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Newsgroup de.soc.umwelt Infos zu und sachliche Diskussion ueber Umweltfragen.

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  #1  
Alt 11-06-2009, 03:26 PM
Tom M.
 
Beiträge: n/a
Standard Tschernobyl und Folgen?

Hallo zusammen,

der GAU in Tschernobyl ist ja nun über 20 bald sogar 25 Jahre her.
Damals war ich noch ein Kind und kannte mich mit Radioaktivität nicht
weiter aus. Kürzlich habe ich mehrere Dokus zu dem Thema gesehen und war
erschreckt wie dramatisch es damals dort wohl zugegangen sein muß.

Ich hörte von Löschversuchen des freiliegenden Kernes aus Hubschraubern
heraus mit Sand, Borsäure und später Blei um die Temperatur zu senken
und den Kern möglichst gut zu versiegeln.
Nur interessenhalber um eine Vorstellung für die enorme Nachheizung des
Kernes und des Graphitbrandes zu bekommen, wie lange hätte es gedauert,
bis sich die Magma des geschmolzenen Kernes von selbst auf
Umgebungstemperatur abgekühlt hätte, also wenn man garnichts gemacht hätte?

Mich würde nun interessieren, ob (noch) jemand weiß, wieviel Fallout wir
in Deutschland abbekommen haben und ob sich daraus eine
Gesundheitsgefahr ergibt, eventuell auch langfristig wenn man
Krebserkrankungen mit einrechnet?

Als weiteres würde mich interessieren, ob der zweite Sarkophag, der den
ersten wohl umschließen soll schon fertig ist, oder noch im Bau?

Wie wird man die Probleme langfristig lösen bzw. damit umgehen können?
Wielange wird es vorraussichtlich dauern, bis in unmittelbarer Nähe
(z.B. in Prypjat) zum AKW wieder Menschen gefahrlos leben können?

Wird man den geschmolzenen Kern aus dem Block 4 irgendwann entfernen und
entlagern oder steht da das Risiko in keinem Verhältnis zum Nutzen, so
daß man den Sarkophag quasi als Endlager konzipiert?

--
MfG. Tom

Achtung! Bitte _keine eMails_ an secret23*gmx.de senden, da diese
automatisch und damit _ungelesen_ gelöscht werden!
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  #2  
Alt 11-06-2009, 07:07 PM
Klaus-Holger Trappe
 
Beiträge: n/a
Standard Re: Tschernobyl und Folgen?


Hallo!

"Tom M." schrieb:
>
> Hallo zusammen,
>
> der GAU in Tschernobyl ist ja nun über 20 bald sogar 25 Jahre her.

...

> Wie wird man die Probleme langfristig lösen bzw. damit umgehen können?


totschweigen
und sonst nichtstun

> Wielange wird es vorraussichtlich dauern, bis in unmittelbarer Nähe
> (z.B. in Prypjat) zum AKW wieder Menschen gefahrlos leben können?


sperrgebiet!
"Rußland" also ex-SU ist groß und hat genug Platz woanders...

> Wird man den geschmolzenen Kern aus dem Block 4 irgendwann entfernen


vermutlich nicht
warum?

> und entlagern


spaßvogel

er ist doch endgelagert

> oder steht da das Risiko in keinem Verhältnis zum Nutzen, so
> daß man den Sarkophag quasi als Endlager konzipiert?


"eltern haften für ihre kinder" ;-)

--
Viele Gruesse Klaus-Holger Trappe
(E-Mail hierauf verbleibt unbeachtet)
Mit Zitat antworten
  #3  
Alt 11-06-2009, 10:16 PM
Helmut Wabnig
 
Beiträge: n/a
Standard Re: Tschernobyl und Folgen?

On Fri, 06 Nov 2009 20:07:15 +0100, Klaus-Holger Trappe
<nein_Klaus-Holger.Trappe*web.de> wrote:

>
>Hallo!
>
>"Tom M." schrieb:
>>
>> Hallo zusammen,
>>
>> der GAU in Tschernobyl ist ja nun über 20 bald sogar 25 Jahre her.

>...
>
>> Wie wird man die Probleme langfristig lösen bzw. damit umgehen können?

>
>totschweigen
>und sonst nichtstun
>
>> Wielange wird es vorraussichtlich dauern, bis in unmittelbarer Nähe
>> (z.B. in Prypjat) zum AKW wieder Menschen gefahrlos leben können?

>
>sperrgebiet!
>"Rußland" also ex-SU ist groß und hat genug Platz woanders...
>
>> Wird man den geschmolzenen Kern aus dem Block 4 irgendwann entfernen

>
>vermutlich nicht
>warum?
>
>> und entlagern

>
>spaßvogel
>
>er ist doch endgelagert
>
>> oder steht da das Risiko in keinem Verhältnis zum Nutzen, so
>> daß man den Sarkophag quasi als Endlager konzipiert?

>
>"eltern haften für ihre kinder" ;-)



seh das so:

"Kinder haften für ihre Eltern"
Großeltern
Urgroßeltern
Ururgroßeltern.....



w.
Mit Zitat antworten
  #4  
Alt 11-07-2009, 04:18 AM
Vogel
 
Beiträge: n/a
Standard Re: Tschernobyl und Folgen?

