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#1
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Da bei modernen Rechnern die Festplatte IMHO der Flaschenhals ist,
überlege ich mir eine Solid-State-Disk zuzulegen. Ich dachte an ca. 32-64 GB, da die ja wohl ausreicht, wenn / und die Konfigurationsdateien vom /home da drauf kommen. Da die Teile ja ca. 3x schneller als SATA2-Platten sind, würde ich einen Geschwindigkeitszuwachs von 300% erwarten. Mache ich hier einen Denkfehler? Das Kopieren von Daten auf die Festplatten geht natürlich langsamer, aber wenn noch genug Platz auf der SSD ist, um die Daten zu cachen, sollte man das nicht merken. Hat schon jemand Erfahrung mit so einer Konstruktion? Gruß, Frank -- gpg public key available from keyservers Please use the DSA- and not the RSA-key! |
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#2
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Hallo!
Frank Streitz wrote: > Da bei modernen Rechnern die Festplatte IMHO der Flaschenhals ist, > überlege ich mir eine Solid-State-Disk zuzulegen. Ich dachte an ca. > 32-64 GB, da die ja wohl ausreicht, wenn / und die Konfigurationsdateien > vom /home da drauf kommen. home muss gar nicht. Wenn die Verzeichnisse wichtiger Serverdienste auf der SSD liegen, reicht das. Es ist sogar vorteilhaft home und die Systemdaten auf unterschiedlichen physischen Volumes zu haben, da das echte Parallelität ermöglicht. > Da die Teile ja ca. 3x schneller als SATA2-Platten sind, würde ich einen > Geschwindigkeitszuwachs von 300% erwarten. Mache ich hier einen > Denkfehler? Der Unterschied in IOPS ist bei guten SSDs eher größer, wenn man nicht gerade gegen Serverplatten vergleicht. Die Übertragungsrate ist nämlich in dem Zusammenhang nahezu irrelevant. Es zählt die Zugriffszeit. Allerdings ist die Plattengeschwindigkeit natürlich nur ein Parameter, und wenn man die nur schnell genug macht, klemmt es halt wo anders. > Das Kopieren von Daten auf die Festplatten geht natürlich > langsamer, aber wenn noch genug Platz auf der SSD ist, um die Daten zu > cachen, sollte man das nicht merken. Ist meist OK. Swap ist halt ein Kompromiss. Einerseits ist es schön schnell, swap auf einer SSD zu haben, andererseits sind das natürlich über 50% Schreibzugriffe, da nicht alles, was im swap landet jemals wieder gelesen wird. Die Alternative ist so viel RAM wie geht, dann ist swap fast egal und wird höchstens für Suspend to Disk genutzt. > Hat schon jemand Erfahrung mit so > einer Konstruktion? Nein, ich arbeite selbst noch daran. Allerdings habe ich schnelle 15k und 10k SCSI-Platten für den Rest, deshalb würde ich wirklich nur das System auf die SSD packen. Damit brauche ich vielleicht 8GB. Marcel |
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#3
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On 2009-10-26, Marcel Müller wrote:
> Frank Streitz wrote: >> Da bei modernen Rechnern die Festplatte IMHO der Flaschenhals ist, >> überlege ich mir eine Solid-State-Disk zuzulegen. Ich dachte an ca. >> 32-64 GB, da die ja wohl ausreicht, wenn / und die Konfigurationsdateien >> vom /home da drauf kommen. > home muss gar nicht. Wenn die Verzeichnisse wichtiger Serverdienste auf > der SSD liegen, reicht das. Es ist sogar vorteilhaft home und die > Systemdaten auf unterschiedlichen physischen Volumes zu haben, da das > echte Parallelität ermöglicht. Ich meinte jetzt nur die Pointfiles. Da die ja vor jedem Programmstart gelesen werden, sollten dadurch die Programme erheblich schneller starten. >> Da die Teile ja ca. 3x schneller als SATA2-Platten sind, würde ich einen >> Geschwindigkeitszuwachs von 300% erwarten. Mache ich hier einen >> Denkfehler? > Der Unterschied in IOPS ist bei guten SSDs eher größer, wenn man nicht > gerade gegen Serverplatten vergleicht. Die Übertragungsrate ist nämlich > in dem Zusammenhang nahezu irrelevant. Es zählt die Zugriffszeit. > Allerdings ist die Plattengeschwindigkeit natürlich nur ein Parameter, > und wenn man die nur schnell genug macht, klemmt es halt wo anders. Ich denke, das ist genug Information, um mir so ein Teil zuzulegen, wenn ich mal wieder ein paar Euro übrig habe. ;-) Vielen Dank für Deine Erklärung! Gruß, Frank -- gpg public key available from keyservers Please use the DSA- and not the RSA-key! |
