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| Newsgroup de.rec.tiere.pferde Alles rund um Pferde. |
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#1
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*huhu*
Akteure: mein Haflinger Nepomuk, 11 Jahre, Ekzemer, 2x in seinem Leben einen Reiter getragen. ich: vor genau 5 Wochen Mehrfachfraktur Schlüsselbein, OP (Sturz von meiner Stute), Metallschiene. Heute Sonnenschein, hol mir Nepomuk - irgendwann muß ich meine Angst vor dem Reiten überwinden. Putzen, Sattel drauf, LG-Zaum, ich ziehe mir die neue Sicherheitsweste an wegen dem Bruch, aufsteigen ist ein Problem, mit dem linken Arm kann ich nix machen. Mit Stuhl steige ich von links auf, wir gehen ins Gelände. Als ich Wege gehen will, bei denen er die Ranch nicht mehr sehen kann, weigert er sich, verständlich, es ist das erste Mal in seinem Leben, daß er alleine mit Reiter vom Stall weggeht. Wir reiten also eine 3/4 Std. über die Äcker und Wiesen mit Sicht auf die Ranch, da es bei uns sehr weitläufig ist, geht das. Nepomuk geht aufmerksam, aber entspannt, springt zwar mal kurz zur Seite, als er in ein Loch tritt (mir bleibt fast das Herz stehen, dachte, der geht jetzt durch), aber das lag wohl um ungewohnten Reitergewicht. Total entspannt kommen wir zwei im Stall an, sind nur Schritt geritten, kann ihn aber nicht direkt an den Stuhl bugsieren, er kann ja nix. Er wird ungeduldig, ich fasse mir ein Herz und steig rechts ab, das klappt ohne Schmerzen. Nepomuk ist sehr intelligent, sensibel und einfühlsam, wir passen perfekt zusammen. Ich bin nicht so der strenge Typ, er nützt das aber nie aus. Grüße Sabine -- Die meisten Hühner werden schon als Eier in die Pfanne gehauen. |
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#2
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On 20 Okt., 22:16, Sabine 'Sani' Schulz <ga...*f650gs.eu> wrote:
> *huhu* > > Akteure: > > mein Haflinger Nepomuk, 11 Jahre, Ekzemer, 2x in seinem Leben > einen Reiter getragen. Hallo Sabine, ähem, sorry, aber bist du lebensmüde? Das ist schon nicht mehr mutig sondern nur noch sehr leichtsinnig, wenn du dieses Pferd gehändicapt reitest. Das würde ich auf meinem Gregor wagen, weil ich ihn schon lange kenne und weil er vor allem schon seit vielen Jahren ein routiniertes Reitpferd ist und seinen Job kennt. Auf deinem Nepomuk, der grad mal das 2. Mal in seinem Leben einen Reiter trägt, ist das für mich gefährlicher Leichtsinn - nicht nur für euch beide. Entweder bist du wirklich total durchgeknallt oder die Story ist ein Fake..? Bin gespannt... Grüße Dagmar + Gregor, cooles Pferd, trotzdem nicht immer einhändig zu händeln.... > |
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#3
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Dagmar wrote:
> Das ist schon nicht mehr mutig > sondern nur noch sehr leichtsinnig, wenn du dieses Pferd gehändicapt > reitest. Das würde ich auf meinem Gregor wagen, weil ich ihn schon > lange kenne und weil er vor allem schon seit vielen Jahren ein > routiniertes Reitpferd ist und seinen Job kennt. Auf Crumble sass is ca. 6 Wochen nach meinem Schluesselbeinbruch drauf - sehr kurz, nach ablongieren (ok, war nur pro forma - zwei Runden links, zwei Runden rechts, Pferd ist kreuzbrav, also draufsetzen. Trotzdem habe ich dafuer jemandem anders die Longe in die Hand gedrueckt bis klar war, dass alles gut gehen wuerde. Und dann habe ich erst einmal vier weitere Wochen gewartet, weil mir klar war, dass ich nicht reitfaehig war. Crumbs war zwar streckenweise verdammt schwierig, aber zumindest absehbar. So'n Jungpferd, bei dem man nicht weiss, wie es reagiert, ist da noch ne ganz andere Geschichte. Irgendwann hoert's halt auf, 'Unfall' zu sein und wird zu einer absehbaren Gefaehrdung, bei der man sich fragt wann, und was passieren wird, nicht 'ob'. Catja (die irgendwann auch auf anderen Pferden wieder Vertrauen fand, das dauerte allerdings.) -- writing blog * http://beyond-elechan.livejournal.com |
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#4
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Hallo Dagmar!
