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| Newsgroup de.alt.augenoptik Auge - Brille - Kontaktlinse. |
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#1
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Bisher war ich so alle 1-2 Jahre beim Augenarzt um die Sehstärke
kontrollieren zu lassen. Der ist jetzt im Ruhestand und der Nachfolger erzählt mir, das würden nur noch die Optiker machen. Stimmt das so? Kommt mir seltsam vor. Will mich der Arzt los werden weil ich inzwischen keine Privatpatientin mehr bin? Zahlt die AOK die Messung beim Optiker? Oder finanziert sich das durch den Verkauf neuer Brillen? Dann kann ich mir schon denken, wie das Messergebniss ausfällt. Beim alten Arzt gab es nicht zwangsläufig eine neue Brille, sondern er hat mir auch den nicht sichtbaren Unterschied zwischen vorhandener Brille und neuer Messung vorgeführt wenn es sich nicht lohnt was neues zu kaufen. Dann ging die alte auch noch ein Jahr. Augenarzt wechseln, oder vom Optiker messen lassen? Ich hab kein Problem damit, mir eine neue Brille zu kaufen, wenn ich damit besser sehe. Nur den Optiker entscheiden lassen, ob es erforderlich ist fühlt sich so an wie den Autohändler zu fragen, ob man ein neues Auto braucht. cu, Claudia |
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#2
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Claudia Klee <Claudia_Klee*hotmail.com> wrote:
>Dann kann ich mir schon denken, wie das Messergebniss >ausfällt. >Nur den Optiker entscheiden lassen, ob es erforderlich ist fühlt >sich so an wie den Autohändler zu fragen, ob man ein neues Auto braucht. Die Fragen verdienen keine Antwort, die Unterstellungen sind grundlos bösartig. Warum stehen die Augenoptiker bei den Umfragen zur Kundenzufriedenheit immer an einer der ersten Stellen? Doch wohl nicht deshalb, weil sie Abzocker sind. |
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#3
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Claudia Klee <Claudia_Klee*hotmail.com> wrote:
>Bisher war ich so alle 1-2 Jahre beim Augenarzt um die Sehstärke >kontrollieren zu lassen. Selbst schul. >Der ist jetzt im Ruhestand und der Nachfolger erzählt mir, das würden >nur noch die Optiker machen. Stimmt das so? Nein, die Augenärzte nehmen gerne IGEL-Geld für die (oft falsche) Brillenglasbestimmung und schreiben dann "diagnostische Refraktion" auf das Rezept drauf, damit sie auch ja aus der Haftung raus sind wenn die Brille nicht stimmt. Jeder Optiker mit Hirn wird sowas nachmessen. Und nicht selten will der Kunde dann trotzdem die Werte vom Augenarzt, denn der hat ja den weißen Kittel an. >Zahlt die AOK die Messung beim Optiker? Nein. >Oder finanziert sich das durch den Verkauf neuer Brillen? Mindestens indirekt, ja. >Dann kann ich mir schon denken, wie das Messergebniss >ausfällt. Beimalten Arzt gab es nicht zwangsläufig eine neue Brille,sondern er hat >mir auch den nicht sichtbaren Unterschied zwischen vorhandener Brille und neuer Messung >vorgeführt wenn es sich nicht lohnt was neues zu kaufen. Dann ging diealte auch noch >ein Jahr. Seiöse Optiker machen sowas. Andererseits hat ein Optiker auch den Ehrgeiz, einen Kunden, der mit einer passenden Brille Visus 1.4 erreicht, nicht mit 0.8 heimzuschicken. >Augenarzt wechseln, oder vom Optiker messen lassen? Vom Optiker messen lassen. >Nur den >Optiker entscheiden >lassen, ob es erforderlich ist fühlt sich so an wie den Autohändler zu >fragen, ob man ein >neues Auto braucht. Wie kommst Du auf die Idee, dass der