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#1
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Hallo zusammen,
der GAU in Tschernobyl ist ja nun über 20 bald sogar 25 Jahre her. Damals war ich noch ein Kind und kannte mich mit Radioaktivität nicht weiter aus. Kürzlich habe ich mehrere Dokus zu dem Thema gesehen und war erschreckt wie dramatisch es damals dort wohl zugegangen sein muß. Ich hörte von Löschversuchen des freiliegenden Kernes aus Hubschraubern heraus mit Sand, Borsäure und später Blei um die Temperatur zu senken und den Kern möglichst gut zu versiegeln. Nur interessenhalber um eine Vorstellung für die enorme Nachheizung des Kernes und des Graphitbrandes zu bekommen, wie lange hätte es gedauert, bis sich die Magma des geschmolzenen Kernes von selbst auf Umgebungstemperatur abgekühlt hätte, also wenn man garnichts gemacht hätte? Mich würde nun interessieren, ob (noch) jemand weiß, wieviel Fallout wir in Deutschland abbekommen haben und ob sich daraus eine Gesundheitsgefahr ergibt, eventuell auch langfristig wenn man Krebserkrankungen mit einrechnet? Als weiteres würde mich interessieren, ob der zweite Sarkophag, der den ersten wohl umschließen soll schon fertig ist, oder noch im Bau? Wie wird man die Probleme langfristig lösen bzw. damit umgehen können? Wielange wird es vorraussichtlich dauern, bis in unmittelbarer Nähe (z.B. in Prypjat) zum AKW wieder Menschen gefahrlos leben können? Wird man den geschmolzenen Kern aus dem Block 4 irgendwann entfernen und entlagern oder steht da das Risiko in keinem Verhältnis zum Nutzen, so daß man den Sarkophag quasi als Endlager konzipiert? -- MfG. Tom Achtung! Bitte _keine eMails_ an secret23*gmx.de senden, da diese automatisch und damit _ungelesen_ gelöscht werden! |
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#2
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Hallo! "Tom M." schrieb: > > Hallo zusammen, > > der GAU in Tschernobyl ist ja nun über 20 bald sogar 25 Jahre her. ... > Wie wird man die Probleme langfristig lösen bzw. damit umgehen können? totschweigen und sonst nichtstun > Wielange wird es vorraussichtlich dauern, bis in unmittelbarer Nähe > (z.B. in Prypjat) zum AKW wieder Menschen gefahrlos leben können? sperrgebiet! "Rußland" also ex-SU ist groß und hat genug Platz woanders... > Wird man den geschmolzenen Kern aus dem Block 4 irgendwann entfernen vermutlich nicht warum? > und entlagern spaßvogel er ist doch endgelagert > oder steht da das Risiko in keinem Verhältnis zum Nutzen, so > daß man den Sarkophag quasi als Endlager konzipiert? "eltern haften für ihre kinder" ;-) -- Viele Gruesse Klaus-Holger Trappe (E-Mail hierauf verbleibt unbeachtet) |
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#3
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On Fri, 06 Nov 2009 20:07:15 +0100, Klaus-Holger Trappe
<nein_Klaus-Holger.Trappe*web.de> wrote: > >Hallo! > >"Tom M." schrieb: >> >> Hallo zusammen, >> >> der GAU in Tschernobyl ist ja nun über 20 bald sogar 25 Jahre her. >... > >> Wie wird man die Probleme langfristig lösen bzw. damit umgehen können? > >totschweigen >und sonst nichtstun > >> Wielange wird es vorraussichtlich dauern, bis in unmittelbarer Nähe >> (z.B. in Prypjat) zum AKW wieder Menschen gefahrlos leben können? > >sperrgebiet! >"Rußland" also ex-SU ist groß und hat genug Platz woanders... > >> Wird man den geschmolzenen Kern aus dem Block 4 irgendwann entfernen > >vermutlich nicht >warum? > >> und entlagern > >spaßvogel > >er ist doch endgelagert > >> oder steht da das Risiko in keinem Verhältnis zum Nutzen, so >> daß man den Sarkophag quasi als Endlager konzipiert? > >"eltern haften für ihre kinder" ;-) seh das so: "Kinder haften für ihre Eltern" Großeltern Urgroßeltern Ururgroßeltern..... w. |
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#4
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Klaus-Holger Trappe <nein_Klaus-Holger.Trappe*web.de> wrote in
