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#1
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Der Preis für Rohöl ist heute auf über USD 80 pro Faß gestiegen. Es gibt allerdings keinen ölbedingten Grund, warum das so sein sollte. Es ist genug Öl da. Die Förderkapazitäten sind bei weitem nicht ausgeschöpft. Die Läger sind voll und die Nachfrage bescheiden. Einzig und allein China füllt derzeit seine strategischen Reserven auf. Fällt das weg, werden weitere 4 Mill. Fass pro Tag zuviel Öl am Markt sein. Was treibt nun den Ölpreis? Seit einiger Zeit ist eine enge Korrelation zwischen Ölpreis, EuroUSD und Aktienindizes zu beobachten. Um das mal am gestrigen Tag (2009.10.21) beispielhaft vorzuführen. Um 7:42 Uhr New Yorker Zeit beginnt der Ölpreis nach einer langen Seitwärtsbewegung langsam zu steigen. Um 7:42 Uhr New Yorker Zeit beginnt der Euro gegenüber dem USD nach einer langen Seitwärtsbewegung langsam zu steigen. Um 7:42 Uhr New Yorker Zeit beginnt der Dow Jones nach einer langen Seitwärtsbewegung langsam zu steigen. Öl und Euro erreichen nahezu zeitgleich ihr Tageshoch, um dann in die übliche Stagnation zurükzufallen. Der Dow Jones stoppt um 10:45 seinen Anstieg. Verharrt aber auf hohem Niveau. Demgegenüber stiegen Gold und Silber erst um 9:00 Uhr an. Fazit: Wir beobachten eine Umschichtung von Werten heraus aus dem USD in Öl, Aktien und andere Rohstoffe. Das Ganze sieht nach Carry Trades aus dem USD heraus aus, wobei billige USD in Euro, Aktien und Rohstoffe umgeschichtet werden. Hier bildet sich eine neue Spekulationsblase, getrieben durch wanderndes Kapital. Wie groß die wird und wie lange das gehen wird, ist unklar. Die üblichen Anzeichen für einen nahen Höhepunkt sind im Moment nicht zu sehen. Alles in allemn warten die Spekulanten darauf, das irgendeine Zentralbank damit beginnt, die Leitzinsen anzuheben. Danach haben sie noch genügend Zeit, bis die US-Notenbank nachzieht, denn niemand rechnet damit, das die US Fed bei der Zinsanhebung die erste sein wird. Es gibt Leute, die nehmen an, das die US Fed bis 2011 warten mit einer Zinsanhebung und die Eurobank viel früher damit beginnen könnte, weil in Euopa die Inflation wieder zunimmt. Anlaß für die später Reaktion der US Fed könnte die Arbeitslosigkeit sein, deren Höhepunkt dem wirtschaftlichen Tiefpunkt um Monate versetzt folgt. Kurzfristig ist mit einem Rücksetzer beim Euro gegenüber dem USD in den nächsten Monaten zu rechnen. Das kann dann bis auf 1,35 runtergehen. Längerfristig sollte der USD gegenüber dem Euro jedoch schwach bleiben und eventuell sogar allte Tiefststände erreichen. Das ist der Hintergrund, vor dem sich die Ölpreisbildung abspielt. Wenn das vorbei ist, sollte der Ölpreis erstmal wieder bis auf USD 65 pro Faß fallen, bevor er in einen sanften dauerhaften Anstieg übergeht. Das könnte dann ein Anzeichen dafür sein, das der Ölpreis wieder von ökonomischen Daten gebildet wird und nicht von der Spekulation. |
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#2
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Arne Luft wrote at 22 Oct 2009 with
Message-ID: <ioovd5hv1659fbu0qr15sag1qgqtnjuqa0*4ax.com>: >Fazit: Wir beobachten eine Umschichtung von Werten heraus aus dem USD >in Öl, Aktien und andere Rohstoffe. > >Das Ganze sieht nach Carry Trades aus dem USD heraus aus, wobei >billige USD in Euro, Aktien und Rohstoffe umgeschichtet werden. > >Hier bildet sich eine neue Spekulationsblase, getrieben durch >wanderndes Kapital. Andere haben es auch schon gemerkt. http://www.ftd.de/politik/konjunktur.../50032096.html |
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