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#11
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* Jan Bruns:
> Bei Gesetzen ist das ja irgendwie ähnlich: Die werden alle > in irgendeinem Blatt veröffentlich, das kein Normalmensch erhält. Der Bundesanzeiger ist inzwischen kostenlos und recht problemlos erhältlich. > In einer Form, mit der auch kein Normalmensch was anfangen kann. > Da gibt es allerdings m.W. dann noch Schreiberlinge, die die im Blatt > veröffentlichten Veränderungsanweisungen auch durchführen, und > das Ergebnis (Gesetzestext auf neustem Stand) dann dem Interessierten > Normalbürger zur Verfügung stellen. Ja, das ist natürlich ziemlicher Blödsinn. Es kommt dabei auch hin und wieder zu Fehlern, aber ich denke, daß das bei weitem nicht das Hauptproblem beim Gesetzeshandwerk ist. |
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#12
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* Stefan Reuther:
> Außerdem bekommt man zahlreiche Drafts kostenlos im Netz. Für C++ zum > Beispiel das Dokument WG21/N2464, für C WG14/N1124. Die beiden gibt es auch zu angemessenem Preis bei Wiley UK. > Weiterhin gibt's einiges kostenlos bei ECMA oder anderswo. Man nimmt > halt nicht ISO-9660:1998, sondern ECMA-119. Statt ISO-14496-14 reicht > meistens auch die Quicktime- oder Flash-Video-Dokumentation, statt > IEEE-1003 (POSIX) die Single Unix Specification. > Uni-Bibliotheken haben DINs und ISOs gerne verfügbar. Selbst die Uni Stuttgart hatte POSIX.5 nicht im Bestand. |
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#13
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"Florian Weimer": >* Jan Bruns: >> In IETF RFCs finden sich: einige symetrische Verschlüsselungsverfahren, >> eine verwendebare Kurzbeschreibung zu RSA, und tausende Querverweise >> auf X.509 (also die Beschreibung des Aufbaus von Zertifikaten), welches >> bei ITU immer noch 73 Franken kosten soll (momentan jedoch aus nicht >> ersichtlichen Gründen verblüffend trotzdem kostenlos herunterladbar ist). > Abschnitt 4.1 in RFC 5280 sollte die Syntax hinreichend vollständig > beschreiben. Hui, die sind schon über 5000? Tja, wenn man die nicht alltäglich liest, ist man gleich hinten an. >> Da fehlen einem dann aber noch all die Querverweise in X.509. Man >> muss ja genauestens wissen, wie man Datensätze in Zertifikaten >> unterbringt. > Nein, man muß nur wissen, wie man das Schlüsselmaterial extrahiert > (und, wenn man ehrgeizig ist, den Zeitraum der Gültigkeit). Leider nicht. So war es zumindest, als ich mich damit zuletzt beschäftigt habe, was allerdings schon mehrere Jahre her ist. "Damals" zumindest war es so, daß korrekt verpacktes bzw. extrahiertes Schlüsselmaterial zwar prinzipiell zur Verifikation der Korrekteit des Zertifikats langte, aber die zertifizierte Aussage eben nicht standardisiert war. So haben Browser SSL-Zertifikate nur dann als solche akzeptiert wenn bestimmte, vom Browser abhängige Objekte im Datensatz waren. Entsprechendes ebenso bei eMail und CodeSigning Zertifikaten. Gruss Jan Bruns |
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#14
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Jan Bruns wrote:
> "Stefan Reuther": >>Jan Bruns wrote: >>Zumindest bei den Sprachstandards steht da eben nicht unbedingt einer >>dahinter, der den Standard pushen will und daher finanziert, sondern die >>Komitee-Mitglieder zahlen das fein selber. > > Mir war eh' noch nie ersichtlich, inwiefern Reisen zu irgendwelchen > Komitee-Treffs zum Endergebnis beitragen. Ich finde, gepflegte > Sachdiskussionen lassen sich auch bestens über web führen. Wenn man schnell ein Ergebnis haben will, sind Meetings immer noch unübertroffen. (Klar, man kann auch nutzlos Zeit darin versenken. Muss man aber nicht.) >>Aber irgendwer muss halt auch den Orga-Kram bezahlen, und das macht >>der Käufer des Dokuments. > > Den Orga-Kram bzgl. Vorhaltung eines Web-Stores? Jeder Trottel hat 'ne > eigene Webseite. Warum also nicht auch die Vereinten Nationen? Gegenfrage: wer einen Standard haben will, will zumindest meistens damit Geld verdienen. Warum soll er sich also nicht an den Kosten beteiligen? > Davon abgesehen werden die Standards ja von Menschen entwickelt. > Keine Ahnung, wie ehrenamtlich die das machen. > Jedenfalls müssen die ja auch irgendwie versorgt sein. > Nur bin ich schlicht nicht in der Situation, die versorgen zu können. > Deshalb diese grandiosen Meisterwerke nicht sehen zu dürfen, ist > aber schon echt störend. Ob das Ding nun "International Standard: Programming Languages - C" heißt oder "Harry Potter und der Atombetriebene Autobus", irgendwer muss halt davon leben. >>Außerdem bekommt man zahlreiche Drafts kostenlos im Netz. Für C++ zum >>Beispiel das Dokument WG21/N2464, für C WG14/N1124. > > http://www.google.de/search?q=WG21%2FN2464&ie=utf-8 (Falls du sagen wolltest, dass ich mich bei der Nummer vertippt habe, kannst du das auch so sagen.) Ich meinte WG21/N2461. > Es hilft im Übrigen auch nicht, jetzt krampfhaft eine Liste > von Ausnahmen von der Kostenpflichtigkeit von Standards zu erstellen. Fakt ist: ich komme als Hobby-Compilerbauer ganz gut um die Kostenpflichtigkeit herum. Stefan |
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#15
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* Jan Bruns:
>> Nein, man muß nur wissen, wie man das Schlüsselmaterial extrahiert >> (und, wenn man ehrgeizig ist, den Zeitraum der Gültigkeit). > > Leider nicht. So war es zumindest, als ich mich damit zuletzt > beschäftigt habe, was allerdings schon mehrere Jahre her > ist. "Damals" zumindest war es so, daß korrekt verpacktes > bzw. extrahiertes Schlüsselmaterial zwar prinzipiell zur > Verifikation der Korrekteit des Zertifikats langte, aber die > zertifizierte Aussage eben nicht standardisiert war. Klar, deswegen kann man mit dem Rest auch rein gar nichts anfangen, zumindest wenn man minimale Sicherheitsanforderungen hat. Um irgendwelche Fenster zu begrünen, mag das reichen, aber für ernsthafte Anwendungen ist es ungeeignet. |
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#16
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"Stefan Reuther": > Jan Bruns wrote: >> "Stefan Reuther": >>>Jan Bruns wrote: >>>Zumindest bei den Sprachstandards steht da eben nicht unbedingt einer >>>dahinter, der den Standard pushen will und daher finanziert, sondern die >>>Komitee-Mitglieder zahlen das fein selber. >> Mir war eh' noch nie ersichtlich, inwiefern Reisen zu irgendwelchen >> Komitee-Treffs zum Endergebnis beitragen. Ich finde, gepflegte >> Sachdiskussionen lassen sich auch bestens über web führen. > Wenn man schnell ein Ergebnis haben will, sind Meetings immer noch > unübertroffen. (Klar, man kann auch nutzlos Zeit darin versenken. Muss > man aber nicht.) Naja, das muss ja jeder für sich selbst entscheiden. >>>Aber irgendwer muss halt auch den Orga-Kram bezahlen, und das macht >>>der Käufer des Dokuments. >> Den Orga-Kram bzgl. Vorhaltung eines Web-Stores? Jeder Trottel hat 'ne >> eigene Webseite. Warum also nicht auch die Vereinten Nationen? > Gegenfrage: wer einen Standard haben will, will zumindest meistens damit > Geld verdienen. Warum soll er sich also nicht an den Kosten beteiligen? Andersrum: Wer Geld verdienen will, der braucht sich an Standards nicht