* Am 29.10.2009 begab es sich, dass Dagmar schrieb: > On 20 Okt., 22:16, Sabine 'Sani' Schulz <ga...*f650gs.eu> wrote: >> mein Haflinger Nepomuk, 11 Jahre, Ekzemer, 2x in seinem Leben einen >> Reiter getragen. > ähem, sorry, aber bist du lebensmüde? Das ist schon nicht mehr mutig > sondern nur noch sehr leichtsinnig, wenn du dieses Pferd gehändicapt > reitest. Das würde ich auf meinem Gregor wagen, weil ich ihn schon > lange kenne und weil er vor allem schon seit vielen Jahren ein > routiniertes Reitpferd ist und seinen Job kennt. Auf deinem Nepomuk, > der grad mal das 2. Mal in seinem Leben einen Reiter trägt, ist das > für mich gefährlicher Leichtsinn - nicht nur für euch beide. Na, ich ja mit ihm vor meiner Schlüsselbeinfraktur bereits 1x alleine im Gelände, daher kann ich ihn schon einschätzen. Inzwischen war ich mit Stallkollegen noch 2x im Gelände mit ihm (1,5 Std. und 1 Std.), völlig problemlos. Da er einen ziemlich flotten Schritt geht, gingen wir meistens Erster, weder von um die Kurve schießenden Radfahrern, Autos oder Traktoren ließ sich Nepomuk beeindrucken. "Schwierige" Waldwege waren beim zweiten Ausritt ein Problem, weil er oft gestolpert ist, was mir am Bruch weh tat. Beim dritten Ausritt war es bereits viel besser, er hat genau auf den Weg aufgepaßt. Als wir mal Zweiter waren und der vor uns langsamen Schritt ging, trabte Nepomuk fast auf der Stelle hinterher. Das fand ich genial, fühlt sich an, als ob man schwebt. Daß er fast auf der Stelle traben kann, wußte ich schon, das macht er gelegentlich (freiwillig) beim Führen. Daß er das mit 60 kg auf dem Rücken (Sattel + ich) auch so locker geht (am langen Zügel), hat mich ein überrascht. Aber gut, er ist 11 Jahre; 60 kg auf dem Rücken tangieren ihn wohl wenig, die Kraft und Muskulatur, mit Reiter zu laufen so wie ohne, hat er. > Entweder bist du wirklich total durchgeknallt oder die Story ist ein > Fake..? Ne, ich bin echt :-). > Dagmar + Gregor, cooles Pferd, trotzdem nicht immer einhändig zu > händeln.... Na ja, was will ich händeln bei einem Pferd, was noch gar keine Hilfen versteht? Vom Charakter her ist er weder ängstlich noch nervös, mE neigt er auch nicht zum Durchgehen. Er ist nicht stur, zickig oder dominant (so wie meine Stute), sondern ein Verlaßpferd - und er vertraut mir und ich ihm. Ihm macht Ausreiten auch Spaß, und dabei kann ich ihm gut was beibringen, Reitplatz mag er nicht. Grüße Sabine -- Leute mit Mut und Charakter sind den anderen Leuten immer sehr unheimlich. (Hermann Hesse, dt. Schriftsteller) |
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#5
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* Am 30.10.2009 begab es sich, dass Catja Pafort schrieb:
> Crumbs war zwar streckenweise verdammt schwierig, aber zumindest > absehbar. So'n Jungpferd, bei dem man nicht weiss, wie es reagiert, ist > da noch ne ganz andere Geschichte. Meine Pferde sind 11 und 12 Jahre, ausgereifte Persönlichkeiten, in der Herde die Leittiere, daher mit Jungpferden nicht vergleichbar. Meine gehen gerne Erster im Gelände, weil sie beide nen schnellen Schritt haben, sind wir mal hinten und der Erste "mag den Weg nicht" oder zickt wegen sonstwas, d. h. verweigert sich, geht meiner problemlos wieder voraus. Meine zwei buckeln beide beim Galoppieren, da ich links nicht die Kraft habe, ihnen den Kopf oben zu halten, gehen wir nur Schritt und Trab, bis ich wieder völlig hergestellt bin. > Catja > (die irgendwann auch