Optiker diese Entscheidung trifft? Die Formatierung Deines Artikels ist übrigens eine derartige Zumutung, dass der Schluß naheliegt, dass Du in der Tat eine neue Brille brauchst. Ich hab das hier nur teilweise korrigiert. Grüße Marc, der 14 Jahre mit vom Augenarzt refraktionierter falscher Brille rumgelaufen ist -- -------------------------------------- !! No courtesy copies, please !! ----- Marc Haber | " Questions are the | Mailadresse im Header Mannheim, Germany | Beginning of Wisdom " | http://www.zugschlus.de/ Nordisch by Nature | Lt. Worf, TNG "Rightful Heir" | Fon: *49 621 72739834 |
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#4
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On 22 Aug., 22:45, Juergen Roesener <roese...*compuserve.com> wrote:
> Claudia Klee <Claudia_K...*hotmail.com> wrote: > >Dann kann ich mir schon denken, wie das Messergebniss > >ausfällt. > >Nur den Optiker entscheiden lassen, ob es erforderlich ist fühlt > >sich so an wie den Autohändler zu fragen, ob man ein neues Auto braucht. > Die Fragen verdienen keine Antwort, die Unterstellungen sind grundlos > bösartig. Selbst Autohändler? > Warum stehen die Augenoptiker bei den Umfragen zur Kundenzufriedenheit > immer an einer der ersten Stellen? Doch wohl nicht deshalb, weil sie > Abzocker sind. Bei den Optikern gibt es wie sonst auch solche und solche. Ich war früher bei einem, da gab es die preiswerteren Modelle nur auf mehrfache Nachfrage. In der Auslage nur Highend Produkte, günstigere Sachen in der Schublade. Die Sonnenbrille, die er ein Jahr vorher verkauft hat reicht natürlich im nächsten Jahr auch nicht mehr. Sowas ist möglicherweise der absolute Einzelfall und ich hatte vielleicht nur Pech mit meinem Kundenberater, aber bei der Entscheidung "bringt eine neue Brille was" würde ich gerne Interessenkonflikte vermeiden. cu Claudia |
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#5
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On 23 Aug., 15:02, Marc Haber <mh+usenetspam0...*zugschl.us> wrote:
> Jeder Optiker mit Hirn wird sowas nachmessen. Mein Optiker hat noch nie nachgemessen. An soweit ich mich erinnere stand auch nichts von "diagnostische Refraktion" auf dem Rezept. > >Augenarzt wechseln, oder vom Optiker messen lassen? > Vom Optiker messen lassen. Wie teuer ist das? > Wie kommst Du auf die Idee, dass der Optiker diese Entscheidung > trifft? Klar kann ich auch messen lassen und dann keine neue Brille nehmen. Nur wenn jemand, der sich mit sowas auskennen sollte sagt: "Nimm eine Neue" dann mach ich das. Wenn der Arzt gesagt hat "lohnt noch nicht", dann eben nicht. cu Claudia |
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#6
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Claudia Klee <Claudia_Klee*hotmail.com> wrote:
>aber bei der Entscheidung "bringt eine neue Brille was" würde ich >gerne Interessenkonflikte vermeiden. Wie Marc schon richtig schrieb: "wie kommst Du darauf?" Wenn Du gewöhnt bist, dass Dir der Augenarzt die vom automatischen Refraktometer gemessenen Werte in Phoropter oder Messbrille kurz vorhält, dann hast Du noch keine richtige Brillenglasbestimmung erlebt. Die gliedert sich nämlich in den objektiven Teil (z.B. Skiaskopie oder automatischer Refraktometer) und in den subjektiven Teil. Dieser subjektive Teil ist in der Regel wesentlich zeitaufwändiger als der objektive und hat - der Name sagt es schon - zum Ziel, die subjektiv empfundenen Unterschiede zu berücksichtigen. Dabei reicht "so besser oder so besser" nicht aus, es gibt bestimmte Fragetechniken, die Irrwege vermeiden sollen. Außerdem lässt sich mancher Korrekturbedarf nur so ermitteln, ein Automat kann das nicht. Aber letztlich bestimmen bei der subjektiven Prüfung weder Augenarzt, noch Augenoptiker das Ergebnis, sondern ganz alleine der Patient bzw. Kunde. |