mehr zu halten, weil's eh' am billigsten ist, fertige Module vermarkten, bekommt die standards dann aber "kostenlos" dazu. Richtig investieren tun doch nur Kleinentwickler. Dieser Typ mit 'ner Fernsehwerkstatt, Lötdämpfen, und so. >> Davon abgesehen werden die Standards ja von Menschen entwickelt. >> Keine Ahnung, wie ehrenamtlich die das machen. >> Jedenfalls müssen die ja auch irgendwie versorgt sein. >> Nur bin ich schlicht nicht in der Situation, die versorgen zu können. >> Deshalb diese grandiosen Meisterwerke nicht sehen zu dürfen, ist >> aber schon echt störend. > Ob das Ding nun "International Standard: Programming Languages - C" heißt > oder "Harry Potter und der Atombetriebene Autobus", irgendwer muss halt > davon leben. Ja, sieh an. Andere müssen sogar damit leben, niemals solche Werke verfasst zu haben. >>>Außerdem bekommt man zahlreiche Drafts kostenlos im Netz. Für C++ zum >>>Beispiel das Dokument WG21/N2464, für C WG14/N1124. > (Falls du sagen wolltest, dass ich mich bei der Nummer vertippt habe, > kannst du das auch so sagen.) Nö. War mir tatsächlich unbekannt, daß es doch inzwischen wieder heimlich halblegale Draftdownloads zum C++ Standard gibt. als ich da zuletzt nach suchte, gab es die nämlich nicht (zumindest habe ich die auch nach tagelanger Suche nicht gefunden). > Ich meinte WG21/N2461. Ja, in der Tat, dazu findet sich was. Werde ich mir bei Gelegenheit mal ansehen. >> Es hilft im Übrigen auch nicht, jetzt krampfhaft eine Liste >> von Ausnahmen von der Kostenpflichtigkeit von Standards zu erstellen. > Fakt ist: ich komme als Hobby-Compilerbauer ganz gut um die > Kostenpflichtigkeit herum. Hoffentlich baust Du keinen C++ compiler. Ich meine, nicht, daß ich etwas gegen Compiler hätte, die andere Eigenschaften haben, als von irgendeiner Standardorganisation erdacht, aber ich weiss, daß für viele User Standardkonformität oberstes Gebot bei der Compilerwahl ist. Ich gehe auch mal davon aus, daß Du in deiner Eigenschaft als Hobby-Compilerbauer (abgesehen evtl. vom Sprachstandard) ansonsten sehr wenig mit Dingen zu tun hast, die die Standardisierungsorganisationen an sich gerissen haben (eher mit Produktbeschreibungen von CPU-Herstellern), sofern dich diese CodeSigning-Geschichten nicht interessieren (oder die zumindest in deinen Eigenentwicklungen aussen vor bleiben). Andere Leute haben eben andere Interessen. Ich bspw. will wissen, wie meine Festplatte mit dem Rest des Computers kommuniziert. Und mehr noch: Ich will auch die Option, jederzeit ein Gerät zu entwerfen zu können, welches die gleiche Schnittstelle nutzt. Mag schon sein, daß wenn ich so ein Gerät dann derb massenweise vertreiben wollte, auch eine gewisse Verantwortung für die Leute hätte, die sich die Mühe gemacht haben, dafür einen Standard aufzudröseln. Aber wie wahrscheinlich ist das denn? Das ist zur Gänze ausgeschlossen. Was soll ich also mit "uunwirklichen", fehlerbehafteten Draft-Standards (so es die denn im Einzelfall überhaupt gibt)? Irgendwelche randomösen pseudo-Standards kann ich mir auch selbst zusammenwürfeln. Das kann doch nicht zuviel verlangt sein, sich über die von den Herstellern (von in einem Haushalt befindlichen Geräten) angepriesenen Eigenschaften der Geräte beliebig genau informieren zu können. Gruss Jan Bruns |
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#17
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Hendrik Belitz <hbelitz*googlemail.com> writes:
> Den seien wir mal ehrlich - wer hat die Zeit und die Lust tausende und > abertausende Seiten eines Standards zu wälzen, nur um etwas > standardkonformes zu schaffen? [...] Das führt mich zu einem weiteren Punkt: Verglichen mit der Informatiker-Arbeitszeit, die erforderlich ist, diese Standards zu lesen, sind die Anschaffungskosten ein vernachlässigbarer Bestandteil. LG, Heinzi |