Klaus-Holger Trappe <nein_Klaus-Holger.Trappe*web.de> wrote in
news:4AF473E3.A8361B58*web.de:

>
> "eltern haften für ihre kinder" ;-)
>

Was Kinder nicht daran hindert Blödsinn zu machen.
Im Falle von Tschernobyl ist es wohl umgekehrt
"Kinder haften für ihre Eltern"
was aber wiederum die Eltern nicht daran hindert Blödsinn zu machen.
>

Einfach eine verblödete Bande diese Menschheit ;-)
>

Der Eber ist stehts missgestimmt
weil sein Kinder Ferkel sind
Aber nicht nur seine Frau, die Sau, alleine
Auch die Verwandten, alles Schweine
>


--
Selber denken macht klug.
Mit Zitat antworten
  #5  
Alt 11-07-2009, 07:22 AM
Carsten Thumulla
 
Beiträge: n/a
Standard Re: Tschernobyl und Folgen?

Klaus-Holger Trappe wrote:
>
>> oder steht da das Risiko in keinem Verhältnis zum Nutzen, so
>> daß man den Sarkophag quasi als Endlager konzipiert?

>
> "eltern haften für ihre kinder" ;-)


Kinder haften für ihre Eltern wäre richtig und müßte an jedes Endlager ran.


Carsten
--
Unsere Demokratie ist so gutmenschlich und wahrhaftig, dass wir sie
notfalls auch mit Waffengewalt in andere Staaten schleppen.
hallimasch
Mit Zitat antworten
  #6  
Alt 11-08-2009, 12:13 AM
Roland Neuhaus
 
Beiträge: n/a
Standard Re: Tschernobyl und Folgen?

Hallo,

Klaus-Holger Trappe schrieb:
> "Tom M." schrieb:


>> der GAU in Tschernobyl ist ja nun über 20 bald sogar 25 Jahre her.


>> Wie wird man die Probleme langfristig lösen bzw. damit umgehen können?

>
> totschweigen und sonst nichtstun


wozu auch?

>> Wielange wird es vorraussichtlich dauern, bis in unmittelbarer Nähe
>> (z.B. in Prypjat) zum AKW wieder Menschen gefahrlos leben können?


Etwa drei Jahre nach der Verstrahlung ist eine Wiederbesiedlung möglich.
Siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Hiroshima

Liebe Grüße
Roland
--
Die Erde ist die Heimat aller Menschen
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  #7  
Alt 11-09-2009, 07:30 PM
Marco Pagliero
 
Beiträge: n/a
Standard Re: Tschernobyl und Folgen?

On 6 Nov., 20:07, Klaus-Holger Trappe wrote:
> "Tom M." schrieb:
> > der GAU in Tschernobyl ist ja nun über 20 bald sogar 25 Jahre her.

> ...
> > Wie wird man die Probleme langfristig lösen bzw. damit umgehen können?

Russland hat noch weit schlimmer verseuchte Gebiete. zB bei
Tscheljabinsk.
Mit Zitat antworten
  #8  
Alt 11-06-2009, 07:18 PM
Wolfgang Schwanke
 
Beiträge: n/a
Standard Re: Tschernobyl und Folgen?

"Tom M." <secret23*gmx.de> wrote in
news:hd1f68$fks$02$1*news.t-online.com:

> Mich würde nun interessieren, ob (noch) jemand weiß, wieviel Fallout
> wir in Deutschland abbekommen haben und ob sich daraus eine
> Gesundheitsgefahr ergibt, eventuell auch langfristig wenn man
> Krebserkrankungen mit einrechnet?


Die Strahlung der in Deutschland niedergegangenen Isotope liegt im
Bereich der natürlichen Radioaktivität und weit unterhalb derjenigen
während der Atombombentests der 50er und 60er Jahre. Inwieweit das bei
uns eine Gefahr für Menschen bedeutet ist unklar. Man weiß nicht, ob
Radioaktivität in dieser Größenordnung überhaupt Krebs auslösen kann.
Falls ja, dann liegen die durch Tschernobyl zusätzlich ausgelösten
Krebsfälle im Bereich der normalen Schwankungsbreite und sind nicht
eindeutig auf diese Ursache zurückzuführen. Man kann nicht eindeutig
sagen "Herr X oder Frau Y wären ohne Tschernobyl gesund geblieben."
Unabhängig davon ist es nicht besonders rational, sich bei uns wegen
Tschernobyl Sorgen zu machen, aber bedenkenlos im Hochgebirge Urlaub zu
machen, wo die natürliche Radioaktivität viel höher ist als der
Tschernobyl-Fallout.

In der nahen Umgebung des Reaktors ist das natürlich ein ganz anderer
Schnack. Ich erinnere mich an eine TV-Diskussion damals, als die
Becquerel- und Strahlenmolke-Hysterie durch die BRD schwappte. Ein
Experte sagte sinngemäß "Wenn wir uns hier um die Becquerel in der
Milch Sorgen machen, ist das wie Kalorienzählen, während nebenan die
Menschen verhungern." Das fasst es ganz gut zusammen.

