über NRW nach Hamburg? Da fährt schon allerhand. Oder soll es etwa über die Schnellfahrstrecke durch den Westerwald gehen? Die zweite Linie ist ja nun sehr krumm. OK, DB fährt eine ICE-Linie von Berlin über Kassel, Frankfurt und Stuttgart nach München... Berlin - Hamburg ist eine interessante Strecke, und Frankfurt - Berlin über, sagen wir mal, Halle und ohne Umstieg für weniger Geld als der durchgehende ICE könnte auch interessant sein. Aber in dem FTD-Artikel heißt es, daß "gebrauchte Züge [...] eine günstige Konkurrenz zu den Intercitys der DB werden" sollen. Bringts das wirklich? Der Artikel spielt an auf die zukünftigen Verkehre über die LGV Rhin - Rhone, deren erster Abschnitt nächstens oder übernächstes Jahr in betrieb gehen soll, und wo die DB, so sagt es SNCF, die Franzosen hinhält bezüglich der Frage, ob sie die Strecke (z.B. mit Frankfurt - {Freiburg | Strasbourg} - Lyon {- Marseille}) alleine oder in Kooperation mit der DB bedienen will. MfG, L.W. ----------------------------------------------------- Mehr Brutto! Lohnverzicht lohnt sich nicht! |
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#5
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Michael Holzt schrieb am Thu, 29 Oct 2009 22:36:21 +0000 (UTC):
> Das ist nur ein Kommentar. Die Meldung ist hier: | Nach FTD-Informationen plant der von SNCF kontrollierte Betreiber | Keolis, ab 2011 auf zwei Routen quer durch Deutschland 20 Züge | einzusetzen. | Die gebrauchten Züge sollen eine günstige Konkurrenz zu den | Intercitys der DB werden, hieß es in SNCF-Kreisen. Man probiert also mal, ob das von DB aufgegebene Marktsegment, das früher die Interregio-Züge erreicht haben, auf ein paar ausgewählten Strecken noch was abwerfen kann. Vielleicht mit abgewirtschafteten Corail-Wagen, denen man ein bißchen Farbe und neue Polster spendiert hat und sie so noch mal vor dem Schrottplatz rettet, das wäre so eine Art Gegenstück dazu. So what? Zwanzig Züglein, zwei Linien, macht allenfalls vier Zugpaare am Tag. Aber immerhin zu einem Zeitpunkt, da man mit mehr Nachfrage bei preissensiblem Publikum durchaus rechnen kann. Ist vielleicht ein bißchen dicke, was DieBahn dazu meint: | "Im Krieg gibt es keine Gewinner", sagte der DB-Vorstand für | Personenverkehr, Ulrich Homburg, der FTD. "Das wird eine blutige | Schlacht, die in den Bilanzen tiefe Spuren hinterlässt." Ein anderer | Bahn-Manager warnte, dass die Zusammenarbeit und der gemeinsame | Betrieb einer neuen Strecke von Frankfurt nach Südfrankreich ab 2011 | gefährdet sein könnten. Na schön. "Schlacht" meint wohl, man könnte sich gezwungen sehen, in den betreffenden Relationen die Sparpreiskontingente etwas höher zu schrauben, dann könnte der "Feind" in der Tat schnell "geschlagen" sein. Kostet ein bißchen Geld, nicht schön für den Börsengang, der ja neuerdings wieder gefragt ist, aber Marktwirtschaft kostet halt auch mal was, wenn man über den Quartalsbericht hinaus zu denken in der Lage ist. Aber Homburg will ja wohl keine Marktwirtschaft, er kann nämlich noch dicker: | Homburg machte klar, dass die Bahn eine Intervention von Kanzlerin | Angela Merkel beim französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy | erwartet. Schon im Sommer hatte DB-Chef Rüdiger Grube erklärt, er | habe Merkel gebeten, sich bei Sarkozy für die Bahn einzusetzen. Die | DB beklagt seit Jahren Diskriminierungen auf dem für | SNCF-Konkurrenten kaum zugänglichen französischen Markt. Der letzte Satz erklärt vielleicht, warum Herr Homburg da wie ein aufgescheuchter Hahn mit den Flügeln flattert. Ansonsten erscheint das Theater wenig glaubwürdig, eher lächerlich. Und Herr Homburg hat eine wirklich, ähm, überarbeitungsbedürftige Rhetorik. Vielleicht fordert er nächstens auch noch den Einmarsch der Freiwilligen Feuerwehr Passau nach Österreich, wenn ihm da was nicht passt. Der Konzern sollte ihm da mal etwas Training spendieren. Gruß - Reinhard. -- 70086 HKWA (52°22,726'N - 009°48,775'E) ~=*=~ www.debx.de ~=*=~ die Homepage der deb*-Newsgruppen. |
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#6
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Reinhard Greulich <usn0208+nospam*greulich.de> wrote:
> Michael Holzt schrieb am Thu, 29 Oct 2009 22:36:21 +0000 (UTC): > > > Das ist nur ein Kommentar. Die Meldung ist hier: > > | Nach FTD-Informationen plant der von SNCF kontrollierte Betreiber > | Keolis, ab 2011 auf zwei Routen quer durch Deutschland 20 Züge > | einzusetzen. > > | Die gebrauchten Züge sollen eine günstige Konkurrenz zu den > | Intercitys der DB werden, hieß es in SNCF-Kreisen. > > Man probiert also mal, ob das von DB aufgegebene Marktsegment, das > früher die Interregio-Züge erreicht haben, auf ein paar ausgewählten > Strecken noch was abwerfen kann. Sorry, das "a la IR" ist Blödsinn. Wenn man mal von der Anbindung der "Schnittstelle" Strasbourg zur Muttergesellschaft absieht, hast du da zwei Streckenführungen, auf denen die DB heutzutage abschnittsweise ziemlich dahertrödelt. So kann man z.B. zwischen Köln und Hamburg locker ne halbe Stunde schneller sein, als die derzeitigen IC, entsprechendes gilt für Frankfurt - Berlin. Keolis kann dann problemlos Halte in Dochum, Dortmund, .... bzw. in Fulda, Hildesheim und Braunschweig auslassen. Wie FV a la francaise aussieht, kann man schön an den Strecken ab Paris nach Frankfurt und Stuttgart/München sehen: Keine Milchkannenhalte, dafür knackige Fahrzeiten und das auf Strecken mit hoher Nachfrage. Aber zu glauben, dass die SNCF mit einem Tochterunternehmen in .de auf den Spuren eingestellter IR-Verbindungen wandelt, wird nur ein hehrer, schratiger Wunschtraum bleiben. Mit "langsam, aber billig" kannst du mit egenwirtschaftlichem verkehr in .de dank SWT/Qdl-Tickets in Staatsknetezügen keinen Blumentopf gewinnen. -- Oliver Schnell |
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#7
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Am Thu, 29 Oct 2009 23:45:05 UTC, schrieb Reinhard Greulich
<usn0208+nospam*greulich.de> auf de.etc.bahn.misc : > Und Herr Homburg hat eine wirklich, ähm, überarbeitungsbedürftige > Rhetorik. Das ist erstmal ein Artikel der FTD. Stimmt das alles, was die schreiben? Die wirkliche Konkurrenz findet derzeit im Güterverkehr statt. Der DB gehört der größe Konkurrent von SNCF Fret in Frankreich, und demnächst wird der SNCF der größte Konkurrent von DB Schenker Rail in Deutschland gehören. MfG, L.W. ------------------------------------------------------- Mehr Brutto! Lohnverzicht lohnt sich nicht! |
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#8
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Reinhard Greulich schrieb:
> Und Herr Homburg hat eine wirklich, ähm, überarbeitungsbedürftige > Rhetorik. Vielleicht fordert er nächstens auch noch den Einmarsch der > Freiwilligen Feuerwehr Passau nach Österreich, wenn ihm da was nicht > passt. Wenn diese Rhetorik mal so veraltet wäre. In Deutschland merkt man das nicht so, aber bei amerikanischen Managern scheint mir Kriegsrhetorik momentan sehr in Mode zu sein. Allgemein scheinen sich militärische Begriffe im Wirtschaftsleben im englischen Sprachraum immer mehr durchzusetzen. Die Firmenzentrale heißt "Headquarters", das Besprechungszimmer für Krisensitzungen "War Room", und so weiter. Löst das eigentlich bei anderen Mitarbeitern kein beklemmendes Gefühl aus? > Der Konzern sollte ihm da mal etwas Training spendieren. Ich befürchte, genau daher hat er das. :-( .... Martin |
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#9
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Martin Bienwald (30.10.2009 10:36):
> Reinhard Greulich schrieb: > >> Und Herr Homburg hat eine wirklich, ähm, überarbeitungsbedürftige >> Rhetorik. Vielleicht fordert er nächstens auch noch den Einmarsch der >> Freiwilligen Feuerwehr Passau nach Österreich, wenn ihm da was nicht >> passt. > > Wenn diese Rhetorik mal so veraltet wäre. In Deutschland merkt man das > nicht so, aber bei amerikanischen Managern scheint mir Kriegsrhetorik > momentan sehr in Mode zu sein. > > Allgemein scheinen sich militärische Begriffe im Wirtschaftsleben im > englischen Sprachraum immer mehr durchzusetzen. Die Firmenzentrale heißt > "Headquarters", das Besprechungszimmer für Krisensitzungen "War Room", > und so weiter. Bei meinem vorletzten Arbeitgeber wurde der große Besprechungsraum mit dem ringförmigen Tisch als "Nato-Saal" bezeichnet. Da Didi -- Dieter Brügmann, Spandau (bei Berlin) http://didispandau.de +20¤ * Schenkel +32,16¤ * Lorem & Ipsum 21¤ * Intriganten 13 * Märche |
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#10
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Am Fri, 30 Oct 2009 11:58:42 +0100 schrieb Dieter Bruegmann:
> Bei meinem vorletzten Arbeitgeber wurde der große Besprechungsraum mit > dem ringförmigen Tisch als "Nato-Saal" bezeichnet. So heißt auch der Raum im WDR-Funkhaus in Köln, wo der Rundfunkrat tagt. Grüße, Frank |
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