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#18
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Jan Bruns wrote:
> "Stefan Reuther": >>Gegenfrage: wer einen Standard haben will, will zumindest meistens damit >>Geld verdienen. Warum soll er sich also nicht an den Kosten beteiligen? > > Andersrum: Wer Geld verdienen will, der braucht sich an Standards nicht > mehr zu halten, weil's eh' am billigsten ist, fertige Module vermarkten, > bekommt die standards dann aber "kostenlos" dazu. Na du musst das ja wissen. Die fertigen Module fallen vermutlich vom Himmel. >>>Es hilft im Übrigen auch nicht, jetzt krampfhaft eine Liste >>>von Ausnahmen von der Kostenpflichtigkeit von Standards zu erstellen. > >>Fakt ist: ich komme als Hobby-Compilerbauer ganz gut um die >>Kostenpflichtigkeit herum. > > Hoffentlich baust Du keinen C++ compiler. Ich meine, nicht, daß ich etwas > gegen Compiler hätte, die andere Eigenschaften haben, als von irgendeiner > Standardorganisation erdacht, aber ich weiss, daß für viele User > Standardkonformität oberstes Gebot bei der Compilerwahl ist. Komisch, gerade eben hieß es noch, wer Geld verdienen wolle, brauche sich an Standards nicht zu halten. Davon abgesehen habe ich eine ausgedruckte Version von ISO-14882:1998 hier auf meinem Schreibtisch liegen. Ist 'n stattlicher Hefter. > Ich gehe auch mal davon aus, daß Du in deiner Eigenschaft als > Hobby-Compilerbauer (abgesehen evtl. vom Sprachstandard) ansonsten sehr > wenig mit Dingen zu tun hast, die die Standardisierungsorganisationen an > sich gerissen haben (eher mit Produktbeschreibungen von CPU-Herstellern) Na du musst das ja wissen. > Andere Leute haben eben andere Interessen. Ich bspw. will wissen, wie > meine Festplatte mit dem Rest des Computers kommuniziert. Und mehr noch: > Ich will auch die Option, jederzeit ein Gerät zu entwerfen zu können, > welches die gleiche Schnittstelle nutzt. Ich habe mich ungefähr 30 Sekunden durch Wikipedia geklickt, und hatte eine Tabelle mit Links auf die relevanten Dokumente: <http://en.wikipedia.org/wiki/AT_Attachment#ATA_standards_versions.2C_transfer_r ates.2C_and_features> > Was soll ich also mit "uunwirklichen", fehlerbehafteten > Draft-Standards (so es die denn im Einzelfall überhaupt gibt)? > Irgendwelche randomösen pseudo-Standards kann ich mir auch selbst > zusammenwürfeln. Das kann doch nicht zuviel verlangt sein, sich über > die von den Herstellern (von in einem Haushalt befindlichen Geräten) > angepriesenen Eigenschaften der Geräte beliebig genau informieren zu > können. Was willst du mit einem Standarddokument, wenn du dich nur "über die von den Herstellern angepriesenen Eigenschaften" informieren willst? Da ist das ja nun völlig überdimensioniert. Stefan (der dieses Jahr ECMA-107, ECMA-119, ECMA-167, ISO-14496-12/-14 und noch ein paar andere implementiert hat) |
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#19
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"Heinrich Moser": > Hendrik Belitz: >> Den seien wir mal ehrlich - wer hat die Zeit und die Lust tausende und >> abertausende Seiten eines Standards zu wälzen, nur um etwas >> standardkonformes zu schaffen? [...] > Das führt mich zu einem weiteren Punkt: Verglichen mit der > Informatiker-Arbeitszeit, die erforderlich ist, diese Standards zu > lesen, sind die Anschaffungskosten ein vernachlässigbarer Bestandteil. Das hängt vom jeweiligen Standard ab. Oft ist man über die Vorgänge insgesamt bereits bestens