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#7
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Juergen Roesener <roesener*compuserve.com> wrote:
>Wenn Du gewöhnt bist, dass Dir der Augenarzt die vom automatischen >Refraktometer gemessenen Werte in Phoropter oder Messbrille kurz >vorhält, dann hast Du noch keine richtige Brillenglasbestimmung >erlebt. Ich hab noch nie einen Augenarzt erlebt, der sich wirklich die Mühe macht, und zeitaufwendig mit Messbrille arbeitet. Grüße Marc -- -------------------------------------- !! No courtesy copies, please !! ----- Marc Haber | " Questions are the | Mailadresse im Header Mannheim, Germany | Beginning of Wisdom " | http://www.zugschlus.de/ Nordisch by Nature | Lt. Worf, TNG "Rightful Heir" | Fon: *49 621 72739834 |
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#8
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Claudia Klee <Claudia_Klee*hotmail.com> wrote:
>On 23 Aug., 15:02, Marc Haber <mh+usenetspam0...*zugschl.us> wrote: >> Jeder Optiker mit Hirn wird sowas nachmessen. > >Mein Optiker hat noch nie nachgemessen. Dann solltest Du Dir mal einen gewissenhaft arbeitenden Handwerksbetrieb und nicht einen auf Massendurchsatz optimierten Billigfilialisten suchen. >> >Augenarzt wechseln, oder vom Optiker messen lassen? >> Vom Optiker messen lassen. > >Wie teuer ist das? Das kommt auf den Optiker an. In meinem Umfeld wird die Refraktion im allgemeinen kostenlos gemacht, obwohl das meiner Meinung nach die hochqualifizierte Dienstleistung unnötig entwertet. >> Wie kommst Du auf die Idee, dass der Optiker diese Entscheidung >> trifft? > >Klar kann ich auch messen lassen und dann keine neue Brille nehmen. >Nur wenn jemand, der sich mit sowas auskennen sollte sagt: "Nimm eine >Neue" dann mach ich das. Wenn der Arzt gesagt hat "lohnt noch nicht", >dann eben nicht. Ich hab auch schon oft genug danebengestanden, wie der Optiker gesagt hat "mit den neuen Werten sehen sie eine Visusstufe besser, aber die Gläser in der vorhandenen Brille sind noch gut, ich würd ihnen empfehlen das noch ein Jahr lang weiterzutragen und dann wiederzukommen". Es gibt halt "sonne und sonne", wie der Norddeutsche sagt. Grüße Marc -- -------------------------------------- !! No courtesy copies, please !! ----- Marc Haber | " Questions are the | Mailadresse im Header Mannheim, Germany | Beginning of Wisdom " | http://www.zugschlus.de/ Nordisch by Nature | Lt. Worf, TNG "Rightful Heir" | Fon: *49 621 72739834 |
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#9
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Claudia Klee wrote:
> Bisher war ich so alle 1-2 Jahre beim Augenarzt um die Sehstärke > kontrollieren zu lassen. > Der ist jetzt im Ruhestand und der Nachfolger erzählt mir, das würden > nur noch die Optiker > machen. Stimmt das so? Kommt mir seltsam vor. Augenarzt: Fachmann/frau für Erkrankungen am Auge. Eine Fehlsichtigkeit ist keine Krankheit, sondern ein Baufehler des Auges, welcher zu einem physikalischen Abweichung der optischen Abbildung führt. Augenoptiker: Fachmann/frau für gutes Sehen. Er/Sie erhält als Meister eine mehrjährige Ausbildung in der Augenglasbestimmung ( bei