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| Newsgroup de.alt.sysadmin.recovery Alles, was Systembetreuer aufmuntert. |
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#11
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Helmut Springer schrieb:
> Arnim Sommer <usenet*ranthoron.de> wrote: >>> Naja, das sind eben Juristen. Ich glaube der Beruf hat als >>> Voraussetzung die Befreiung von jeglicher Sachkenntnis. >> >> Buchhalter sind genauso schlimm. > > Und ITler erst. > Während wir? A?S -- Ein Flirt ohne tiefere Absicht ist ungefähr so sinnvoll wie ein Fahrplan ohne Eisenbahn. -- William Somerset Maugham |
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#12
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Dietz Proepper wrote:
> Alexander Schreiber wrote: > >> Stefan Dreyer <stefan.dreyer+news*ddnetservice.net> wrote: >>> Im Artikel geht es u.a. darum, dass ein Gericht beschlossen hat, dass >>> man verkürzt gesagt Wikipedia als "allgemeine, anerkannte und >> ok naja >>> zuverlässige" Informationsquelle vertretbar ist. >> ^^^^^^^^^^^^ sind die bescheuert? > > Was genau verstehst Du unter eine zuverlässigen Quelle? Das oben ist ein Zitat des zuständigen Richters, der den laut iX-Artikel den Befangenheitsantrag gegen die Verwendung von Wikipedia abgelehnt hat. Allerdings ging es bei der Befangenheit darum, dass die Gegenseite einem Richter unterstellt hatte, er würde unerlaubte Ermittlungsarbeit leisten, in dem er bei Wikipedia nachgeschaut hat, ob eine polnische Telefonnummer eine Mobilnummer eine Festnetz- oder Mobilnummer ist. So gesehen war das Abschmettern des Befangenheitsantrages schon gerechtfertigt, aber die Begründung des Urteils schafft neue Tatsachen, in dem das Gericht halt sagt, das man obige Auffassung durchaus vertreten könne. > Den Brockhaus? Die > Encyclopedia Britannica? Die beiden würde _ich_ anerkennen. > Bei denen erkennt man ja nicht mal, wer wann redigiert hat. Das beschreibt der Artikel allerdings auch, aber in einem eher positiven Ton, dass man beim Zitieren keinen Autor angeben kann, da es keinen wirklichen Autor gibt, sonder der Autor die Gemeinschaft der Wikipedia-Autoren ist. |
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#13
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Stefan Dreyer wrote:
> Dietz Proepper wrote: > So gesehen war das Abschmettern des Befangenheitsantrages schon > gerechtfertigt, aber die Begründung des Urteils schafft neue Tatsachen, > in dem das Gericht halt sagt, das man obige Auffassung durchaus > vertreten könne. Gegen die Verwendung als Anscheinsbeweis spricht für mich erstmal prinzipiell wenig. >> Den Brockhaus? Die >> Encyclopedia Britannica? > > Die beiden würde _ich_ anerkennen. Ich trau' mich wetten, die polnischen Nummernschemata hättest Du dort nicht gefunden. Zudem, Du wirst bestenfalls bei wenigen Artikeln in den genannten Publikationen einen Autor finden. Das stört z.B. mich ganz gewaltig. Und das dumme Rumgebashe ist wirklich albern. Viele Wikipediaartikel müssen sich vor denen obiger Werken nicht verstecken, werden teilweise auch von hochkarätigen Fachleuten geschrieben. Was stört Dich speziell? Daß Du keine Garantie auf die eine Wahrheit hast? Willkommen in der Realität - auch klassische Lexika sind nicht unfehlbar. >> Bei denen erkennt man ja nicht mal, wer wann redigiert hat. > > Das beschreibt der Artikel allerdings auch, aber in einem eher positiven > Ton, dass man beim Zitieren keinen Autor angeben kann, da es keinen > wirklichen Autor gibt, sonder der Autor die Gemeinschaft der > Wikipedia-Autoren ist. Das ist eine andere Baustelle. |
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#14
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Dietz Proepper wrote:
> Stefan Dreyer wrote: > >> Dietz Proepper wrote: >> So gesehen war das Abschmettern des Befangenheitsantrages schon >> gerechtfertigt, aber die Begründung des Urteils schafft neue Tatsachen, >> in dem das Gericht halt sagt, das man obige Auffassung durchaus >> vertreten könne. > > Gegen die Verwendung als Anscheinsbeweis spricht für mich erstmal prinzipiell > wenig. Eben. >>> Den Brockhaus? Die >>> Encyclopedia Britannica? >> Die beiden würde _ich_ anerkennen. > > Ich trau' mich wetten, die polnischen Nummernschemata hättest Du dort nicht > gefunden. Zudem, Du wirst bestenfalls bei wenigen Artikeln in den genannten > Publikationen einen Autor finden. Das stört z.B. mich ganz gewaltig. > > Und das dumme Rumgebashe ist wirklich albern. Viele Wikipediaartikel müssen > sich vor denen obiger Werken nicht verstecken, werden teilweise auch von > hochkarätigen Fachleuten geschrieben. Das ist kein Rumgebashe. Es gibt eine Menge Artikel in Wikipedia, die sehr gut sind. Es gibt aber auch eine Menge Artikel, die entsorgt oder geändert gehören, da sie unrichtig sind. Das System hat einfach gewisse Grenzen und Lücken, aber die Idee dahinter finde ich grandios. > Was stört Dich speziell? Daß Du keine Garantie auf die eine Wahrheit hast? Nein, nur dass die Wahrheit damit einfacher zu manipulieren ist. > Willkommen in der Realität - auch klassische Lexika sind nicht unfehlbar. Das hat niemand behauptet. |
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#15
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Stefan Dreyer schrieb:
> Dietz Proepper wrote: >> Was stört Dich speziell? Daß Du keine Garantie auf die eine Wahrheit hast? > > Nein, nur dass die Wahrheit damit einfacher zu manipulieren ist. Sie ist nicht einfacher zu manipulieren, sondern von anderen. >> Willkommen in der Realität - auch klassische Lexika sind nicht unfehlbar. > > Das hat niemand behauptet. Das übliche Thema: Quellen im Internet sind unzuverlässig, man muß immer schauen, wer was warum schreibt. Zum Glück ist das bei werbungsfinanzierten klassischen Medien so, daß man sich die Illusion erhalten kann, daß ein unabhängiger Redakteur den Artikel redigiert hat. Falk -- Angela Merkel: "...alles Gute muss auch einmal ein Ende haben." Frau Merkel, Sie sind eine gute Bundeskanzlerin, die gute große Koalition hat gute Politik mit guten Ministern und guten Abgeordneten gemacht. Freuen wir uns mit Ihnen auf die Wahl. |
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#16
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Arnim Sommer <usenet*ranthoron.de> wrote:
>>>> Naja, das sind eben Juristen. Ich glaube der Beruf hat als >>>> Voraussetzung die Befreiung von jeglicher Sachkenntnis. >>> >>> Buchhalter sind genauso schlimm. >> >> Und ITler erst. >> > Während wir? Wir sind offensichtlich die regelbestaetigende Ausnahme, YMMV. -- MfG/Best regards helmut springer panta rhei |
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#17
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Stefan Dreyer wrote:
> Dietz Proepper wrote: >> Stefan Dreyer wrote: >> >>> Dietz Proepper wrote: >>> So gesehen war das Abschmettern des Befangenheitsantrages schon >>> gerechtfertigt, aber die Begründung des Urteils schafft neue Tatsachen, >>> in dem das Gericht halt sagt, das man obige Auffassung durchaus >>> vertreten könne. >> >> Gegen die Verwendung als Anscheinsbeweis spricht für mich erstmal >> prinzipiell wenig. > > Eben. Und weswegen regst Du Dich darüber auf? >> Und das dumme Rumgebashe ist wirklich albern. Viele Wikipediaartikel müssen >> sich vor denen obiger Werken nicht verstecken, werden teilweise auch von >> hochkarätigen Fachleuten geschrieben. > > Das ist kein Rumgebashe. Doch, sehr wohl. > Es gibt eine Menge Artikel in Wikipedia, die > sehr gut sind. Eben. > Es gibt aber auch eine Menge Artikel, die entsorgt oder > geändert gehören, da sie unrichtig sind. Wenn Du die welche explizit als "needs rework" getaggt sind 'raus nimmst dann sind es schon wesentlich weniger. Zudem findet man auch in etablierten Lexika krude Fehler. > Das System hat einfach gewisse Grenzen und Lücken, aber die Idee > dahinter finde ich grandios. Also bisher kommt da meistens nur "einige Artikel sind schlecht". Bei richtigen Deppen noch "da darf ja jeder". Insofern ist Deine Stellungnahme neu und kreativ. >> Was stört Dich speziell? Daß Du keine Garantie auf die eine Wahrheit hast? > > Nein, nur dass die Wahrheit damit einfacher zu manipulieren ist. Read My Lips! Was in der Redaktion der Encyclopedia Britannica abläuft weißt Du nicht. Und ich sage, es wäre naiv, anzunehmen daß dort nicht auch "manipuliert" wird. Bei der Wikipedia ist es allerdings dokumentiert. >> Willkommen in der Realität - auch klassische Lexika sind nicht unfehlbar. > > Das hat niemand behauptet. Man gewinnt gelegentlich den Eindruck. |
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#18
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* On Thu, 17 Sep 2009 19:47:24 +0200, Alexander Schreiber wrote:
> Stefan Dreyer <stefan.dreyer+news*ddnetservice.net> wrote: >> Joerg Dorchain wrote: >>> Bodo `Garfield' Bellut <usenet*spambin.de> wrote: >>>> Stefan Dreyer <Stefan.Dreyer*ddnetservice.net> wrote: >>> >>>> [...] >>> >>>>> Zunge zergehen lassen: "Wikipedia wird gerichtsfest". >>> >>>> [...] >>> >>>> Wieso, stimmt doch: Ein Fest für die Gerichte. >>> >>> Der Heise-Ticker weiss von einer DIN-EN fuer Zitieren, die man >>> auch auf Wikipedia anwenden kann. >>> >>> Also erst den anonymizer, dann die DIN, das das Gericht bemuehen. >>> Um damit dann einen Jura-Abschluss zu erstreiten. Oder so >>> ungefaehr. >> >> Im Artikel geht es u.a. darum, dass ein Gericht beschlossen hat, dass >> man verkürzt gesagt Wikipedia als "allgemeine, anerkannte und > ok naja >> zuverlässige" Informationsquelle vertretbar ist. > ^^^^^^^^^^^^ sind die bescheuert? Um das zu entscheiden müsste man wissen, wie Zeitungen eingeordnet sind. Wikipedia ist anders, aber nicht unbedingt schlechter als Zeitungen. |
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#19
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Stefan Dreyer wrote:
[...] > Naja, das sind eben Juristen. Ich glaube der Beruf hat als Voraussetzung > die Befreiung von jeglicher Sachkenntnis. Ist doch eine geniale Idee, weil das viel Verantwortung trivial auf andere abschieben läßt. Ist ja in der Schlipsträgerecke auch sehr beliebt. Bernd -- "Designed for Windows" ist das Äquivalent zu Entwicklungsprinzipien der russischen Armee: es muß so gut sein, daß es ein Bauerntrampel nur schwer mutwillig kaputt kriegt. - Arnim Sommer |
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#20
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Stefan Dreyer <stefan.dreyer+news*ddnetservice.net> wrote:
> Joerg Dorchain wrote: > > Bodo `Garfield' Bellut <usenet*spambin.de> wrote: > >> Stefan Dreyer <Stefan.Dreyer*ddnetservice.net> wrote: > > > >> [...] > > > >>> Zunge zergehen lassen: "Wikipedia wird gerichtsfest". > > > >> [...] > > > >> Wieso, stimmt doch: Ein Fest für die Gerichte. > > > > Der Heise-Ticker weiss von einer DIN-EN fuer Zitieren, die man > > auch auf Wikipedia anwenden kann. > > > > Also erst den anonymizer, dann die DIN, das das Gericht bemuehen. > > Um damit dann einen Jura-Abschluss zu erstreiten. Oder so > > ungefaehr. > Im Artikel geht es u.a. darum, dass ein Gericht beschlossen hat, dass > man verkürzt gesagt Wikipedia als "allgemeine, anerkannte und > zuverlässige" Informationsquelle vertretbar ist. Koennte bitte schnell mal jemand einen Artikel ueber das besagte Gericht anlegen? Joerg |
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