informiert, bevor man sich so ein Papier besorgt. Im Extremfall beschränkt sich dann das Lesen des Standards effektiv auf ein Copy&Paste der darin befindlichen Datenstruktur in die Entwicklungsumgebung (wenn man Zeit vernachlässigt, die durch weltfremdheit der Autoren des Standard-Papiers zustande kommt). Damit will nicht etwa sagen, daß wenig Zeit in die Implementation des Standards gesteckt würde, ganz im gegenteil, nur ist die konkrete Ausgestaltung eines Standards für die Herstellung einer theoretisch bestens funktionierenden Implementation völlig unerheblich, und der oft sehr hohe Aufwand zum Erreichen einer Schnittstellenkompatiblität eben oft auf mangelnde Umsicht der Standard-Verfasser zurückzuführen. Dadurch reduziert sich der Wert dieser Papiere regelmässig darauf, daß da mal jemand etwas Zeit investiert hat, sich zu überlegen, wie denn jetzt die Schnittstelle ausgestaltet sein soll (ein ganz normaler Vorgang, wie ihn jeder Techniker alltäglich ausführt). Und das ist schon die gutmütige Darstellung. Wenn ich das flapsiger ausdrücke, haben viele Dokumente einen negativen Wert, weil sie die Etablierung besserer Standards blockieren. Im übrigen stimmt deine Darstellung auch insofern nicht, als daß man häufig den Standard zu einem Implementations-Layer nur zu Nachschlagezwecken benötigt, weil man eigentlich an einem völlig anderen Layer arbeitet, und nur indirekt mit den Details des anderen Layers zu tun hat. Gruss Jan Bruns |
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#20
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"Stefan Reuther": > Jan Bruns wrote: >> "Stefan Reuther": >>>Gegenfrage: wer einen Standard haben will, will zumindest meistens damit >>>Geld verdienen. Warum soll er sich also nicht an den Kosten beteiligen? >> Andersrum: Wer Geld verdienen will, der braucht sich an Standards nicht >> mehr zu halten, weil's eh' am billigsten ist, fertige Module vermarkten, >> bekommt die standards dann aber "kostenlos" dazu. > Na du musst das ja wissen. > Die fertigen Module fallen vermutlich vom Himmel. Das nicht. Aber die wurden bereits in Stückzahlen verkauft. >> Ich gehe auch mal davon aus, daß Du in deiner Eigenschaft als >> Hobby-Compilerbauer (abgesehen evtl. vom Sprachstandard) ansonsten sehr >> wenig mit Dingen zu tun hast, die die Standardisierungsorganisationen an >> sich gerissen haben (eher mit Produktbeschreibungen von CPU-Herstellern) > Na du musst das ja wissen. Aha. Widersprech, oder halt's Maul. Lästern wollen wir hier nicht sehen. >> Andere Leute haben eben andere Interessen. Ich bspw. will wissen, wie >> meine Festplatte mit dem Rest des Computers kommuniziert. Und mehr noch: >> Ich will auch die Option, jederzeit ein Gerät zu entwerfen zu können, >> welches die gleiche Schnittstelle nutzt. > Ich habe mich ungefähr 30 Sekunden durch Wikipedia geklickt, und hatte > eine Tabelle mit Links auf die relevanten Dokumente: In der Tat gibt es zur P-ATA zahlreiche kostenlose working-drafts. Die lesen sich allerdings auch wirlich so, als wenn die keinerlei Chance hatten, es bis zum Standradrelease schaffen zu konnten. > Was willst du mit einem Standarddokument, wenn du dich nur "über die von > den Herstellern angepriesenen Eigenschaften" informieren willst? Da ist > das ja nun völlig überdimensioniert. Zum Beispiel vermeiden, bei diesem Informieren über völlig überflüssige errata zu stolpern? Ist mir auch schon oft genug passiert, daß ich Stundenlang auf irgend'nen Scheiss gestarrt habe, der sich hinterher als Falschdarstellung herausgestellt hat (nur anteilig öffentlich). Gruss Jan Bruns |
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