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#4
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Hallo,
Frank Streitz wrote: >> home muss gar nicht. Wenn die Verzeichnisse wichtiger Serverdienste auf >> der SSD liegen, reicht das. Es ist sogar vorteilhaft home und die >> Systemdaten auf unterschiedlichen physischen Volumes zu haben, da das >> echte Parallelität ermöglicht. > > Ich meinte jetzt nur die Pointfiles. Da die ja vor jedem Programmstart > gelesen werden, sollten dadurch die Programme erheblich schneller > starten. habe ich noch nicht probiert. Aber vermuten würde ich, dass es wenig bringt. Denn das einzelne Anwendungsprogramm liest bei einem Programmstart nur einzelne dieser Files. Verglichen mit seinen eigenen Komponenten nebst Plug-Ins etc. ist das eher zweitrangig. Ferner muss man schon massiv mit Links arbeiten, um die Daten auf ein anderes Volume zu legen, als die Config-Files im selben Verzeichnis. Marcel |
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#5
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Hallo Frank,
Du schriebst am Sun, 25 Oct 2009 16:21:05 +0100: > Da bei modernen Rechnern die Festplatte IMHO der Flaschenhals ist, > überlege ich mir eine Solid-State-Disk zuzulegen. Ich dachte an ca. Diese Dinger arbeiten normalerweise mit Flash-EPROMs. Lesen geht mit einigen 10 MB/s, Schreiben dauert "ewig" und geht nur in Blöcken von "mehreren" KB Größe (64 oder emhr), Schreiben in einen schon beschriebenen Bereich setzt dessen Löschen voraus, Schreib-/Löschzyklen sind begrenzt, wenn auch inzwischen bei mindestens 100.000 bis 1.000.000 (aber auch eine Million ist bei häufig geänderten Daten u.U. schnell erreicht, z.B. bei Swap). Für "hauptsächlich zu lesende" Daten gut geeignet, für häufig zu schreibende Daten eher eine schlechte Idee. So am Rande bemerkt... -- (Weitergabe von Adressdaten, Telefonnummern u.ä. ohne Zustimmung nicht gestattet, ebenso Zusendung von Werbung oder ähnlichem) ----------------------------------------------------------- Mit freundlichen Grüßen, S. Schicktanz ----------------------------------------------------------- |
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#6
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Also sprach Sieghard Schicktanz
> Hallo Frank, > > Du schriebst am Sun, 25 Oct 2009 16:21:05 +0100: > > > Da bei modernen Rechnern die Festplatte IMHO der Flaschenhals ist, > > überlege ich mir eine Solid-State-Disk zuzulegen. Ich dachte an ca. > > Diese Dinger arbeiten normalerweise mit Flash-EPROMs. > Lesen geht mit einigen 10 MB/s, > Schreiben dauert "ewig" und geht nur in > Blöcken von "mehreren" KB Größe (64 oder emhr), Schreiben in einen schon > beschriebenen Bereich setzt dessen Löschen voraus, Schreib-/Löschzyklen > sind begrenzt, wenn auch inzwischen bei mindestens 100.000 bis 1.000.000 > (aber auch eine Million ist bei häufig geänderten Daten u.U. schnell > erreicht, z.B. bei Swap). > > Für "hauptsächlich zu lesende" Daten gut geeignet, für häufig zu > schreibende Daten eher eine schlechte Idee. > So am Rande bemerkt... > Deine Infos sind - "hüstel" - nicht ganz aktuell. :-) Das hier ist gerade der Renner: Intel X25-M G2 Postville 80GB, 2.5", SATA II, lesen: 250MB/s ? schreiben: 70MB/s http://geizhals.at/deutschland/a454106.html Ich habe seit ein paar Tagen "nur" eine 64 GB Samsung SSD. Im Vergleich zur WD Raptor, die vorher auf meinem PC lief, nochmal ein mächtig gewaltiger Schub. Gruß, Lutz |