mir zweieinhalb Jahre Vollzeit mit 4 Doppelstunden Theorie und 4 Doppenstunden Praxis pro Woche . Gesamt ca 500 Schul-Stunden) Bei Augenarzt ist die Augenglasbestimmung nicht Bestandteil des Medizinstudiums und wird meistens in einem Wochenendkurs an einer Meisterschule für Augenoptiker erlernt gesamt ca 25-30 Std. Auf Grund der stark verringerten Kassenleistung, die nur Augenärzte für die Refraktion erhalten, nicht der Augenoptiker, sind viele Augenärzte dazu übergegangen nur noch eine "medizinische Bestimmung der Fehlsichtigkeit" durch zu führen. Die dabei ermittelten Werte sind nicht für die Herstellung einer Brille geeignet. Zudem beenden Sie die Messung beim Erreichen von Visus 1,0 (ugs. 100%), obwohl junge Menschen ohne weiteres mehr erreichen können. Das ist unter den Optikern bekannt, so das Sie Arztverordnungen nicht unkontrolliert übernehmen. > > Zahlt die AOK die Messung beim Optiker? Oder finanziert sich das durch > den Verkauf > neuer Brillen? Dann kann ich mir schon denken, wie das Messergebniss > ausfällt. Nein, ich verlange für eine Augenglasbestimmung (Dauer ca 20-40min) eine Pauschale von 20 Euro, die beim kauf einer neuen Brille rabattiert werden. > Beim > alten Arzt gab es nicht zwangsläufig eine neue Brille, sondern er hat > mir auch den nicht > sichtbaren Unterschied zwischen vorhandener Brille und neuer Messung > vorgeführt wenn > es sich nicht lohnt was neues zu kaufen. Dann ging die alte auch noch > ein Jahr. Mit einer solchen Aussage kam letztens eine Kunde zu mir und wollte einen Führerscheinsehtest machen. Er ist glatt durchgefallen. Visus kleiner 0,7 (ugs. 70%) > > Augenarzt wechseln, oder vom Optiker messen lassen? Ich hab kein > Problem damit, > mir eine neue Brille zu kaufen, wenn ich damit besser sehe. Nur den > Optiker entscheiden > lassen, ob es erforderlich ist fühlt sich so an wie den Autohändler zu > fragen, ob man ein > neues Auto braucht. Komisch, wie kommen dann folgende Umfrageergebnisse: Zitat: Das sechste Mal hintereinander belegen die deutschen Augenoptiker den Spitzenplatz bei der Frage nach Kundenzufriedenheit . Das ist das Ergebnis der Studie "Kundenmonitor Deutschland 2007". Die Studie misst seit 15 Jahren die Kundenzufriedenheit bei privaten Verbrauchern. siehe http://www.handwerksblatt.de/Handwer...rieb/4215.html oder http://www.servicebarometer.com/kundenmonitor/ Gruß Dirk |
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#10
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Dirk Marburg <dirknowantspam*gmx.de> wrote:
>Nein, ich verlange für eine Augenglasbestimmung (Dauer ca 20-40min) eine >Pauschale von 20 Euro, die beim kauf einer neuen Brille rabattiert werden. Die Refraktion kostet auch bei mir Geld und wird nur in ganz seltenen Fällen beim Kauf einer neuen Brille angerechnet. Für mich ist und bleibt die Refraktion eine eigenständige Dienstleistung, die ihren Wert hat und gemessen an Zeitaufwand und Geräteeinsatz mit Deinen 20 Euro oder meinen 17 Euro ohnehin nicht ausreichend honoriert ist. Du hast selbst richtig geschrieben, wie umfangreich die Ausbildung ist und um Marc zu zitieren: |obwohl das meiner Meinung nach die hochqualifizierte Dienstleistung |unnötig entwertet. Kein Malermeister käme auf die Idee, die alten Tapeten kostenlos abzureißen, wenn der Kunde anschließend einen Eimer Wandfarbe bei ihm kauft. Ich weiß, kein sehr gelungener Vergleich, aber ich bin sicher, Du verstehst, wie ich das meine. :-) Jürgen |
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