news:4AF473E3.A8361B58*web.de: > > "eltern haften für ihre kinder" ;-) > Was Kinder nicht daran hindert Blödsinn zu machen. Im Falle von Tschernobyl ist es wohl umgekehrt "Kinder haften für ihre Eltern" was aber wiederum die Eltern nicht daran hindert Blödsinn zu machen. > Einfach eine verblödete Bande diese Menschheit ;-) > Der Eber ist stehts missgestimmt weil sein Kinder Ferkel sind Aber nicht nur seine Frau, die Sau, alleine Auch die Verwandten, alles Schweine > -- Selber denken macht klug. |
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#5
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Klaus-Holger Trappe wrote:
> >> oder steht da das Risiko in keinem Verhältnis zum Nutzen, so >> daß man den Sarkophag quasi als Endlager konzipiert? > > "eltern haften für ihre kinder" ;-) Kinder haften für ihre Eltern wäre richtig und müßte an jedes Endlager ran. Carsten -- Unsere Demokratie ist so gutmenschlich und wahrhaftig, dass wir sie notfalls auch mit Waffengewalt in andere Staaten schleppen. hallimasch |
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#6
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Hallo,
Klaus-Holger Trappe schrieb: > "Tom M." schrieb: >> der GAU in Tschernobyl ist ja nun über 20 bald sogar 25 Jahre her. >> Wie wird man die Probleme langfristig lösen bzw. damit umgehen können? > > totschweigen und sonst nichtstun wozu auch? >> Wielange wird es vorraussichtlich dauern, bis in unmittelbarer Nähe >> (z.B. in Prypjat) zum AKW wieder Menschen gefahrlos leben können? Etwa drei Jahre nach der Verstrahlung ist eine Wiederbesiedlung möglich. Siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Hiroshima Liebe Grüße Roland -- Die Erde ist die Heimat aller Menschen |
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#7
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On 6 Nov., 20:07, Klaus-Holger Trappe wrote:
> "Tom M." schrieb: > > der GAU in Tschernobyl ist ja nun über 20 bald sogar 25 Jahre her. > ... > > Wie wird man die Probleme langfristig lösen bzw. damit umgehen können? Russland hat noch weit schlimmer verseuchte Gebiete. zB bei Tscheljabinsk. |
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#8
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"Tom M." <secret23*gmx.de> wrote in
news:hd1f68$fks$02$1*news.t-online.com: > Mich würde nun interessieren, ob (noch) jemand weiß, wieviel Fallout > wir in Deutschland abbekommen haben und ob sich daraus eine > Gesundheitsgefahr ergibt, eventuell auch langfristig wenn man > Krebserkrankungen mit einrechnet? Die Strahlung der in Deutschland niedergegangenen Isotope liegt im Bereich der natürlichen Radioaktivität und weit unterhalb derjenigen während der Atombombentests der 50er und 60er Jahre. Inwieweit das bei uns eine Gefahr für Menschen bedeutet ist unklar. Man weiß nicht, ob Radioaktivität in dieser Größenordnung überhaupt Krebs auslösen kann. Falls ja, dann liegen die durch Tschernobyl zusätzlich ausgelösten Krebsfälle im Bereich der normalen Schwankungsbreite und sind nicht eindeutig auf diese Ursache zurückzuführen. Man kann nicht eindeutig sagen "Herr X oder Frau Y wären ohne Tschernobyl gesund geblieben." Unabhängig davon ist es nicht besonders rational, sich bei uns wegen Tschernobyl Sorgen zu machen, aber bedenkenlos im Hochgebirge Urlaub zu machen, wo die natürliche Radioaktivität viel höher ist als der Tschernobyl-Fallout. In der nahen Umgebung des Reaktors ist das natürlich ein ganz anderer Schnack. Ich erinnere mich an eine TV-Diskussion damals, als die Becquerel- und Strahlenmolke-Hysterie durch die BRD schwappte. Ein Experte sagte sinngemäß "Wenn wir uns hier um die Becquerel in der Milch Sorgen machen, ist das wie Kalorienzählen, während nebenan die Menschen verhungern." Das fasst es ganz gut zusammen. > Als weiteres würde mich interessieren, ob der zweite Sarkophag, der > den ersten wohl umschließen soll schon fertig ist, oder noch im Bau? Ich glaub die wissen das selber noch nicht so