auf anderen Pferden wieder Vertrauen fand, das > dauerte allerdings.) Es gibt kein Pferd, dem ich mehr vertraue als Nepomuk. Meine Stute, der ich den Unfall zu verdanken habe (bzw. eigentlich mir), reite ich seit heute auch wieder, obwohl sie schwierig ist. Wir fangen nochmal bei Null an, ich muß sie anders anpacken, darf ihr nix durchgehen lassen - und dann ist sie auch brav. Für mich schwer, weil ich über kleinere "Verfehlungen" gerne hinweg sehe, mit Barbie geht das halt nicht. Grüße Sabine -- Der Mensch wird frei geboren und dann eingeschult. |
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#6
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On 30 Okt., 20:17, Sabine 'Sani' Schulz <ga...*f650gs.eu> wrote:
> Hallo Dagmar! > > * Am 29.10.2009 begab es sich, dass Dagmar schrieb: > Hallo Sabine, > Na, ich ja mit ihm vor meiner Schlüsselbeinfraktur bereits 1x alleine im > Gelände, daher kann ich ihn schon einschätzen. Ach ja. 1x im Gelände und du kannst ihn einschätzen. Das nimmt dir wirklich niemand ab. Entweder provozierst du hier oder du bist grenzenlos naiv. Ich hoffe für euch beide und alle anderen, die zufällig da spazieren gehen wo du reitest, dass alles gut geht. > Leute mit Mut und Charakter sind > den anderen Leuten immer sehr unheimlich. > (Hermann Hesse, dt. Schriftsteller) Findest du dich in dem Spruch wieder? Selber denken hilft manchmal aber doch weiter... Gruß Dagmar |
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#7
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Hallo Dagmar!
* Am 02.11.2009 begab es sich, dass Dagmar schrieb: > On 30 Okt., 20:17, Sabine 'Sani' Schulz <ga...*f650gs.eu> wrote: >> Na, ich ja mit ihm vor meiner Schlüsselbeinfraktur bereits 1x alleine im >> Gelände, daher kann ich ihn schon einschätzen. > Ach ja. 1x im Gelände und du kannst ihn einschätzen. Das nimmt dir > wirklich niemand ab. Entweder provozierst du hier oder du bist > grenzenlos naiv. Seit Juni betreue ich beide Pferde, ich habe ihnen Benehmen beigebracht und mit ihnen Bodenarbeit gemacht. Ich war alleine mit beiden im Wald spazieren, ich kenne meine Pferde. Bei Barbies erstem Ausritt kam leider die Dorfjugend mit ihren getunten Rollern (verbotenerweise) mit Vollgas sehr nahe vorbei; nachdem sie vor Traktoren ein bißchen Angst hat, war ich mir nicht sicher, ob sie die Nerven behält. Eine Mitreiterin stieg ab, um ihr Pferd zu halten, das andere Pferd hat sich 5 m weit in den Wald geflüchtet (beide schon Jahre unter dem Sattel). Barbie blieb mit stoischer Ruhe stehen, das liegt evtl. daran, daß ich selbst Motorrad fahre und meine Pferde daher motorisierte Zweiräder positiv sehen. IMHO alles eine Frage der Gewöhnung, Nepomuk kuckt schon mal gespannt, wenn er eingepackte Heuballen rumliegen sieht, kennt er halt nicht. Ich achte stets darauf, selbst entspannt zu bleiben, also kein hektisches Zügel aufnehmen, nur weil das Pferd sich anspannt. > Ich hoffe für euch beide und alle anderen, die zufällig da spazieren > gehen wo du reitest, dass alles gut geht. Bisher gab es keine Probleme. >> Leute mit Mut und Charakter sind >> den anderen Leuten immer sehr unheimlich. >> (Hermann Hesse, dt. Schriftsteller) > Findest du dich in dem Spruch wieder? Selber denken hilft manchmal > aber doch weiter... Deswegen reite ich mit meinen Zweien auch aus. Grüße Sabine -- Vielleicht ist das Leben schön, aber ich möchte wissen, warum. |
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