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#7
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Hallo Lutz,
Du schriebst am Sat, 31 Oct 2009 15:35:18 +0100: > > > überlege ich mir eine Solid-State-Disk zuzulegen. Ich dachte an ca. > > > > Diese Dinger arbeiten normalerweise mit Flash-EPROMs. .... > Deine Infos sind - "hüstel" - nicht ganz aktuell. :-) Soso. > Das hier ist gerade der Renner: > Intel X25-M G2 Postville 80GB, 2.5", SATA II, > lesen: 250MB/s ? schreiben: 70MB/s Dauernd? Oder nur 'n paar KB (bis gar MB), und dann Einbruch? Wer sagt, daß nicht auch Flash-EPROMs mit Cache arbeiten können? > Ich habe seit ein paar Tagen "nur" eine 64 GB Samsung SSD. > Im Vergleich zur WD Raptor, die vorher auf meinem PC lief, nochmal ein > mächtig gewaltiger Schub. Da gibt's ja mehrere Bereiche, die da was ausmachen - der Wegfall der mechanischen Latenzen ist ja schon ein "gewaltiger Schub". Die Werte, die ohne diese "Bremsen" erreichbar sind, sind aber nicht ganz so "gewaltig" unterschiedlich. -- (Weitergabe von Adressdaten, Telefonnummern u.ä. ohne Zustimmung nicht gestattet, ebenso Zusendung von Werbung oder ähnlichem) ----------------------------------------------------------- Mit freundlichen Grüßen, S. Schicktanz ----------------------------------------------------------- |
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#8
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Hallo Frank,
Du schriebst am Sat, 31 Oct 2009 21:01:51 +0100: > >> Intel X25-M G2 Postville 80GB, 2.5", SATA II, lesen: 250MB/s ? > >> schreiben: 70MB/s > > > > Dauernd? Oder nur 'n paar KB (bis gar MB), und dann Einbruch? Wer sagt, > > daß nicht auch Flash-EPROMs mit Cache arbeiten können? > > Dauernd, beim sequenziellen lesen/schreiben. Dann ist das wohl eine der Ausführungen mit gepuffertem RAM - sind die immer noch so teuer, oder ist die in einem ähnlichen Bereich wie Flash- basierte Ausführungen? -- (Weitergabe von Adressdaten, Telefonnummern u.ä. ohne Zustimmung nicht gestattet, ebenso Zusendung von Werbung oder ähnlichem) ----------------------------------------------------------- Mit freundlichen Grüßen, S. Schicktanz ----------------------------------------------------------- |
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#9
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Also sprach Sieghard Schicktanz
> Hallo Frank, > > Du schriebst am Sat, 31 Oct 2009 21:01:51 +0100: > > > >> Intel X25-M G2 Postville 80GB, 2.5", SATA II, lesen: 250MB/s ? > > >> schreiben: 70MB/s > > > > > > Dauernd? Oder nur 'n paar KB (bis gar MB), und dann Einbruch? Wer sagt, > > > daß nicht auch Flash-EPROMs mit Cache arbeiten können? > > > > Dauernd, beim sequenziellen lesen/schreiben. > > Dann ist das wohl eine der Ausführungen mit gepuffertem RAM - sind die > immer noch so teuer, oder ist die in einem ähnlichen Bereich wie Flash- > basierte Ausführungen? Ich habe für die 64 GB Samsung ca. 140,- bezahlt. Die Intel kosten 200,-. Ich schätze, dass der Preis/GB im nächsten Jahr noch deutlich sinken wird. Gruß, Lutz |
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#10
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Lutz Guettler <l.guettler*t-online.de> writes:
> Ich habe für die 64 GB Samsung ca. 140,- bezahlt. > Die Intel kosten 200,-. > Ich schätze, dass der Preis/GB im nächsten Jahr noch deutlich sinken > wird. Die "schnellen" MLC-SSDs (Controller von Samsung, Indilix oder Intel) gehen im Moment bei 2EUR/GB los. Der nächste Schritt wären dann SLC-SSDs, die keine komplizierten Controller brauchen, die kosten etwas mehr als das doppelte. |
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