> Als weiteres würde mich interessieren, ob der zweite Sarkophag, der
> den ersten wohl umschließen soll schon fertig ist, oder noch im Bau?


Ich glaub die wissen das selber noch nicht so genau.

> Wie wird man die Probleme langfristig lösen bzw. damit umgehen können?
> Wielange wird es vorraussichtlich dauern, bis in unmittelbarer Nähe
> (z.B. in Prypjat) zum AKW wieder Menschen gefahrlos leben können?


Mehrere Jahrhunderte.

> Wird man den geschmolzenen Kern aus dem Block 4 irgendwann entfernen
> und entlagern oder steht da das Risiko in keinem Verhältnis zum
> Nutzen, so daß man den Sarkophag quasi als Endlager konzipiert?


Ich glaube Letzteres.

--
Hello Helli t'es A

http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/
usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
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  #9  
Alt 11-06-2009, 08:15 PM
Carla Schneider
 
Beiträge: n/a
Standard Re: Tschernobyl und Folgen?

Wolfgang Schwanke wrote:
>
> "Tom M." <secret23*gmx.de> wrote in
> news:hd1f68$fks$02$1*news.t-online.com:
>
> > Mich würde nun interessieren, ob (noch) jemand weiß, wieviel Fallout
> > wir in Deutschland abbekommen haben und ob sich daraus eine
> > Gesundheitsgefahr ergibt, eventuell auch langfristig wenn man
> > Krebserkrankungen mit einrechnet?

>
> Die Strahlung der in Deutschland niedergegangenen Isotope liegt im
> Bereich der natürlichen Radioaktivität und weit unterhalb derjenigen
> während der Atombombentests der 50er und 60er Jahre. Inwieweit das bei
> uns eine Gefahr für Menschen bedeutet ist unklar. Man weiß nicht, ob
> Radioaktivität in dieser Größenordnung überhaupt Krebs auslösen kann.
> Falls ja, dann liegen die durch Tschernobyl zusätzlich ausgelösten
> Krebsfälle im Bereich der normalen Schwankungsbreite und sind nicht
> eindeutig auf diese Ursache zurückzuführen. Man kann nicht eindeutig
> sagen "Herr X oder Frau Y wären ohne Tschernobyl gesund geblieben."
> Unabhängig davon ist es nicht besonders rational, sich bei uns wegen
> Tschernobyl Sorgen zu machen, aber bedenkenlos im Hochgebirge Urlaub zu
> machen, wo die natürliche Radioaktivität viel höher ist als der
> Tschernobyl-Fallout.


Ausser man sammelt Pilze und will die auch noch essen - die sind leider
immer noch stark belastet in Sueddeutschland.
Mit Zitat antworten
  #10  
Alt 11-06-2009, 08:33 PM
Tom M.
 
Beiträge: n/a
Standard Re: Tschernobyl und Folgen?

Carla Schneider schrieb:
> Wolfgang Schwanke wrote:
>> "Tom M." <secret23*gmx.de> wrote in
>> news:hd1f68$fks$02$1*news.t-online.com:
>>
>>> Mich würde nun interessieren, ob (noch) jemand weiß, wieviel Fallout
>>> wir in Deutschland abbekommen haben und ob sich daraus eine
>>> Gesundheitsgefahr ergibt, eventuell auch langfristig wenn man
>>> Krebserkrankungen mit einrechnet?

>> Die Strahlung der in Deutschland niedergegangenen Isotope liegt im
>> Bereich der natürlichen Radioaktivität und weit unterhalb derjenigen
>> während der Atombombentests der 50er und 60er Jahre. Inwieweit das bei
>> uns eine Gefahr für Menschen bedeutet ist unklar. Man weiß nicht, ob
>> Radioaktivität in dieser Größenordnung überhaupt Krebs auslösen kann.
>> Falls ja, dann liegen die durch Tschernobyl zusätzlich ausgelösten
>> Krebsfälle im Bereich der normalen Schwankungsbreite und sind nicht
>> eindeutig auf diese Ursache zurückzuführen. Man kann nicht eindeutig
>> sagen "Herr X oder Frau Y wären ohne Tschernobyl gesund geblieben."
>> Unabhängig davon ist es nicht besonders rational, sich bei uns wegen
>> Tschernobyl Sorgen zu machen, aber bedenkenlos im Hochgebirge Urlaub zu
>> machen, wo die natürliche Radioaktivität viel höher ist als der
>> Tschernobyl-Fallout.

>
> Ausser man sammelt Pilze und will die auch noch essen - die sind leider
> immer noch stark belastet in Sueddeutschland.


Wie ist das z.B. mit Steinpilzen, die ja saisonal viel angeboten werden?
Werden die eigentlich auf Strahlung überprüft, zumindest stichprobenartig?
Ist es schon eine gesundheitliche Gefahr, wenn man paar mal pro Jahr
sowas ißt?

--
MfG. Tom

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