genau. > Wie wird man die Probleme langfristig lösen bzw. damit umgehen können? > Wielange wird es vorraussichtlich dauern, bis in unmittelbarer Nähe > (z.B. in Prypjat) zum AKW wieder Menschen gefahrlos leben können? Mehrere Jahrhunderte. > Wird man den geschmolzenen Kern aus dem Block 4 irgendwann entfernen > und entlagern oder steht da das Risiko in keinem Verhältnis zum > Nutzen, so daß man den Sarkophag quasi als Endlager konzipiert? Ich glaube Letzteres. -- Hello Helli t'es A http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/ usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de |
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#9
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Wolfgang Schwanke wrote:
> > "Tom M." <secret23*gmx.de> wrote in > news:hd1f68$fks$02$1*news.t-online.com: > > > Mich würde nun interessieren, ob (noch) jemand weiß, wieviel Fallout > > wir in Deutschland abbekommen haben und ob sich daraus eine > > Gesundheitsgefahr ergibt, eventuell auch langfristig wenn man > > Krebserkrankungen mit einrechnet? > > Die Strahlung der in Deutschland niedergegangenen Isotope liegt im > Bereich der natürlichen Radioaktivität und weit unterhalb derjenigen > während der Atombombentests der 50er und 60er Jahre. Inwieweit das bei > uns eine Gefahr für Menschen bedeutet ist unklar. Man weiß nicht, ob > Radioaktivität in dieser Größenordnung überhaupt Krebs auslösen kann. > Falls ja, dann liegen die durch Tschernobyl zusätzlich ausgelösten > Krebsfälle im Bereich der normalen Schwankungsbreite und sind nicht > eindeutig auf diese Ursache zurückzuführen. Man kann nicht eindeutig > sagen "Herr X oder Frau Y wären ohne Tschernobyl gesund geblieben." > Unabhängig davon ist es nicht besonders rational, sich bei uns wegen > Tschernobyl Sorgen zu machen, aber bedenkenlos im Hochgebirge Urlaub zu > machen, wo die natürliche Radioaktivität viel höher ist als der > Tschernobyl-Fallout. Ausser man sammelt Pilze und will die auch noch essen - die sind leider immer noch stark belastet in Sueddeutschland. |
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#10
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Carla Schneider schrieb:
> Wolfgang Schwanke wrote: >> "Tom M." <secret23*gmx.de> wrote in >> news:hd1f68$fks$02$1*news.t-online.com: >> >>> Mich würde nun interessieren, ob (noch) jemand weiß, wieviel Fallout >>> wir in Deutschland abbekommen haben und ob sich daraus eine >>> Gesundheitsgefahr ergibt, eventuell auch langfristig wenn man >>> Krebserkrankungen mit einrechnet? >> Die Strahlung der in Deutschland niedergegangenen Isotope liegt im >> Bereich der natürlichen Radioaktivität und weit unterhalb derjenigen >> während der Atombombentests der 50er und 60er Jahre. Inwieweit das bei >> uns eine Gefahr für Menschen bedeutet ist unklar. Man weiß nicht, ob >> Radioaktivität in dieser Größenordnung überhaupt Krebs auslösen kann. >> Falls ja, dann liegen die durch Tschernobyl zusätzlich ausgelösten >> Krebsfälle im Bereich der normalen Schwankungsbreite und sind nicht >> eindeutig auf diese Ursache zurückzuführen. Man kann nicht eindeutig >> sagen "Herr X oder Frau Y wären ohne Tschernobyl gesund geblieben." >> Unabhängig davon ist es nicht besonders rational, sich bei uns wegen >> Tschernobyl Sorgen zu machen, aber bedenkenlos im Hochgebirge Urlaub zu >> machen, wo die natürliche Radioaktivität viel höher ist als der >> Tschernobyl-Fallout. > > Ausser man sammelt Pilze und will die auch noch essen - die sind leider > immer noch stark belastet in Sueddeutschland. Wie ist das z.B. mit Steinpilzen, die ja saisonal viel angeboten werden? Werden die eigentlich auf Strahlung überprüft, zumindest stichprobenartig? Ist es schon eine gesundheitliche Gefahr, wenn man paar mal pro Jahr sowas ißt? -- MfG. Tom Achtung! Bitte _keine eMails_ an secret23*gmx.de senden, da diese automatisch und damit _ungelesen_ gelöscht werden! |
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